Savaria - A Vas Megyei Múzeumok értesítője 13-14. (1979-1980) (Szombathely, 1984)

Természettudomány - Horváth Ernő: A környei népvándorláskori temető növénymaradványai

Formung' der vollständigeren Assoziationen, was auch am Erscheinen der für die Gemeinschaften charakteristischen, aber weniger toxitoleranten Arten fest­gestellt 1 wenden kann. Den in den Städten vorherrschenden komplexen Einwirkungen entsprech­end ist es notwendig, die Untersuchungen auf Spezies- und auch auf Zönose — Ebene durchzuführen. Zur Bestimmung der Werte der Dominianz (D) ist die BRAUN-BLANQUET­Skala (1928) am brauchbarsten. Die Rubriken der bei den Aufnahmen verwendeten zcnologischen Tabelle sind: — Ort der Aufnahme — Zeitpunkt der Aufnahme ;' — Seehöhe — Phorophyton — Höhe vom Boden — Exposition — Bedeckung im Prozent der Gesamtfläche Es scheint zweckmässig zu sein, die zönologischen Aufnahmen im mehreren Regionen desselben Baumes durchzuführen; so kann man die vertikale Verteil­ung der in der Stadt und in ihrer Umgebung lebenden epiphyitischen Zönosen erfassen. Zum Zwecke der Einfachheit kann eine jede Aufnahme ein selbständi­ges Blatt erhalten ; so kann man sie nach den Untersuchungen leicht vergleichen und auswerten. Am unteren Rand des Aufnahmefolattes geben wir die Zahl der aufgenommenen Arten an. Aus der Zahl der Arten können die Resistenz und der Zustand der Assoziation festgestellt werden und auch ScMussfolgerungen auf die Umweltbedingungen gezogen werden. In den zönologischen Tabellen steht vor dem Namen der Art auch die Wudhsform, was auch auf die Anpassung hinweist. Nach der Definition van GALLÉ (1976) : „Die !— jenigen Eigenschaften der Pflanzen, die unter gegebenen Lebensbedingungen mit vorteilhaften Ei­gentümlichkeiten gepaart die Ergebnisse des Anpassungsprozesses sind, — wer­den Lebensformen oder Wudhsfiormen genannt." Mit den WuChsfoffimien hat sich MATTIGK (1951) eingehnd befasst. In seiner Abhandlung schreibt er, dass „ ... die Einwirkung des Lebensraumes bei der Herausbildung der Wuchsformen von Bedeutung ist." GALLÉ (1976) schreibt darüber folgendermassen : „Die komp­lexen Einwirkungen der Umwelt, die an einem 'bestimmten Standont herrschen, formen, wie auch andere Pflanzen-, so auch die Flechten und produzieren an ih­nen, auf der Grundlage ihres inneren Aufbaus, bestimmte Wuchsformen." MATTICK (1951) hat hervorgehoben, dass die Flechten auf die Einwirkung der ökologischen Faktoren viel empfindlicher reagieren als die ßtengelplanzen und so „... die sichersten Indikátorén der physischen und chemischen Ein­wirkungen sind." Es ist kein Zufall, dass ßtrauchfleohten is ßtädten, ja sogar am Stadtrand nur ausnalhmweise zu finden sind. Die Straaiohflechten bieten eine zu grosse Angriffsfläche für die Versöhmutzungen, und deshalb fallen sie am leichtesten der Luftverunreinigung zum Opfer. Die rindenbewohnenden Epip­hyta und die felsenbewolhnenden Taxome sind schon durch ihre Struktur viel geschützter gegen die schädigenden Eiwirkungen. In den Wuchsformen oder Lebensformen kommt also die harmonische Beziehung von Taxon und Umwelt zum Ausdruck. Auf der Grundlage der Lebensformen oder Wuchsformen kann das biolo­gische Spektrum einer gegebenen Assoziation zusammengestellt werden. 33

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