S. Lackovits Emőke: „...jertek az Úr asztalához... s megelégszetek...”(439. dicséret). Református úrasztali textíliák a Dunántúlon (Veszprém, 1995)
Tulpen aller Art, blumenreiche und stilisierte Nelken, Rosen, Oleander, verschiedene Lilien, Sonnenblumen, Weintrauben und Rebenblätter, Myrten, Peonien, Hyazinthen, hie und da Rosmarine und nicht ausgeschlossen waren sogar die Orangenblüten. All diese Pflanzenelemente sind entweder als Gebüsche oder als Blumenstöcke abgebildet, die von Ranken und Schlingen umrahmt, oft verflochten dargestellt sind. Die Hauptzweige der Blumenstöcke sind im allgemeinen gerade und steif, die Seitenzweige jedoch gebogen, gekringelt, schneckig gewandt, manchmal bilden sie auch ein Netz. Meistens sind sie zentralisch angeordnet. Die Zweige der Gebüsche sind immer gebogen. Tierabbildungen kommen auch vor, z.B. der Pelikan, der seine Jungen mit eigenem Blut ernährt, das Lamm mit der Fahne (Agnus Dei) und der Doppeladler. Stichtechnik: einfache Plattenstiche, gemusterte Plattenstiche (gestreift, kariert, gezackt, gezähnt), Plattenstickerei, gerippte oder abgenähte Plattenstiche, türkische Plattenstickereien, (gleich auf den oberen und unteren Seiten), geschlitzte Plattenstiche, imitierte Plattenstiche, gelegte Plattenstiche (bei Verwendung von Gold- und Silberfäden), Kettenstiche, Stielstiche. Stickgarten: Seide- und Metallfäde (Gold, Silber). Die -meist verwendeten Farben: ecru, gelb, hellblau, türkis, hellgrün, bordeau, gold, silber. Unter den Textilien sind einige zu finden, die nur mit Seidegarn oder nur mit Metallfäden gestickt wurden, aber es gibt welche, bei denen die Seiden- und Metallfäde zusammen vorkommen. Unter den Gottestischtextilien bildet eine kleinere Gruppe die von den Türken stammenden gezierten Tücher. Diese wurden aus Webfachleinen mit bunten Seidefäden (rot, türkis, grün, hellblau, drapfarbig, gold, silber) im 17-ten Jahrhundert gestickt. Die ganze Räche ist sehr reich, doch mit steifen Pflanzen- und Blumenabbildungen bestickt. Am Ende des 18-ten Jahrhunderts und in der ersten Hälfte des 19-ten Jahrhunderts hat man in den Gemeinden zwangmäßig Frauenkopf- und Schultertücher aus Seide zu liturgischen Zwecken geschenkt. Manche hat man mit gestickter Aufschrift versehen. 33