K. Palágyi Sylvia szerk.: Balácai Közlemények 1997/5. (Veszprém, 1997)

HEBERT, BERNHARD: Leibenfeld bei Deutschlandsberg. Forschungsgeschichtliche Einführung - Deutschlandsberg-Leibenfeld. Kutatástörténeti bevezető

STEINKLAUBER, U.: Der spätantike Töpferofen von Hörbing bei Deutschlandsberg. Fundberichte aus Österreich 30. 1991. 175-181. (im Nahbereich des Gräberfeldes); HEBERT, B: Neufunde aus der Steiermark, Specimina nova 7. 1991. 282-283, 290. (Publikation einer Dreifußschale mit hahnentrittartigem Zeichen aus Tumulus 19 und kurze Auflistung des zugehörigen Grabinventars); HEBERT, B.: Fundberichte aus Österreich 32. 1993. 690. (Funde im Nahbereich des Gräberfeldes); STEINKLAUBER, U. et ai, Inventar der archäologi­schen Schausammlung im Burgmuseum Deutschlandsberg, 1994 (listenmäßige Erfassung der Funde aus dem Gräberfeld und Zuordnung zu einzelnen Grabhügeln); BERNHARD, A.: Fundberichte aus Österreich 33. 1944. 541-542. (Reste einer spätlatenezeitlichen [?] Grabanlage [?] im unmittelbaren Nahbereich des Gräber­feldes). 3. Überblick und Angaben zu den Personen bei TSCHERNE, W.-HEBERT, B.: Die Anfänge archäologischer Forschung in der Weststeiermark. 1. Teil: Briefe von Wenzel Radimsky an Dr. Johannes Dworschak, Zeit­schrift des Historischen Vereines für Steiermark 85. 1994. 345-356. 4. Teilweise veröffentlicht bei W. Tscherne - B. Hebert a. a. O. Weitere Unterlagen Dworschaks werden zur Pu­blikation vorbereitet. Sein Bericht über Grabungen im Hügelgräberfeld Rassach (polit. Bez. Deutschlands­berg) ist im Druck: HEBERT, B.: Neue Dokumente zur frühen Grabhügelforschung in der Weststeiermark, Mitteilungen der Archäologischen Gesellschaft Steiermark, im Druck. 5. DWORSCHAK, J. hier Anm. 2. 6. Den Mitarbeitern des Naturhistorischen Museums sei für ihre vielfältige Hilfe gedankt. 7. Bericht vom 11. Juli 1884 im Archiv der Prähistorischen Abteilung des Naturhistorischen Museums Wien. Der Text wird wird ohne Änderungen mit allen orthographischen und grammatikalischen Eigentümlichkeiten wiedergegeben. „Grabungsbericht aus dem Laßnitzthale. Nachdem über Leibenfeld u. dessen Todtenfeld {gestrichen und darunter geschrieben: Tumuli) meines Wis­sens nichts nähers bekannt ist, war es heuer meine erste Aufgabe dort die Grabungen zu beginnen. Meine An­nahme, daß diese Aufgabe eine leichte sein werde bewahrheitete sich jedoch nicht, da die Voraussetzung von der ich ausgegangen war, daß die Grabhügl dort weitest noch intakt wären, sich nicht bestätigte. Die Hügel liegen auf den Parzellen 411/2, 418/1, 419, 423, 424/1 der Catastral Gemeinde Leibenfeld u. scheint dieser ganze Complex früher unvertheiltes Gemeindeland gewesen zu sein, da die einzelnen Parzellen zeimlich regelmässig zerstückt parallel neben einander liegen u. auch jede einem andern Besitzer von Leiben­felder Hausgründen gehört. Wie schon in meinem Berichte erwähnt, lehnen sich diese Parzellen an den Eisenbahnabhang von Süden nach Norden sich ziehend. Ich begann am obern südlichen Ende mit der Grabung in der Voraussetzung, daß die dortigen Hügl, als tiefer im Walde u. an der Anhöhe gelegen sich weniger geplündert zeigen werden. Der erste Hügl I der angeschlossenen Mappenskizze auf der pare. Nr. 418/1 des Vienzenz Kiendl vlgo Morök gelegen wurde von Westen angeschnitten u. traffich bald auf Brand Kohlen Knochenschichte, selbe lag etwas höher als die äußere Sohle des Hügls ein Beweis, daß um den Hügl herum die Erde ausgehoben u. der Hügl damit aufgeschüttet wurde. Auf der Knochenschichte lagerte im Kreise ein Steinkranz von beiläufig 2 Meter innern Durchmesser aus mittelgroßen zusammengelesenen ordinären Feld- u. Bachsteinen. Gegen die Mitte des Hügls zu traffich die Knochenschichte verworfen u. in geringerer Tiefe als am Rande; ein Beweis, daß der Hügel bereits geöffnet u. des Inhalts entledigt war. Von einer Steinkiste im Inneren fand ich keine Spur, glau­be auch infolge des vorhandenen Steinkranzes keine voraussetzen zu können; wohl aber enthielt der Tumulus Gefässe, indem ich außer mehreren kleinen Gefässtrümmern den Hals einer Thonurne mit Henklspuren daran fand. Dieselbe war hübsch gearbeitet, am Rande cannelirt, aus feinem Thon, grauer Farbe mit bläulichem Bru­che u. ziemlich dünn. Die übrigen Scherben zeigten ähnliche Qualität, stammten daher sämtlich jedenfalls aus der spätem vorrömischen oder aus der römischen Zeitepoche. Der Hügl hatte einen Durchmesser von 5 Meter an der Sohle bei einer Höhe von 1.5 m. Ich schnitt in der Nähe desselben in eine junge Buche zur Orientierung ein I ein. Der Hügel lag im Jungmais u. befand sich auf demselben ein alter Wurzelstok. Gerade unterhalb des ersten Hügls ganz in der Nähe desselben ligt der zweite vor mit geöffnete Hügel II der Skizze. In demselben fand ich gar nichts, weder Brand noch Kohle noch Knochenschichte oder Thonscherben. Derselbe war zeimlich gleich groß, wie der vorige u. liegt ebenfalls noch auf der parcelle Nr. 418/1. Von Süden nach Norden imer vorschreitend eröffnete ich den dritten Hügl auf der parcelle Nr. 419 des Johann Kiendl vlgo Wilf der Cat. Gem. Leibenfeld und zwar in deren Mitte. Derselbe, Nr. III war bereits an der östli­chen Seite angeschnitten, daher ich in der Hoffnung wenigstens Brandschichte zu finden, ihn auf entgegenge­setzter Seite von Westen aus öffnete u. zwischen zwei großen auf ihm stehenden Bäumen mit dem Einschnitte durchfahrend den ganzen Hügl durchschnitt, indem die großen Wurzläste der Bäume untergraben wurden um selbe nicht zu beschädigen. Ich fand jedoch auch in diesem Hügl gar nichts; weder Brand noch Kohle noch Knochen. Der Durchmesser des Hügls beträgt bei 9 Meter bei einer Höhe von höchstens einem Meter.

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