S. Lackovits Emőke: Viseletek öltözködési kultúra a Bakony és a Balaton- felvidék falvaiban (Veszprém, 2001)
Német nyelvű rezümé
Gegenwert des Nähens wurde mit Geld ausgeglichen, wer aber nicht zahlen konnte, der tilgte mit Arbeit. Im allgemeinen bekamen die Mädchen als sie das 16-17. Lebensjahr erfüllten all die Festkleider ihrer Eltern, die sie bis zu dem Tod ausdiente. Diese Garderobe vermehrten sie nur mit Tüchern und Alltagskleider und mit einigen Halbfestbekleidungen. Wenn man es gut bedenkt, waren die Änderungen der Mode in diesen Gemeinden nicht häufig, da eine Generation eine Tracht durch das ganze Leben trag, so daß die Bekleidungen der wichtigsten Feste unverändert blieben, zur Auffrischung imd Vermehrung der Garderobe mit einem neuen Kleidungsstück kam es nur dann, wenn ein Schicksalswechsel ihre Lebensweise bedeutend oder grundstürzend veränderte, zum Beispiel: Kriege. Mode bedeutete, wie die Kleider getragen wurden, wenn sie z.B. zum Rock ein Ärmelleibchen zogen, das mit dem Rock entweder in Farbe und Muster harmonisierte, oder völlig unterschiedlich war und zu all diesen ein verschiedenes Tuch, z.B. zum dunklen ein helles und umgekehrt. Modisch waren im allgemeinen die dunklen Farben der Großfeste und die hellen bunten Farben der Nachtage. Zugleich wurden die Bekleidungen mit dem Alter immer dunkler, die feinen, teureren Waren wurden von den einfacheren abgesetzt, was sich wirklich dem Normsystem und der Traditionen der Gemeinde anpasste. Die Bekleidung beinhaltete oft auch Kleidungsstücke, die der früheren Mode entsprachen, der Grund dafür war, daß der Besitzer mit dem Tod der Mutter oder Patentante der einzige Erbe ihrer Garderobe wurde, die sie dann auch an ihren Töchtern hinterließ. Je eine Garderobe konnte aus 25-60 Bekleidungen bestehen, wo schon alle Trachten und alle Vermährungen inbegriffen sind. Ihre Kleider schätzte einjeder. Das Waschen der alltäglichen, halbfestlichen Kleider bereiteten meistens keine Schwierigkeiten. Zum Waschen der festlichen, in erster Linie der großfestlichen Trachten kam es seltener, da ihre Pflege nach dem Waschen, sowohl die der Röcke als auch der Ärmelleibchen eine schwere Arbeit und eine viel Geschicklichkeit und Aufmerksamkeit erfordernde, lange Aufgabe war. Die festlichen Tücher wurden mit dem Gebrauch der leicht waschbaren Untertücher geschützt, verschont. Ihre Unterkleider winden mit Aschenlauge und mit Beuche gereinigt. Die Röcke wurden zusammengerollt, unten und oben zusammengebunden in den Schrank angehängt, die Ärmelleibchen aber wurden aufeinander, in die Fächer der Kommode, üue Ärmel von links und rechts aufeinandergefaltet und dann den unteren Teil auf den oberen gefaltet, gelegt. Die Tücher und Schürzen wurden immer der selben Falte entlang zusammengefaltet und wurden aufeinander auf die Regale der Schränke gelegt, mit den Hemden geschah es genauso. Die Unterröcke, die männlichen weiten Hosen Wauden gefältelt, zusammengebunden in den Schrank auf einen Nagel gehängt. Die Gewandbekleidungen kamen auf einen Kleiderbügel. Das Schönheitsideal war die Frau und das Mädchen mit breiter, runder Hüfte und mit niedergedrücktem Oberkörper. Die ganze Tracht diente die Gestaltung dieser Form mehr als ein Jahrhundert lang. Die Form der Hüfte wurde mit mehr oder weniger Unterröcken erreicht und ilu Oberkörper wurde in engen Jäckchen und Ärmelleibchen hineingepreßt, die Schlankheit ihrer Taille regulierten sie mit dem ins Innere der Tulifäntchen genähtem und dort straff gebundenem Schlußpantl. Von den eng gewordenen Kleidern konnte immer so viel ausgelassen werden, daß es hinter der alles verdeckenden Schürze nicht gesehen werden konnte.