Savaria - A Vas Megyei Múzeumok értesítője 11-12. (1977-1978) (Szombathely, 1984)

Régészet - Medgyes Magdolna: Leletmentések Savaria É-i temetőjében (1970–75)

Weit, trotzdem, dass es an und für sich eine wertlose Anhäufung von Daten ist. Es enthält aber objektive Fakten. 5 Die aero- und terrestrische Aufnahme kann gleichermassen zu Kartographischen,- Zeichnungs- und Interpretierungsz­wecken verwendet werden. 6 Die nachträgliche Interpretierung des archivierten Photomaterials ermöglicht die Überprüfung der lokalen Ausgrabungsbeobach­tungen, ausserdem das Gewahren, sowie ein nachträgliches Dokumentieren und Kartieren von eventuell ausser Acht gelassenen Erscheinungen. Darüber hinaus ist es ein grosser Vorteil, dass die Photoaufnahme in relativ kurzer Zeit gemacht werden kann, und dadurch hindert sie die Kontinuität der Forschungsarbeit weniger als die Zeichnung. Trotz alledem ist festzustellen, dass die Zeichnung, durch das Photo nicht ganz und gar ersetz werden kann. Eine Skizzenzeichnung, die der freilegende Archäologe an Ort und 1 Stelle macht, und auf der er die beobachteten Erscheinungen festsetzt, ist erforderlich. Die Skizze kann auch solche Fakten enthalten, die gar nicht sichtbar sind, nur im Laufe der Arbeit auf technischem Weg wahrgenommen, betastet werden können, so z.B. die während der Aufbereitung, der Präparierung erfahrbaren Trennlinien, Härteunterschiede usw. Eine Zeichnung solcher Art leistet bei der Interpretierung der Photos Hilfe, und auf Grund dessen wird aus dem Messbild die Zeichnungsdokumen­tation verfertigt. Auch in den Vorschriften, die die Ausgrabungstätigkeit regeln, werden die Zeichnungen als Beilagen zum Ausgrabungstagebuch vorgeschrie­ben. Die Ausgrabungszeichnungen teilen wir in zwei grosse Gruppen, und machen einen Unterschied, ob die Erscheinungen und Funde auf eine hori­zontale oder vertikale Bildebene projektiert werden. Der ersteren Gruppe gehören die Kartenskizze, Messkizze, die Karten mit Schichtlinien und Quad­ratnetz, die Lagepläne, Detailzeichnungen und Grabzeichnungen an; die zweite Gruppe bilden die Sohnittskizzen (Profile), die über Gelände, Gebäude und Abschnitte gemachten Querschnitte, sowie die Horizontskizzen (Schichtskizzen). Dagegen ist bei den photogrammetrischen Aufnahmen die Grundlage zur Gruppierung ob sie mit aero- oder terrestrischer photogrammetrischer Methode gemacht wurden. Mit aerophotogrammetrischer Methode können die gross­dimensionierten Karten, Kartenskizzen sowie die Geländequersohnitte gemacht werden, mit terrestrischer Methode der übrige Teil der Dokumentation. Im weiteren behandeln wir auf dieser Grund dieser Aufteilung die anwendbare Methoden. Die in entsprechender Massproportion gemachte Abbildung der archäologi­schen Freilegungen ist ein unerlässliches Erfordernis. Bei den meisten Ausgra­bungen und besonders bei den Planausgrabungen können wir eine Karte des Ausgrabungsgeländes mit Schichtlinie nicht entbehren. Deshalb müssen zur Verfertigung von stets präzisen und á jouren Karten neue, zeitgemässe und wirksame Technologien eingeführt werden. Dazu können die Methoden der Aerophogrammetrie verwendet werden. Wir haltén es für ein wichtiges Er­fordernis, dass der Archäologe die Karte der Umgebung der Ausgrabung be­reits in der Hand haben soll, wann er sich auf den Schauplatz begibt. Dies bedeutet, dass die Vermessung des ausgewählten Terrains vor dem Beginnen der Ausrabung vollzogen werden muss. Auf einem im voraus vermessenen Gelände kann jede Erscheinung vom ersten Spatenstich an sofort festgesetzt werden. .Die grundlegenden Anforderungen sind ähnlich, mit welcher Zielsetzung auch die Karte verfertigt wird. Die erste Anforderung ist die Zuverlässigkeit 212

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