K. Palágyi Sylvia szerk.: Balácai Közlemények 2005/9. (Veszprém, 2005)
ZSIDI, PAULA: Die Änderung der Siedlungsstruktur in der Umgebung von Aquincum (Stadtgebiet von Budapest)
der heimischen Urbevölkerung in Békásmegyer, auf dem Csucs-Berg, 14 in Solymár 15 und entlang des Ördög-Tals. 16 Bislang kann nicht eindeutig entschieden werden, ob alle von diesen neuen Siedlungen für die Aussiedlung vom Limes, oder vielleicht für die Anziehung des neu ernannten Provinzsitzes geschätzt werden können. Die neueren Ausgrabungen scheinen die vorige Deutung zu unterstützen. 17 Die groß angelegten siedlungsstrukturellen Änderungen des Zeitraumes hätten die AbStreckung der Grenzen der Gebiete verschiedener Rechtsstand (territórium) und die Vermessung auf regelmäßige Einheiten der zivilen Gebiete (centuriatio) vorangehen sollen. Wann dieser Vorgang begann, können wir vorläufig nicht genau wissen, aber es ist beinahe sicher, das er bis ans Ende der Herrschaft Traians beendet war, 18 und jene Rahmen, die die Siedlungsstruktur der römerzeitlichen Siedlung und ihrer Umgebung bestimmten, sich bis zu dieser Zeit ausgebildet haben - und wie wir es sehen werden, haben sie für Jahrhunderte lang auch die späteren Einbauten bestimmt. Der Zeitraum des Munizipiums (zwischen etwa 120 und 194 n. Chr.) (Abb. 4) Die grundlegenden und festsetzenden Umrisse der Topographie von Aquincum haben sich schon bis an die Anfangsjahre der Herrschaft Hadrians entwickelt. Das Siedlungszentrum wurde zum Anfang des 2. Jahrhunderts noch nördlicher als früher gesetzt. So wurde der von der Donau und den Budauer Hügeln angebotene weite Raum ausgefüllt und diese Position hat sie bis ans Ende der Römerzeit bewahrt. Während wir mehrere rasche Änderungen in der Siedlungsstruktur innerhalb kaum eines, die römische Eroberung folgendes Jahrhunderts gesehen haben, gingen in den nachfolgenden Jahrhunderten nur kleinere Änderungen innerhalb der verschiedenen Siedlungsteilen vor. Die Zivilstadt von Aquincum erhielt während der Regierungszeit des Kaisers Hardrian den Munizipium-Rang, damit ist sie - im Großen und Ganzen das damalige Gebiet des civitas Eraviscorum - administrativ zum munizipalen Grundstück geworden. Die schriftlichen Denkmäler berichten über mehrere zivile Siedlungen auf dem Territorium. Die als vicus Vindonianus gekannte Siedlung wird nördlich von der Zivilstadt vermutet. 19 Der Ort von zwei weiteren, an den Inschriften erwähnten vici ist vorläufig unbekannt. 20 Nach der Zeit der Entstehung des Munizipiums es scheint, dass die heimische Bevölkerung teilweise in ihren dörflichen Siedlungen auf dem Territorium weiterlebt, so z.B. im Dorf am Csúcs-Berg. Doch in dieser Zeit erscheinen die aus dem munizipalen Territorium stammenden, die Beamter des Munizipiums erwähnenden Steindenkmäler. 21 Géza Alföldy hat schon 1959 in erster Reihe aufgrund der epigraphischen Denkmäler ausgeführt, dass die Villen in der Umgebung von Aquincum schon in dem Zeitraum vor den Markomaimenkriegen erscheinen. 22 Die Inschriften gedenken der Mitglieder der heimischen Aristokratie. Die aufgrund der Steinderuonäler aufgestellte Theorie wurde seitdem von weiteren archäologischen Angaben unterstütz. Letztens ist z.B. ein Gräberfeldteil neben einen Strassenstrecke auf dem Territorium zum Vorschein gekommen. 23 In dem späteren Steinpflaster der Diagonalstrasse waren die Ersatzteile eines groß angelegten Grabdenkmals