Savaria - A Vas Megyei Múzeumok értesítője 13-14. (1979-1980) (Szombathely, 1984)

Természettudomány - Horváth Ernő: A környei népvándorláskori temető növénymaradványai

Das biologische oder ökologische Spektrum bedeutet die prozentuelle Ver­teilung der Lebensformen in einer Flora oder in einer Pflanzengemeinschaft. In solchen Gebieten, wo die Flechten dem Aussterben entgegengehen, und wo die Assoziationen mehrenteils unbestimmbar und unvollständig geworden sind, ist die Zusammenstellung des ökologischen Spektrums äusserst schwierig. In diesem Fall stellen wir das (biologische Spektrum des Assoziationsfragments zusammen, oder man muss ein grösseres Areal zum Ausgangspunkt wählen. Diese Einheit kann die unterste: die hygroplhile, die mittlere: die mesophile Zone oder das Geäst des Baumes sein. Die hygrophile Zone bedeutet die Region des Stammes bis zu 50 cm, deren mikroklimatisohe Verhältnisse von denen der mesophilen Zone abweichen. In der hygrophilen Zone ist die Temperatur immer um einige Grad niedriger und die relative Luftfeuchtigkeit immer höher als in den Regionen darüber. Das Gesagte wird auch von meinen 1979 in der Stadt Szombathely und in ihrer Umgebung gemachten miikroklimatischen Messungen unterstützt. In urbanophiler Umgebung kommt es häufig vor, dass man das ökologische Spektrum, nur mit dieser Methode konstruieren kann. Diese Art der Bestim­mung drückt aber ebenso aus, welche Typen von Flechten sich den vorhan­denen Verhältnissen anpassen können. Die Verunreinigung der Luft zeigt in verschiedenen Punkten der Stadt ab­gestufte Werte. Deshalb muss man die verschiedentlich verschmutzte Teile ge­trennt untersuchen. iNach Beendigung der Arbeit kann man die aus verschiede­nen Teilen der Stadt stammenden Untersuchungsdaten mit Hilfe des Tests leicht vergleichen. Aus den Adaptivwerten kommt logisch die Häufigkeit der einzelnen Taxone für das untersuchte Gebiet. Bei der Wertung der Ergabnisse ist die anatomische Untersuchung der La­ger von ausschlaggebender Bedeutung. Das ist der Angelpunkt des Tests. In de­ren Rahmen .'kann man die Dicke der verschiedenen Schichten des Lagers, den Zustand der Gonidien und der ffifafäden und die Dicke der darüber liegenden Detrit^Schicht feststellen. Es hilft bei der objektiven Beurteilung, wenn man die ökologische Zonation der Epiiphyta für das untersuchte Areal fixiert. Auch die vertikale Einordnung der einzelnen Taxone kann als Anhaltspunkt bei der Bestimmung des Grades der Verunreinigung der Umwelt und bei der Beurteilung der Verteilung der toxisch wirkenden Stoffe dienen. In der Rubrik der Bemerkungen werden die Charakteristika des Standortes erwähnt, eventuell der untersuchte Taxon kurz beschrieben und selbständige ökologische Beobachtungen mitgeteilt. Eines meiner Ziele bei der Ausarbeitung des Tests war die Konzentration nicht auf das Tempo, sondern auf die Genauigkeit der Arbeit. Deshalb benach­druoke ich stärker als andere die Zusammenwirkung der ökologischen Faktoren und die anatomische Untersuchung der Lager. Ich schlage die Verwendung der beschriebenen Mehrfaktorenmethode vor. Sie kann neben der Vermehrung der flœhtenokologischen Kenntnisse auch dem wirksamen Schutz der Gesundheit des Menschen dienen. Mit den Untersuchungsergebnissan kann die Luftqualität des Gebiets mit konkreten Daten charakterisiert werden. 34

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