Savaria - A Vas Megyei Múzeumok értesítője 11-12. (1977-1978) (Szombathely, 1984)

Néprajz - †Bárdosi János: A felsőszölnöki szlovén füstösház

schlechter Erhaltung waren, oder aber wenn man sie zu einem anderen Zweck verwenden wollte, wie es auch bei uns zu sehen war. Durch dieses Verfahren des Ausschliessens blieb zwar der Backofen mit Heizbank am ursprünglichen Ort, er wurde aber nunmehr zur Feueranlage der aus der Labn gemachten Rauchküche, woher auch der Heizofen der rauchfreien Stube zu beheizen war. Im diesem Fall hat sich die Rauchküche zu Kosten der aus dem Rauchihaus gemachten Stube vergrössert. Das Abtragen des hier beschriebenen Hauses aus Felsőszölnök bietet für diese Methode überzeugendes Beweismaterial, obwohl die entfernte Trennungswand' in unserem Fall izur Herausbildung und Abtren­nung eines auch zum Schlafen geeigneten Kämmerleins von der Labn ver­wendet wurde. Hier wurde also nicht nur die aus dem früheren Rauchhaus gemachte Stube an der einen Seite kleiner gemacht, sondern auch die Lage­verhältnisse der aus der Labn gemachten Rauchlküche wurden verändert. Bei der letzteren kam es zu keinen massartigen Abweichungen, weil etwa soviel dazugenommen wie für das Kämmerlein vom Rauchhaus weggenommen wor­den war. 3) Es kam auch vor, dass die Trennungswand zwischen Rauchhaus und Labn überhaupt nicht — oder nur teilweise — abgetragen wurde, um aber eine rauchfreie Stube zu erhalten, hatte man an die andere Seite des Backofens eine neue Wand erbaut. Falls an der alten Trennungswand auch die Türöffnung belassen blieb, hat man zwischen der Stube und der Labn — mit einem heutigen Wort — nur eine kochnischenartige Rauchküche erhalten. Bei dieser selteneren — beinahe vorübergehend vorkommenden — Lösung verkleinerte sich, gemes­sen an dem Rauchhaus, nur die neue Stube, aber die Masse der Labn blieben die gleichen, weil sie die früheren Funktionen auch weiterbin verrichtete. In der Mehrheit der Fälle wurden jedoch die Tür der alten Trennungswand und deren Teil an Grednseite entfernt, wodurch man an der Stelle der ehemaligen Labn eine Rauchküche mit einem gemeinsamen Luftraum erhielt. Im letzteren Fall erfüllte der erhalten gebliebene Wandteil nur noch eine luftrichtende Rolle, und er wurde im Falle einer Balkenwand durch einen Nagelzapfen abgeschlos­sen. Hier wurde die an der Stelle des Rauchhauses entstandene Stube kleiner und die aus der Labn gemachte Rauchküche grösser. 4) Infolge des österreichisch-steirischen Einflusses müssen wir in diesem Raum auhc mit der Formation rechnen, wo in der aus dem Rauchhaus gemachten Stube — ohne die Entfernung der ursprünglichen Trennungswand j — der Backofen so errichtet worden war, dass sich dessen Heizöffnung und Fuerbank in der Labn bzw. in der Rauchküche befanden, wodurch die Masse der ursprünglichen Räumlichkeiten unverändert Miében. In diesem Fall diente der Backofen auch zur Heizung der Stube, aber gekocht, gebraten und gebacken wurde in der Rauchküche bzw. von der Raucküche her. In der Entwicklung dieser Rauchküchen mit Heizbank und Imit dem Backofen im Zimmer erschien als nächster Schritt, dass der gemeinsame Luftraum durch eine mit einer Tür versehene Trennungswand zweigeteilt wurde, wodurch der übriggebliebene Vorraum und die Küche entstanden. Diese nunmehr verkleinerte Labn diente zum Eintreten und zum Durchgehen, da man von hier nicht nur die Küche betrat, sondern weiterhin auch das Zimmer und die Kammer. Hier entspricht die Grösse des Zimmers der des Rauchhauses, während durch die durch eine Trennungswand durchgeführte funktionsmässige Gliederung die Rauchküche etwa um 1/3 kleiner ist als die ursprüngliche Labn. » Die Zweiteilung zur Rauchküche erfolgte vor allem in den bedeutend höher entwickelten Flachlandsiedlungen. Dieser Grundriss ist hier heute noch vielfach 280

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