K. Palágyi Sylvia szerk.: Balácai Közlemények 1996/4. (Veszprém, 1996)

ERTEL, CHRISTINE: Altar- und Architekturfragmente vom Tumulusgrab bei Baláca - A balácai halomsír építészeti elgondolása

Kerbe und einer hohen Simawelle. Diese Komposition unterscheidet sich deutlich von den Altären des 2. Jhs., denn es besteht ein formales Mißverhältnis zwischen den kleinteiligen, unorthodoxen Profilierungen der einen und dem hohen Leerraum der zweiten Profilhälfte. An Datierungen werden also genannt: 1. Jh. einmal: Carnuntum, IOM von Rubrius Martialis: Mitte bzw. Ende des 1. Jhs. 2. Jh. siebenmal: Celeia, IOM von Q. Crescentius Marcellus: 100-160; Carnuntum, OB HONOREM AUGURATUS von T. Flavius Probus: 1. 9. 178; Aquincum IOM: 2. Jh.; Aquincum, Mithräum, SOLI INVICTO: 178-182; MNM FORTUNÁÉ AUGUSTAE: 11.9. 193; MNM PRO SALUTE AUGUSTI - nach 194; Savaria, NEMESI: Ende 2. Jh. 3. Jh. neunmal: Aquincum, Mithräum, SOLI INVICTO: 200-202; Carnuntum, Weihe­stein der pannonischen Legionen für Caracalla: 212; Aquincum, SILVANO: Anfang 3. Jh.; Aquincum, INVICTO DEO von Aurelius Filander: Anfang 3. Jh.; MNM, GENIO COM­MERCI von Primitivus Iulius Proclius: Anfang 3. Jh.; Esztergom, Altar des Aurelius Re­spectus: 230; MNM, FORTUNÁÉ SALUT ARI von P. Clodius Severus: 3. Jh.; Carnuntum IOM von Cominius Aphrodisius: 3. Jh.; Novi Sad, IMP CAES P. LIC VALERIANO, 253 n. Chr. Auffällig ist die Tatsache, daß es sich bei den erwähnten Altären häufig um sehr gut gear­beitete, große und besonders repräsentative Stücke handelt, wie aus Celeia der Benefizia­rieraltar und aus Carnuntum die Altäre des T. Flavius Probus und den Weihestein der pan­nonischen Legionen für Caracalla. Eine weitere Weihung für den Kaiser Valerianus stellt der jüngste Altar der Reihe dar. Auch die Altäre aus dem Mithräum des Legionslagers von Aquincum und der Altar des decurio von Siscia in Savaria gehören in die Reihe der reprä­sentativen Stücke. Die meisten doppelt profilierten Altäre wurden von Beamten oder militä­rischen Würdenträgern gestiftet. Einfachere Stifter waren vielleicht Primitivus Iulius Procli­us und Cominius Aphrodisius. Es hat den Anschein, daß die im 2. Jh. und in der 1. Hälfte des 3. Jhs. als priviliegierte, repräsentative Form verwendete doppelte Profilierung der Altä­re im 3. Jh. vulgarisiert wird. Besonders spürbar ist dies bei dem Altar des Cominius Aphro­disius. Wie das frühe Beispiel des Rubrius Martialis aus Carnuntum zeigt, kam die Doppelform der Profilierung bereits im 1. Jh. vor. Häufiger belegt ist sie aber im 2. Jh., am genauesten in der Zeitepoche zwischen 178 und 212. Der frühestmögliche durch vergleichbare Altäre gut belegte Zeitraum für eine gängige Verwendung der Doppelprofilierung wäre demnach die zweite Hälfte bzw. das dritte Viertel des 2. Jhs. Ihre Verwendung setzt sich ins 3. Jh. hinein fort. Nach den Vergleichsbeispielen dürften die ältesten Altäre II und III vom Tumulus in­nerhalb der ersten Hälfte des von den vergleichbaren Altären gegebenen Zeitraums anzuset­zen sein, vielleicht um die Mitte des 2. Jhs. oder etwas später. Ihr Aufbau ist origineller als fast alle besprochenen Beispiele, es fällt die Vorliebe für komplizierte Profilierungen wie die Hohlkehlen und feinen Stege auf, die höchste Qualität der Ausführung erfordern. Die Krümmungen sind tadellos ausgeführt, während in späterer Zeit (ab dem 3. Jh.) Kurvenli­nien eher sparsamer verwendet werden. Rundungen zeigen dann häufig Kanten und Knicke oder werden verzogen. 1 Auch bei den beiden Altären aus Aquincum ist zu bemerken, daß nur Viertelkehlen verwendet werden, die teilweise recht steil und steif ausfallen. Der Altar VI und die Altarnachahmungen sind als spätere Produkte (Mitte bis 2. Hälfte 3. Jh.?) anzu­sprechen. Der im Beitrag Fitz gegebenen Datierung der Altäre in die Zeit zwischen dem En­de der Markomannenkriege und der Mitte des 3. Jhs. ist also zuzustimmen. Alle originalen Bestandteile der Tumulusarchitektur, das Türgesims VIII ist ebenso wie das Kranzgesims aus rotem Sandstein fügen sich in den durch die älteren Altäre gegebenen zeitlichen Rahmen gut ein. Die Gesimsprofile sind völlig korrekt geschnitten, die Wellenlei-

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