K. Palágyi Sylvia szerk.: Balácai Közlemények 1996/4. (Veszprém, 1996)
ERTEL, CHRISTINE: Altar- und Architekturfragmente vom Tumulusgrab bei Baláca - A balácai halomsír építészeti elgondolása
sind. Schwierigkeiten bereiten die Inschriften 1, 3, 5 und 6 aus dem Nordbereich, denen nur drei aufgrund der Profile rekonstruierte Objekte gegenüberstehen, der Altar I/Exemplar 1 und die Exemplare 2 und 3 der Sockeldenkmäler vom Profiltyp I. Die Inschriften 4, 5 und 9 sind mit einem Anteil von 50% und mehr verstreuten Fragmenten erschlossen. In diesem Fall fragt sich, ob es überhaupt sinnvoll ist, über die Identifizierung und Lokalisierung der Objekte zu diskutieren. 3.4 Aufstellung der Altarnachahmung IV Die Fragmente des Altars IV wurden im Westen des Tumulus gefunden: in Q 10 sechs Fragmente, Q 60 drei Fragmente, Q 70 ein Fragment, verstreute Stücke kommen aus Q 35, Q 37/38 und Q 89 (je einmal). Da Q 10 den Tumulus nicht anschneidet, ist die Aufstellung des Altars im Bereich der Flächen Q 9, Q 60 oder Q 70 anzunehmen, am ehesten aber in Q 9. 3.5 Aufstellung der Altäre V und VI Als Fundorte der Fragmente des Altars V werden genannt: Q 93, Q 95 und Q 96 mehrmals, Q 29, Q 37, Q 82, Q 89/98, Q 92 je einmal. Die Angaben ergeben einen Aufstellungsort im Bereich des bzw. rechts vom Dromoseingang (Q 93, drei Fragmente, Q 82, ein Fragment). Insgesamt häufiger sind jedoch die Fundorte links vom Dromoseingang (acht Fragmente). Die Fragmente des Altars VI zeigen sehr einheitliche Fundortangaben: einmal Q 103, zweimal Q 103/104 und achtmal Q 104, dazu ein verstreutes Stück aus Q 65. Mit dem Fundort 104 ist eine deutliche Distanz vom Tambour gegeben. Der Altar V stand also im Bereich rechts oder links des Dromoseingangs, der Altar VI links vom Dromoseingang, aber vom Tambour abgerückt. Da die Positionen unmittelbar neben dem Dromoseingang bzw. entlang des Tambours von den Altären II/III eingenommen wurden, von denen sich die Altäre V und VI formal stark unterscheiden, ist eher anzunehmen, daß auch der Altar V nicht an der Tambourmauer stand. Für die Aufstellung von freiplastischen Objekten eignete sich der mit einem Estrichboden ausgestattete Vorplatz vor dem Dromoseingang. Hier wurde vielleicht zunächst der Altar V und etwas später der Altar VI aufgestellt. Streng nach den Fundorten zu urteilen, müßten die Altäre V und VI hintereinander links vom Dromoseingang gestanden haben. In Analogie zu der vorgegebenen Flankierung des Dromoseingangs durch die Altäre II und III und der nicht ganz eindeutigen Position von Sockel V könnte man auch an eine Aufstellung parallel zur Tumulusfassade denken, der Altar V rechts und der Altar VI links der Dromosachse. Auch der angenommene zeitliche Abstand der Sockel zueinander würde diese Aufstellung zulassen. In dieser Funktion scheint sich eher die parallele Anordnung mit Blickrichtung der Porträts zur Villa anzubieten. Im Falle einer anderen Orientierung (z. B. zueinander bzw. zum Weg Villa - Tumulus orientiert) hätten die weniger attraktiven Seitenansichten der Medaillons die Fassadenwirkung der Tumulus-Architektur gestört, auf diese Weise aber bereichert. 3.6 Zuordnung des Profils VII Als Fundorte der Fragmente werden genannt: Q 94, Q 95 und Q 51 (zweimal). Q 94 und 95 stimmen mit dem Fundbereich des Altars V überein und könnten die in 1.8 vorgeschlagene Zuordnung des Profils VII zu den Altären V und VI unterstützen. Q 51 liegt allerdings im Osten des Tumulus, wo sich auch keine andere Möglichkeit der Zuordnung der beiden Fragmente ergibt. Es kann sich daher dort nur um verstreute Stücke handeln.