K. Palágyi Sylvia szerk.: Balácai Közlemények 2005/9. (Veszprém, 2005)

ZSIDI, PAULA: Die Änderung der Siedlungsstruktur in der Umgebung von Aquincum (Stadtgebiet von Budapest)

dieser Periode - in erster Reihe auf dem einen zentralen Platz einnehmenden Gellért­Berg und in seiner Umgebung sowie entlang des späteren Limes - war schon aus den früheren Ausgrabungen bekannt. 5 Diese wurden in dem 1973 erschienenes Werk „Budapest Története" (Das Geschichte von Budapest) von T. Nagy aufgeführt. 6 Die neuen Ausgrabungen der letzteren Zeiten 'bestätigen diese früheren Kennmisse, und zeigen einen intensiveren Besiedlung der Donauufer. 7 Es ist doch unbestreitbar, dass das Siedlungszentrum auf dem Gebiet von Budapest im Zeitraum vor der römischen Eroberung das keltische Oppidum, das den Namen ,^4c-inco" originell trug, 8 auf dem Gellért-Berg und seine Umgebung war. Es gibt bei dieser Zeit, vom Gebiet femer von der Donau, bisher nur wenige Beweise für die Siedlungen. Die Änderungen der Siedlungsstruktur mit der Erscheinung der römischen Militärlager (von Mitte des 1. Jahrhunderts n. Chr. bis 89) (Abb. 2) Die römische Eroberung erreichte die Donaulinie entlang den Diagonalstraßen und durch die Flusstäler vorangerückt etwa in der Mitte des 1. Jahrhunderts, wie es die die Forschung schon beschtätigte. 9 An den Endpunkten der Straßen und am Ende der Täler wurden die ersten Lager errichtet. Davon sind das claudische Lager in Víziváros und sein Vicus am frühesten, 10 dann folgt das Alenkastell in Obuda [Alt-Ofen] 11 und der Auxiliarlager von Albertfalva. 12 Die in der unmittelbaren Nähe der frühesten Lager in Víziváros liegenden Siedlungsspuren gehörten wahrscheinlich zu den vici der Lager. Es ist aber zugleich eindeutig - wie es auch die Qualität der Steinbauten auch bestätigt -, dass der Schwerpunkt von Aquincum nördlicher als früher errichtet wurde. Und zwar es gibt noch kein eindeutiger Beweis dafür, hat man vielleicht auch den Namen der Siedlung mit sich gebracht. Es kann noch dabei gemerkt werden, dass solange mehrere früheren Siedlungen entlang der Donau aufgehört waren (Békásmegyer, Tabán, Nagytétény). Obwohl entlang der Donau bedeutenden siedlungsstrukturellen Bewegungen durchgeführt waren, gibt es bis heute kein archäologischer Beweis auf den femer von der Donau liegenden Gebieten für die bedeutenden Änderungen. Die Verlegung einer ständigen Legion in Obuda, der Ausbau des Limes und die Ernennung Aquincums zum Provinzsitz (von 89 bis etwa 120 n. Chr.) (Abb. 3) Die nächste Peiode wird von drei wichtigen Ereignissen kennzeichnet, in Reihenfolge: die Errichtung des ständigen Legionslagers in Óbuda (um 89), der Ausbau der Limesstrecke von Aquincum und die Ernennung Aquincums zum Provinzsitz (um 106). 13 Der Ort des ersten Legionslagers in Obuda ist heute nur vermutet, die Limesstrecke wurde aber von neben den schon existierenden Legionslager befestigt. Mit dem Ausbau des Limes wurde die Dörfer der einheimischen Bevölkerung, als Siedlungsform, von der Donau verdrängt. Gleichzeitig kann eine bedeutende Siedlungsbewegung auch im Hintergrund des Limes beobachtet werden. Neben den früheren Siedlungen erscheinen die neuen Dörfer

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