Savaria - A Vas Megyei Múzeumok értesítője 11-12. (1977-1978) (Szombathely, 1984)
Néprajz - †Bárdosi János: A felsőszölnöki szlovén füstösház
durch das nachträgliche Hineinfoauen einer Trennungswand ausgeschlossen wurde, in die an der Stelle der Labn entstandene Rauchküche. Die Frage aber, ob der Backofen des Rauchhauses nach Form, Grösse und Ausführung genauso ausgesehen hätte, möchten wir nicht eindeutig bejahend beantworten, denn es ist möglich, dass er gleichzeitig mit dem Bau der neuen Ziegelmauer umgebaut wurde. Die Ziegelwölbung des Funkenfängers und die fünfeckigen Schussöffnungen machen die völlige Erneuerung sehr wahrscheinlich, bzw. den Umbau. Die Masse der Breite, der Länge und der Höhe waren wohl auch früher die gleichen. Für die Breite sind auch die alte entfernte un die neue Trennungswand massgeblich. Der Funkenfänger oberhalb der Heizbank könnte in der Zeit des Rauchhauses noch vielleicht aus Rutengeflecht gemacht und von oben und unten mit Lehm beschmiert gewesen sein. Nach der übereinstimmenden Behauptung unseres Gewährsleute wurde der Kesselofen erst nach dem I. Weltkrieg zum Backofen gebaut. Der Vollständigkeit halber verweisen wir noch kurz auf die während des Abtragens des Wirtschaftsgebäudes gewonnenen Resultate. Dieses selbständige Gebäude hatte ursprünglich insgesamt 3 Räumlichkeiten: Stall, Vorratskammer und Holzhütte. Wir haben schon erwähnt, dass die ursprüngliche schrotendige Balkenwand zwischen Kammer und Holzhütte mit Säge entfernt und an die Kammertür geschleust wieder eingebaut worden war, um dadurch die Holzhütte zu vergrössern. Es ist zu sehen, dass die innere Umbildung mit demselben verfahren erreicht wurde wie am Wohnhaus. Die drei Räumlichkeiten des Wirtschaftsgebäudes könnten gleichzeitig mit dem Wohnhaus errichtet worden sein. Mehrere Forscher sind der Meinung, dass die Labn früher ein oben offener und von der Seite der Gredn schuppenartig geöffneter Raum zur Rauchabfuhr gewesen wäre, wo nach den Beschreibungen der ersten Jahrzehnte der 1800er Jahre noch der Drusch stattfand, und was erst später — vielleicht mit dem 18. Jahrhundert anfangend — zu einem geschlossenen Raum wurde. Dadurch, dass die Labn an der offenen Seite eine Mauer und oben den Dachraum erhalten hätte, könnte nur deren Rolle als Arbeitsraum rückgängig gemacht worden sein, nicht aber ihre Rolle bei der Rauchabfuhr und als Durchgangsraum, und sie wurde geeigneter zum Schlafen. So war es auch im Falle unseres Hauses: mit einer geschlossenen Labn von Felsőszölnök, weil man hier neben die Kammer einen zum Verrichten verschiedener wirtschaftlicher Arbeitsfunktionen geeigneten, die Rolle der Tenne spielenden von vorne offenen, unbedacthen Schuppen baute. Dieser Schuppen diente zur Aufnahme, zum Sammeln und zur vorübergehenden Aufbewahrung jeglicher Art der landwirtschaftlichen Produkte. Es sind mehrere Arten der Weiterbildung, der Modernisierung bzw. des inneren Umbaus der slowenischen Rauchhauses bekannt: 1) Der Backofen samt Heizbank des Rauchhauses wurde abgetragen, wodurch eine rauchfreie Stube mit Heizofen entstand, und die beiden früheren wurden in der Labn in der inneren Ecke an der Stube meistens genauso wie früher wiederaufgebaut. So wurde die Labn, mit der Beibehaltung der ursprünglichen Masse, zu einer Rauchküche. 2) Die Wand zwischen Rauohhaus und Labn wurde mit Säge entfernt und weggetragen, und sie wurde später auf der anderen Seite des Backofens — eventuell mit ihrer Tür — geschleust wieder aufgebaut. Man konnte aber hierher selbstverständlich auch eine neue Balkenwand oder eine neue Ziegelmauer errichten, besonders dann, wenn die abgetragenen Holzelemente von 279