Vállalkozó polgárok a Dunántúlon a dualizmus korában. Konferencia Veszprémben, 1994. október 13-14. (Veszprém, 1995)

Tóth László: Zechmeister Károly, a vállalkozó győri polgármester

und war im Lande einer der ersten Initiatoren, die sich für die Liberalisi­erung der Verwaltung und Selbstständigkeit der Städte mit Gesetzrecht einsetzte. Die finanziellen Mittel für dieses großangelegte Programm er­warb er durch Bankdarleihen, Einführung neuer Steuern und Gebühren, durch Zeichnung von Anleihescheinen und durch Förderung von Privat­stiftungen zu Verwirklichung öffentlicher Zielsetzungen. Győr hat in der Zeit seiner Bürgermeisterschaft in der Entwicklung der heimischen Städte eine hervorragende Urbanisationsstuf e erreicht und inzwischen vermehr­te und vervielfachte sich auch noch das Vermögen der Stadt. Als Wegbrecher der Entwicklung der Maschinenindustrie hat er eine mächtige industrielle Basis geschaffen, dadurch, daß er sowohl für das heimische, als auch für das ausländische Kapital vorteilhafte Bedingun­gen sicherte. Er stellte den industriellen Unternehmen Grundstücke mit öffentlichen Werken zu niedrigen Preisen zu Verfügung, sorgte für die nötige elektrische Energie und errichtete Industriegleise in den sich ent­wickelnden industriellen Stadtvierteln. Damit die Betriebe den Rohstoff­bedarf auf Wasserwege transportieren können, ließ er eine Winter­anlegestelle an der Donau-Moson bauen. Die sich hier niederlassenden Industrieller bekamen eine Steuer- und Gebührermäßigung. Für die Arbeiter, deren Zahl immer höher wurde, hat man Arbeiterwohnungen bauen lassen und.um das „industriebauende Fieber" zu steigern, kaufte die Stadt in dem sog. Nádorváros-Stadtteil neuere Grundstücke, die sie dann zu einem günstigen Preis den Unternehmern zukommen ließ. Zech­meister Károly achtete auch darauf, daß die Industriellen die modernste Technik und Technologie verwenden (die Aktiengesellschaft „Magyar Vagon és Gépgyár", die 1896 gegründet wurde, hat schon im Jahre 1904 für die Londoner Untergrundbahn Waggons geliefert), so erreichte er, daß der Großteil der damals gegründeten industriellen Großbetriebe auch heute noch arbeiten und Gewinn erreichen. Die von Zechmeister Károly verwaltete Stadt entwickelte sich bis 1910 zu einer industriellen Großstadt. Dabei hat er eine entscheidende Rolle gespielt, da er die Möglichkeiten zum Anspornen des Unternehmungs­geistes gefunden und die Großindustriebasis in kluger Weise zu Gunsten der Stadt genutzt hatte. Ihm ist es zu verdanken, daß Győr unter den damaligen ungarischen Verhältnissen ein hohes Industrielles-und Urbanisationniveau erreichen konnte. 211

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