S. Lackovits Emőke: Viseletek öltözködési kultúra a Bakony és a Balaton- felvidék falvaiban (Veszprém, 2001)
Német nyelvű rezümé
Die Frauenbekleidungen der Dörfer vergleichend sind sowohl viele Übereinstimmungen als auch bedeutende Unterschiede zu beobachten. Was besonders auffallend ist, ist die von der Epoche unabhängige Länge der Röcke. Die Einwohner von Úrkút/Urkut, Bakonyjákó und Kislod/Kischlud trugen kürzere Röcke als die von VároslődAVaschlud und Tótvázsony/Totwaschon, die von Magyarpolány/Polan kürzere als die von Hidegkút/Hidekut. Die meisten Übereinstimmung sind im Kleiderschnitt aber das trift auch bei den Stofen zu. Die Einwolmer von Bakonykoppány/Koppan, Bakonyszucs/Sitsch und Nagytevel/Deutschtewel bevorzugten mehr als andere die Waren mit grellem imd großem Muster, die Einwohner von Magyarpolány/Polan bevorzugten aber zu kleineren Festen die besonders grellen Farben, obwohl der dunkle Grundton der Bedeutendheit der Feste angemessen war, genauso im allgemeinen die Deftigkeit und Feinheit der Stoffe der Tücher. In der Verzierung sind die meisten, eine Gemeinde am meisten charakterisierende und eigenwüchsige Züge zu finden. Die Einwolmer von Bakonynána/Nana zum Beispiel verwendeten den Zámedli besonders gern, die von Olaszfalu/Olasflu mit dem Zámedli verzierte Einlagen und Zierknöpfe, die von Nagyesztergar/Großestergai die Zackenstreifen, Zierknöpfe und Schleifenaufsätze, die von Bakonyoszlop/Oßlop neben den Zierknöpfen nur den Zámedli, usw. Besonders ab den 1920ern Jahren. Die Unterschiede werden durch Proportion und Verteilung dieser Zierelementen gut merkbar. Obwohl der eigene Geschmack auch eine Rolle spielte, und besonders die Bedeutendheit der Schneiderinnen unabstreitbar ist, kann trotzdem soviel gesagt werden, daß die Verzierung die Tracht der gegebenen Gemeinde gut charakterisierte. In Magyarpolány/Polan, da hier am längsten die alten traditionellen Bekleidungen getragen wurden, wurden die neuesten Stoffsorten zur Anfertigung von diesen angewendet, solche die anderswo nicht zu finden sind, weil die Ablegung schon früher geschah. In Magyarpolány/Polan kann man über ganz eigenartig verzierten Kleidungsstücke sprechen, deren Besonderheit die Smokarbeit, das Fältelwerk und die Zámedlis, die Verteilung der Zierknöpfe, des Gebände, der Zacken geben, bzw. die gemeinsame Anwendung all dieser. Als Ergebnis dieser kann man hier in Farben und Verzierung über die reichste Tracht des Raumes sprechen (Bild Nr.88 Magyarpolány/Polan). Die Abkehr von den traditionellen Bekleidungen, die Ablegung geschah nicht auf einmal, sondern schrittweise. Mit der Anwendung der neuen Stoffsorten wurden die alten Formen oft unausgestaltbar. Zuerst setzten die Blusen Ärmelleibchen und die Tuhfäntchen ab und die alten Stücke endeten ihre Karriere als Nachthemd. Die traditionellen Kleiderschmtte verschwanden auch im Falle der Röcke oft gerade wegen Sparsamkeit aber genauso wurden die Festtagstücher, die Unterkleider, die alten Fußbekeidungen und die Perlen niedergelegt, einer nach dem anderen, obwohl zwiespältige Kollektionen eine Zeit lang noch existierten. Die Änderung der Lebensform kann nicht nur zur Erneuung und Bereicherung der Trachten, sondern auch zu ihrer Verarmung und ihrem Absterben führen, wie es auch geschah. Die billigeren und einfacheren Stoffe und Lösungen bewahren für längere Zeit höchstens etwas von den Charakteristika der Tragart. Die Verfolgung der deutschen Gemeinden nach dem Zweiten Weltkrieg, später das gewaltsame Abbauen der Privatwirtschaft führte zur völligen Auflösung der traditionellen Lebensform. Teil dieses Vorgangs war der Schwund der Charakteristika der Trachten der Gemeinden, sogar der völlige Schwund der traditionellen Trachten.