Savaria - A Vas Megyei Múzeumok értesítője 7-8. (1973-1974) (Szombathely, 1979)
Természettudomány - Schmidt Egon: Adatok Vas megye kisemlősfaunájához baglyok táplálékvizsgálata alapján
sehen) typologischen Schema angegliedert werden können, und sie konstatiert eine „Eigenständigkeit und Unabhängigkeit des Ausdrucks." 52 Es seien auch einige Bemerkungen zur Datierung des Diadems und der Scheibe des Fundes II (Taf. 8, 1—2), beide aus sehr dünnem Goldblech, gemacht. Die nächsten Vergleichsstücke enthält der Goldfund von Velem-Szentvid. 53 Seine Datierung ist nicht einfach, da er keine Beifunde aus Bronze enthält. Einen anderen ungarischen Fund, den von Felsőzsid, heute Várvölgy (Kom. Veszprém), hatte man, wie neuestens bekannt geworden ist, zusammen mit fünf Bronzegegenständen gefunden ; 54 heute sind nur zwei erhalten, nämlich ein Tüllenmeißel und ein Tüllenbeil mit dreifachen, pseudolappenförmigen Rippen. Das Tüllenbeil von Várvölgy-Felsőzsid ist dem des Fundes V vom Ság-Berg ähnlich (Taf. 13,1), und der damit gefundene Meißel mit einer Einengung unter der Tülle ist ebenfalls ein jüngerer Typus. 55 Die Goldgegenstände des Fundes zeigen aber eine Verwandschaft mit der Kunst der Posamenterieornamentik, wie sie besonders aus Kurd-Funden bekannt ist, oder auch aus Fund I von Velem. 56 Es wäre auch der Fund von Rothengrub an der Schneebergbahn (N. —Ö.) zu nennen. 57 Schließlich verweisen wir auf die beiden Goldscheiben und eine teilweise tordierte Goldspirale von Óbuda (?) bei Budapest. 58 Ferner sind aus Westungarn ohne nähere Fundortsangabe die Bruchstücke eines ähnlichen Golddiadems, wie das vom Ság-Berg, und zwei Goldspiralen, etwa jener von Óbuda (?) ähnlich, bekannt. Aus Deutschland, bzw. aus Böhmen seien noch die Goldscheiben von Worms und das Golddiadem von Paseka erwähnt. 59 Hinsichtlich der Zusammensetzung, auch chronologisch, sind die Beigaben eines Urnengrabes von Mühlau (Nordtirol) sehr wichtig. Es wurden im Grab u. a. eine Riesenurne (H:67,7 cm), eine Säulchenurne, verschiedene Gefäße und Bruchstücke von solchen, eine ähnliche Goldscheibe wie die von Velem-Szentvid, dünne Goldspiralen (m. E. vom Rahmen der Goldscheibe), eine Peschierafibel mit tordiertem Bügel, ein Gürtelhaken, zwei Vasenkopfnadeln mit quergeripptem Hals und Furchung der Kugel, dunkelblaue Glasperlen entdeckt. G. von Merhart datierte das Grab in den Schlußabschnitt der reinen Bronzezeit. Die Fibel verglich er mit solchen von Peschiera und dem Gräberfeld von Pianello. Nach der italischen Chronologie setzte er das Grab in die Zeit der „ausklingenden Terramare-Kultur ... und Übergangsstufe der älteren Gruppe vom Timmari-Pianello." Übertragen auf die ungarische Chronologie entspricht dies der Kurd-Zeit. Tatsächlich liegen in mehreren ungarischen Depotfunden ähnliche Gegenstände wie die des Grabes von Mühlau. 60 Wie wir gesehen haben, gehören zum Goldfund von Várvölgy-Felsőzsid und zum Fund V vom Ság-Berg je ein ähnliches Beil mit Pseudolappen, und dieser letztere Fund ist mit dem Fund II, d. h. mit dem Golddiadem und der Goldscheibe gleichzeitig. Die chronologischen Schwierigkeiten können vielleicht folgendermaßen überbrückt werden. Die mit der Kunst der Posamenteriefibeln eng verwandten, zusammengerollten Halsringe und die wahrscheinlich ebenfalls älteren Goldscheiben von Várvölgy-Felsőzsid sind um die Zeit des Kurd-Horizontes, bzw. des Fundes I von Velem hergestellt worden. Die Goldschmuckstücke von Rothengrub werden von R. Pittioni nach den in der Umgebung entdeckten Ha A-Funden datiert (Anm. 57). Er meint, sie seien die Beigaben eines Frauengrabes. Der Goldfund von Velem-Szentvid ist in Ermangelung von Bronzebeifunden nicht genauer datierbar, doch wird man wahrscheinlich besser das Datum des Fundes II vom Ság-Berg berücksichtigen, da auch in Velem ein Fund desselben Alters entdeckt wurde. In allen diesen Fällen handelt es sich um Hoheitsinsignien, die lange in Gebrauch gestanden haben mögen. Das Diadem und die dazugehörige Goldscheibe vom Ság-Berg, ferner die zum selben Fund gehörigen Schwerter mit Prunkscheiden deuten jedenfalls den Rang und die Würde des Besitzers des Fundes II — und wahrscheinlich auch des Fundes I — an. Die Lebensdauer dieser Hoheitsinsignien festzustellen, ist kaum möglich. Es kann nur gesagt werden, daß das Golddiadem vom Ság-Berg zur Zeit der Stillfried-Tassen, der Mohnkopfnadeln, der Schalenknaufschwerter, der Griffdornmesser, der Sicheln mit 93