K. Palágyi Sylvia szerk.: Balácai Közlemények 1997/5. (Veszprém, 1997)
MIKL CURK, IVA: Grabhügel im Stadtgebiet Poetovios und römische Raumnützung - Római halomsírok Poetovio területén; római területfelhasználás
Fundstellen zu lozieren pflegt, genau unter die Lupe, wird es klar, daß er, Bewohner von Hajdina, genau weiß, worüber er spricht, wenn er die Grabhügel bei der Kirche von Hajdina erwähnt. Die große gothische Kirche von Hajdina ist ja auch ein weit sichtbares Merkmal im Gelände und von der ersterwähnten Flur gomile so weit entfernt, daß es sich tatsächlich um eine andere Angabe handeln muß. Sarias Datierung in die Vorgeschichte ist auch hier durchaus möglich, westlich im Draufeld und am Fuße von Pohorje gibt es ja umfangreiche eisenzeitliche Hügelgräberfelder, doch scheint seine Vermutung nicht eindeutig zu sein und die Grabhügel sind schon vor seiner Zeit entfernt worden. Auch die Datierung in die Römerzeit wäre noch möglich: Bei der Kirche sind nämlich auch römische Kleinfunde und Gräber geborgen worden, dagegen sind die römerzeitlichen Steinelemente im markanten Bau sekundär verwendet gewesen und ihre ursprüngliche Lage ungewiß. 9 Über diese Stelle wird hier auch deswegen gesprochen, da sie sich an einer der, wie wir es später noch zu sehen bekommen werden, seit Altertum her wegleitenden und für die innere Organisation des Stadtareales entscheidenden Flußterrassen befindet. 3- Im Südosten von der Kirche in Zgornja Hajdina, beschreiben wir die Tatsachen nacheinander dem Rand des größten Umfanges der römischen Stadt folgend, befindet sich der sogenannte Rochus-Hügel, ein weiteres sieht- und geländebezeichnendes Merkmal. Der sagenumwobene Hügel („Attilagrab") trägt die barocke Kirche des hl. Rochus und war die Stelle des Pestfriedhofes. Nach der Logik des umgelagerten Geländes war er beträchtlich künstlich aufgeschüttet. Saria berichtet 10 , daß die Grabungen Hallstattscherben zu Tage gefördert haben, daß sich in der Nähe römische Gräber befinden, „doch scheint es, daß der Hügel künstlich aufgeschüttet worden ist, wobei die Gräber zerstört worden sind". Ich meine jedoch, man soll für unsere Analyse auch die Möglichkeit offen lassen, es handelt sich um einen Grabhügel, welcher durch die Aufschüttung der Pestgräber und der Kirchenfundamente vergrößert war. Gegen Süden von diesem Gebilde führt eine Gräberstraße, wo auch sehr frühe Gräber entdeckt worden sind, und östlich und nördlich gibt es dagegen römische Bauspuren." Der Rochushügel befindet sich also an einer Kreuzung der Richtungen und Wege, welche spätestens zur Römerzeit raumnutzungsbildend gewesen sind. 4- Eine, zwar nicht das enge Stadtgebiet Poetovios betreffende, aber für das Verständnis unserer Ausführungen brauchbare Angabe aus der hier öfters verwendeten Quelle 12 , soll zuletzt erwähnt werden, und zwar die Angabe, daß sich in den Wäldern bei Apace, südlich der Stadt, aber noch immer an derselben Flußterrasse am Rande der Ebene, Hügelbräber befinden. Auch die sind heute verschollen, man weiß nichts über ihr Alter. Doch sie werden hier erwähnt, weil diese Position, obzwar sehr ungenau angegeben, möglich eine Lücke in der Reihe der regelmäßig untereinander entfernten Hügelgräbergruppen entlang des Flußterrassenrandes am Ostrand von Dravsko polje, also in der Reihe von Dogose 13 , Miklavz 14 , Loka 15 , Starse? 16 , bis Trzec 17 zu füllen vermöchte. (Abb. 2) b) Amphoren im Grabhügel, weiter zur Datierung Der Charakter der Angabe, daß im gegrabenen Grabhügel von Hajdina (oben 1) drei Amphoren beobachtet worden sind, war schon diskutiert. Hier sollen wir weiter von der Annahme ausgehen, daß Franz Ferk den Tatsachenbestand genau aufgenommen hat. Dann hätte Vnuk, möglich auch in einer späteren Störung der ursprünglichen Bestattung, am ehesten einen Fund aus der frühen Kaiserzeit, also aus dem ausgehenden 1. und frühen 2. Jhdt. geborgen. Die spitzkonische Amphore wäre nämlich ein enger datierendes Merkmal. 18 Amphoren haben aber in römischen Gräbern gewöhnlich eine spezifische Rolle, sie werden zum Aschenbeh alter oder (abgebrochen oder abgeschnitten) zur Grababdeckung verwendet. In den modern ausgegrabenen Brandgräbern von Emona 19 würde man nur in höchstens 5 Fäl-