S. Lackovits Emőke: Viseletek öltözködési kultúra a Bakony és a Balaton- felvidék falvaiban (Veszprém, 2001)

Német nyelvű rezümé

Kopf trugen sie sicherlich Hauben oder in irgendeiner Form getragene Tücher. Dieser Kleidungstyp charakterisierte auch anderswo in Europa die Frauenkleidungen, wie z. B. in den Niederlanden, wobei gemalte Kacheln und andere Gemälde sich als Quellen erweisen. Aufgrund der unterschiedlichen Quellen und Darstellungen können die wichtigsten Charakteristika der zeitgenössischen europäischen Bauernkleidungen geschildert werden, bei denen deutschen Kleidungen auch nicht als Ausnahme betrachtet werden können. Es ist allgemein bekannt, daß der Grundstoff der Kleidung im 18. Jh. das Hausleinen war, aus dem Ende des Jahrhunderts die Unterkleidung meistenteils verfertigt wurde. Neben dem Hausleinen bestand die Oberkleidung aus hausgewebtem Wollstoff und aus Tuch, zu denen am Ende des 18. Jalirhunderts die Baumwolle und der aus einer Mischung von Wolle und Flachs bestehende Barchent kamen. Von dem 19. Jh. an kann schon über eine Vielfalt an Grundstoffen gesprochen werden. Die Trachten des 18. Jahrhunderts bestanden aus wenigen Kleidungsstücken und war genauso arm an Farben. Mehr kann man darüber im Moment nicht wissen. Leider stellt uns die in Ulm unlängst eröffnete Ausstellung des Donauschwäbischen Zentralmuseums keine weiteren Informationen zur Verfugung. Von dem 19. Jh. an verfügen wir aber über mehr Angaben, außer Beschreibungen ste­hen ims auch Fotos zur Verfügung, mit deren Hilfe zahlreiche Charakterzüge der Bauerntrachten dieser Epoche zu bestimmen sind. János Jankó fotografierte im Jahre 1894 eine deutsche Familie aus Örvényes/Erwin. Dank dieser Aufnahme kann man von der zeitgenössischen, d. h. von der alltäglichen Kleidung vom Ende des 19. Jahrhunderts eine Vorstellung bekommen. Der Vater hat ein vorne mit Knöpfen versehenes Hemd mit schmalem Kragen und Ármelmanschette, eine Stoffweste mit Knöpfen vorne und eine leinene Hose mit engen Hosenbeinen an, am Fuße trägt er Stiefel. Seine Frau trägt ein einfaches, vorne mit Knöpfen versehenes Tullifäntchen ohne Kragen, hineingebunden in üire Schürze. Ihr Rock kann nicht gesehen werden, ihre Schürze ist dunkel, vielleicht aus blaugefärbtem Stoff. Auf dem Kopf trägt sie ein helles Tuch, zusammengebunden unter dem Kinn. Zwischen üinen beiden steht ihr Sohn, dessen Bekleidung mit der des Vaters identisch ist. Vor ihnen steht ein etwa sechsjähriges Mädchen, das ein Tulifäntchen und einen Rock anhat, die aber zusammengenäht sind, und davor trägt sie höchstwahrschein­lich eine Schürze aus blaugefärbtem Stoff. Neben ihr steht ein etwa vier Jahre alter Knabe, der eine knielange Hose, einen Mantel und ein Hemd anhat. Die Beine der Frau und des Mädchens sieht man nicht (Bild Nr. 45). Daraus ergibt sich, daß die Männer in dieser Zeit eine weiße, leinene Bekleidung trugen, die von János Jankó als eine Über­nahme von den Ungarn bestimmt wurde. Diese Bekleidung wurde in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zur Arbeit angezogen und im allgemeinen wurde dazu eine blaue Schürze getragen. Daneben benutzte man auch die blaue Gatya. Die hellblaue leinene Hose wurde übrigens schon Anfang des Jahrhunderts getragen, die weit gesclmitten war, aber die enge Hose der Ungarn verbreitete sich auch bei den Deutschen. Ihre Weste, d. h. mr Leibel war aus Tuch angefertigt und war länger als das der Ungarn, es reichte fast bis zur Weiche. Es wurde auch eine hinten offene, mit zwei Bändern zusammengefaßte und vorne geschlossene Weste, beziehungsweise das gestrickte, oder innere Tulifäntchen getragen, das enganliegend war und das man statt Weste oder im Winter unter dem Mantel anhatte. Ihr "Mandli", d. h. ihr Mantel war ebenfalls aus hellblauem Tuch, er war aber weiter als der der Ungarn. Die Knöpfe des Mantels waren bezogen und mit rotem Gestick. Auch dieses Kleidungsstück wurde von einem nach ungarischem Muster ange­fertigten Kleidungsstück verdrängt. Auf dem Kopf trugen sie einen runden, oben flachen Hut mit rundem Saum, am Fuß hatten sie Stiefel oder Schuhe an. 57

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