Savaria - A Vas Megyei Múzeumok értesítője 11-12. (1977-1978) (Szombathely, 1984)
Régészet - Medgyes Magdolna: Leletmentések Savaria É-i temetőjében (1970–75)
SAVAMA 11—12. KÖTET A VAS MEGYEI MUZEUMOK ÉRTESÍTŐJE 1977—78 DAS VERWENDEN DER MIT AERO- UND TERRESTRISCHEN PHOTOGRAMMETRISCHEN VERFAHREN GEMACHTEN, GROSSKALIBRIG DIMENSIONIERTEN KARTEN ZUR DOKUMENTIERUNG VON ARCHÄOLOGISCHEN AUSGRABUNGEN 1 BALÁZS ERDÉLYI—LÁSZLÓ KISS PAPP Heutzutage nimmt das Interesse für Leben, Kunst und Gesellschaften längstvergangener Zeiten in dem Masse zu, wie noch nie. Die Archäologie, jener Wissenschaftszweig, der sich mit diesen Kragen- beschäftigt, legte — auf Wirkung der gesellschaftlichen Umwälzungen, und sich den gesellschaftlichen Anforderungen anpassend — bereits einen mächtigen Weg zurück, bis sie sich aus der Amateurtätigkeit zu einer wahren geschichtlichen Wissenschaft entwickelte. 2 Die Zielsetzung der Archäologie ist, alle sich in Gegenständen manifestierenden Erscheinungen zu erfassen und in ihren Zusammenhängen zu deuten. 3 Um dieses Ziel erreichen zu können, ist es eine unumgängliche Voraussetzung, die Methoden der Terrainarbeitt stets exakter zu gestalten, zu modernisieren und zu beschleunigen, da neben der Notwendigkeit der Rettung der sich in immer grösserem Masse vernichtenden primären (sich unter der Erde befindenden) archäologischen Quellen auch das Tempo der Anhäufung von weiteren grundlegenden Informationen steigt. Diese Informationsexplosion machte es notwendig, bei den archäologischen Freilegungen die modernsten naturwissenschaftlichen Forschungsmethoden anzuwenden. Die vollwertige Dokumentation der gegenständlichen Funde sowie der Beobachtungen während der Ausgrabungen bilden gemeinsam die Basis der modernen archäologischen Bearbeitungstätigkeit. 4 Das Suchen nach neuen Methoden der Zeichnungs- und Photodokumentation und ihre Ausarbeitung sind drängende Aufgaben, um die Geländearbeit beschleunigen und präzisieren zu können. In der Anwendung der Aero- und terrestrischen Photogramimetrie stecken grosse Möglichkeiten, da die räumliche Festsetzung der Ausgrabungsergebnisse ein gfundlegendes Erfordernis ist. Die Einführung der photogrammetrischen Messbilder hat noch einen grossen Vorteil gegenüber der traditionellen Zeichnungsmethode. Das Photo ist von grosser Bedeutung auf dem Gebiet der Dokumentierung, der Archivierung, weil es gegenüber der Zeichnung über einen grundlegenden Vorteil verfügt. In seinem Zustandekommen wird keinerlei Selektion geltend, da es Ergebnis eines regelrechiten physikalischen Prozesses ist. Bei der Zeichnung ist dagegen eine gewisse Selektion durchaus notwendig, selbst wenn die feinste Detailwiedergabe erstrebt wird. Und infolge der Selektion können der Aufmerksamkeit des Zeichners wichtige Erscheinungen entgehen, die nie mehr rekonstruiert werden können. Das Photo, und besonders das Messbild, dessen Inhalt man messen kann, ist also von unschätzbarem wissenschaftlichem 211