Savaria - A Vas Megyei Múzeumok értesítője 19/1. (1990) (Szombathely, 1990)

V. Wessetzky: Die ägyptische Sammlung der Familie Gothard aus Szombathely im Musuem Savaria

60.48.57, cm 34 60.48.58, cm 35 60.48.60, 4.15 cm 36 60.48.62, 5.15 cm Die Bemalung des aus der Zeit der 21. Dynastie stammenden Uschebti-Figürchens aus Terrakotta (Abb. 12.) blieb nur in spärlichen Resten erhalten. Auch die Aufschrift ist fast vollkommen verwischt, das einleitende shd Wsjr und der Name des Osiris gewordenen Verstorbe­nen können kaum entziffert werden. Die sog. dritte Übergangszeit der ägyptischen Geschichte (9.-8. Jahrhundert (v. Chr.) wird von neun kleinen Uschebti-Statuetten ver­treten. Im untergehenden und verarmten Ägypten fanden die kleineren, aus blauer Fayence gefertigten, aber grob ausgearbeiteten Uschebti­Figürchen eine große Verbreitung, wovon auch diese zwei ähnlichen Exemplare (Abb. 13-14.) zeugen, bei denen auch die in der Hand gehal­tenen Arbeitsgeräte kaum zu sehen sind. Aus dieser Zeit stammt auch der aus sieben Stücken bestehende, einer Person angehörende Satz aus hellgrauer Fayence, (Abb 15-21.) auf dem der Name des Osiris gewordenen Verstorbenen mit grob ein­gekratzten hierogliphischen Zeichen aufgeführt ist: Wsjr Nfr jj.t Mwt. Auch die schwer entzifferbaren Schriftzeichen der in gleichen Guß­formen gefertigten Exemplare weisen auf eine schnelle Herstellung der kleinen Gegenstände hin. In die bunte Welt der Amulette der Spätzeit des alten Ägypten ge­wahren uns 27 Gegenstände der Sammlung Einblick. Eine grünliche Miniaturstatuette (Abb. 22.) bewahrt nur die Beinteile der auf dem Thron sitzenden Isis und des Kindes Harpokrates auf ihrem Schoß. Die allgemein verbreitete Darstellungsform, die ihr Kind säugende Gottes­mutter, ist eines der bedeutendsten ägyptischen Schutzsymbole, das als Amulett nicht nur aus der billigeren Terrakotta und Fayence, sondern, wie dieses Fragment beweist, auch aus Stein hergestellt wurde. Diesen Typ vertritt auch das andere Fragment (Abb. 24.), bei dem ebenfalls nur die Beinteile erhalten blieben. Auch das kleine Amulett (Abb. 23.), das Horus, den Erben des Königreichs von Osiris, mit Fal­kenkopf und der Krone Unter- und Oberägyptens darstellt, wurde aus grüngrauem Stein gemacht. Die Unterbeine fehlen. Vier Amulettäfelchen mit dem Kopf der Hathor (Abb. 25-28.) zeu­gen vom Glauben der Ägypter an die Zauberkraft der Göttin. Dem Bild­nis der die Lebensfreude, jedoch auch die Todesangst verkörpernden Hathor wurde eine schützende, zugleich regenerierende Wirkung zuge­schrieben. Davon, daß es als Amulett diente, zeugt die Tatsache, daß es am Kopfteil ein Loch zum Aufhängen hat. Zwei Amulette aus gelbgrauer Fayence (Abb. 29-30.) stellen den Gott Bes, der einen mißgestalteten Körper hatte, mit der Federkrone auf die übliche Art dar. Das furchterregende Aussehen hatte sowohl bei den 12

Next

/
Thumbnails
Contents