Savaria - A Vas Megyei Múzeumok értesítője 7-8. (1973-1974) (Szombathely, 1979)

Természettudomány - Schmidt Egon: Adatok Vas megye kisemlősfaunájához baglyok táplálékvizsgálata alapján

cher, wenn man einige Typen nur von Depotfunden ausgehend datieren muß, bzw. Kreuzdatie­rungen zu Hilfe rufen muß, wie dies in den meisten Fällen bei Schwertern und Bronzegefaßen der Fall ist, die in Grabfunden selten vorkommen. Die Messer mit einfachem Griffdorn sind offen­bar älter als jene mit einem wulstförmigen Ring am Griffdorn, doch können auch noch mit die­sen Mohnkopfnadeln und andere Bronzen vorkommen. Es sei z. B. an die „Grabreste" von Pott­schach (N:Ö.) erinnert, wo beide Messertypen vertreten sind und auch Mohnkopfnadel und ein halbmondförmiges Rasiermesser. 37 Die Verbreitungskarte der halbmondförmigen Rasiermesser „nördlich der Alpen" hat H. Kerchler zusammengestellt. Ihr waren aus dem Karpatenbecken folgende Stücke bekannt: Piliny, Fund III vom Ság-Berg, Blatnica, Eisenstadt. 38 Dieser Liste kann man weitere anschließen. 39 Eine gute Übersicht der einschneidigen Rasiermesser Typ Herrenbaumgarten verdanken wir A. Jockenhövel. 40 Den Fund III von Ság-Berg und den von Herrenbaumgarten 41 datiert er in „eine jüngere Zeitstufe... die zwischen dem Horizont der buckelverzierten Kirkendurp-Jenisovice-Tassen und dem Horizont der entwickelten Kreuzattaschenkessel steht". Er datiert beide Funde in die Rohod-Szentes-Stufe, die unserem Hajdúböszörmény-Horizont entspricht. Es darf aber nicht außer Acht gelassen werden, daß die Kreuzattaschenkessel und die Kirkendurp-Tassen in Fun­den wie Hajdúböszörmény und Szentes (Kom. Csongrád) zusammen liegen, und zum Fund von Szentes außerdem auch oberständige Lappenbeile, ähnlich verzierte Armbänder wie in den Ság­Berg-Funden, ferner Sicheln mit breiter Klinge gehören. 42 Diese Fundassoziation, nämlich ober­ständige Lappenbeile. Armbänder und Kirkendurp-Tassen wird auch durch den Fund II von Velem bestätigt. 43 Das bedeutet also, daß die Kirkendrup-Tassen und die Kreuzattaschenkessel denselben Horizont repräsentieren. Aber auch andere Synchronismen lassen sich nachweisen, da das Griffzungenschwert des Fundes II vom Ság-Berg sein ähnlichstes Vergleichsstück im Fund von Hajdúböszörmény hat und zu diesem Funde gehören ebenfalls Kreuzattaschenkessel, ferner auch eine Kirkendrup-Tasse. 44 Wichtige chronologische Indikatoren sind die vielen Armbänder mit Linienstreifen, diesen sich anschließenden Strichelchen. Dieses Muster hat verhältnismäßig wenig Kombinationen (Abb. 5, 1—3). Solche Armbänder gehören zu den Funden II, III, 45 IV und V. Sie hatten eine sehr weite Verbreitung. Typologisch kommen zweierlei Varianten vor, nämlich schaukeiförmige und einfache ovale mit mehr oder weniger geöffneten Enden. Sie scheinen in den Depotfunden der südöstlichen Gebiete Transdanubiens zu fehlen, kommen aber in den westlichen Grenzgebie­ten, so am Ság-Berg und in Velem in größerer Anzahl vor, auch in den erwähnten Gräbern von Somlyó und gelegentlich auch in Depotfunden Nordostungarns. Das Verbreitungsgebiet dieser Armbänder ist eher Süddeutschland, Österreich. Varianten dieser Muster bei aller Einheitlich­keit der Stilrichtung sind auch aus Depotfunden südlich der Drau zu nennen, z. B. im Depot von Kapelna (Kroatien). 46 Ähnliche Armbänder befinden sich auch unter den unveröffentlichten Streufunden des Ság-Berges 47 im Fund II von Velem-Szentvid und von dieser Fundstelle sind auch „Streufunde" vorhanden. 48 Die Typenasszoziation dieser Armbänder erfahrt auch durch andere Funde eine Bestätigung: oberständige Lappenbeile und Sicheln mit breiter Klinge gesel­len sich zu diesen z. B. in den Funden von Herrenbaumgarten (N. —Ö) und Karlstein (Ober­bayern), 49 ferner sind sie zusammen mit winzigen Nägelchen, kleinen Ringen, Mohnkopfnadeln in den bereits erwähnten Gräbern von Somlyó. Verschiedene Kreuzdatierungen mit Hilfe der Kirkendurp-Tassen, wie sie u. a. auch in Fun­den wie Hajdúböszörmény, Egyek-Kendertag (Kom. Hajdú-Bihar), Szentes-Nagyhegy vorkom­men, 50 ermöglichen den Anschluß der Funde vom Ság-Berg an den Horizont von Hajdúbö­szörmény, 51 deren Depotfunde allerdings in Nordostungarn häufig eine andere Zusammenstel­lung zeigen wie die westungarischen : z. B. Bronzefund II vom Ság-Berg oder Fund II von Velem. M. Novotná unterscheidet drei Varianten der Kirkendrup-Tassen. Sie erkannte richtig, daß nicht alle Formen des Karpatenbeckens dem westlichen (böhmischen, süddeutsch-österreichi­92

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