Savaria - A Vas Megyei Múzeumok értesítője 31/2. (2007) (Szombathely, 2008)
Georg TIEFENGRABER: Zum Burgenbau in der Oststeiermark. Kelet-Stájerország várépítészetéről
Weiterhin ist man in dieser Frage auf die im Detail teilweise zweifelsohne korrekturbedürftigen, insgesamt jedoch weiterhin grundlegenden Burgengrundrisssowie Baualterpläne von Werner Knapp und Adalbert Klaar aus der 1. Hälfte des vorigen Jahrhunderts angewiesen, auf die an dieser Stelle nicht weiter eingegangen werden soll (BARAVALLE und KNAPP 1936). In Kombination mit den ausführlichen historischen Untersuchungen von Robert Baravalle liegt damit nichtsdestotrotz eine beachtliche Datenbasis für künftige gezielte Detailuntersuchungen vor, die allerdings eben noch nicht begonnen wurden. Neue Forschungen Eine Ausnahme stellt hierbei die Arbeit von Markus Jeitler über die Burg Thalberg bei Dechantskirchen dar (JEITLER 2002: 59 pp.), eine der im Kern am besten erhaltenen romanischen Burganlagen der Steiermark. Wenngleich auch Jeitler keine neue detaillierte Bauaufnahme liefert, so ist doch den Beobachtungen an Baudetails (Mauerwerk, Bauplastik und Werkzeichen) Bedeutung beizumessen. Zu den frühen Bauaufnahmen von Klaar und Knapp sind in den letzten Jahren Neuaufnahmen einzelner Burgen durch Martin Aigner, sowie von Ruinen durch Gerhard Reichhalter hinzugekommen. Anzuführen ist neuerdings auch die Geländeaufnahme der bemerkenswerten abgekommenen Burg am Kuruzzenkogel bei Fehring durch Gyula Nováki und den Verf. All diese Arbeiten sind in erster Linie als Teilaspekte einer inzwischen methodisch klar umschriebenen Burgenforschung zu betrachten. Damit verbundene Postulate, wie beispielsweise die detaillierte Bauaufnahme des erhaltenen Aufgehenden oder aber archäologische Untersuchungen im Burgbereich selbst sowie in dessen Umfeld konnten bislang in keinem einzigen Fall erfüllt werden, so dass weiterhin die von historischer Seite erbrachte Datenbasis für die meisten Burgen bzw. Ruinen die momentane Grundlage der Forschung zur Beurteilung von Erbauungszeit, Ausbauphasen oder Zerstörung bietet. Eine gezielte Überprüfung dieser Eckdaten war bislang in keinem einzigen Fall einer oststeirischen Burg im Eingang definiertem Arbeitsgebiet möglich. Eine derartig konzipierte moderne Burgenforschung, die aufgrund ihrer anspruchsvollen und auch zeit-, arbeits- und schlussendlich kostenintensiven Methode wohl nur als „Teamwork" zu bewerkstelligen ist, bleibt momentan in der gesamten Steiermark weiterhin ein Wunschdenken, wobei erste Ansätze dazu beispielsweise bei den Ruinen Hauenstein bei Voitsberg in der Weststeiermark oder Steinschloß bei Neumarkt in der Obersteiermark nunmehr bemerkbar sind. Auf zwei derartige, gerade angelaufene Projekte zur Burgenforschung in der Oststeiermark soll zum Abschluss hingewiesen werden: Es handelt sich