Savaria - A Vas Megyei Múzeumok értesítője 7-8. (1973-1974) (Szombathely, 1979)

Természettudomány - Schmidt Egon: Adatok Vas megye kisemlősfaunájához baglyok táplálékvizsgálata alapján

ner die schräg abfallenden Schultern, die in Spitzen enden. Als Analogie kann man ein allerdings viel größeres Schwert von Hajdúböszörmény (Kom. Hajdú-Bihar) nennen. 26 Um bei den Funden der Fliegenhöhle zu bleiben, es fehlt dort auch sonst nicht an Analogien zu unseren Bronzen. So erinnern wir besonders an die winzigen Knöpfe des Fundes V (Taf. 13, 28—37), deren unmittelbare Vergleichsstücke aus der Fliegenhöhle zu nennen sind. Viele solcher Nägelchen waren durch die Patina zusammengehalten und haben „in dichtem Zusammenschlu­ße zur Bedeckung einer Fläche gedient." 27 J. Szombathy verweist auf die aus Haselholzstreifen geflochtenen Kuppelhelme von St. Margarethen und Rovisovice, „deren Oberfläche mit Leder überzogen und darüber mit Zierscheiben und Bronzenägelchen dicht benagelt war". Er deutete die Nägelchen aus der Fliegenhöhle als Reste ähnlicher Helme. 28 Auch in Ungarn fehlt es nicht an solchen Nägelchen oder Füttern. Es sei an zwei Urnengräber von Somlyó (Kom. Veszprém) erinnert, worin sie zusammen mit kleinen Ringen, je einer Mohnkopfnadel mit verziertem Kopf und Bandarmbändern mit Stricheichenmuster zu den Beigaben gehörten. In dem einen Grab hatte die Urne an der Schulter Fingertupfenleiste. Solche Bronzen gehören zu den geläufigen Ty­pen des Ság-Berges. In Gräbern von Somlyó wurden auch in Skelettgräbern in beträchtlicher Zahl solche Nägelchen oder Knöpfchen entdeckt und dienten nach K. Darnay als Schmuck der Tracht. Als eine Möglichkeit möchten wir auch die Rekonstruktion von J. Szombathy nicht abstrei­ten, da auch Helme bekannt sind, die mit kleinen linsenförmigen Warzen übersät sind. 30 Aus Ungarn sind uns bis jetzt keine sicheren Beweise in der Hand, daß solche Nägelchen wirklich von Helmen stammen, doch ist es sicher, daß sie „zur Bedeckung" oder Zier einer Flä­che gedient haben, und da kommen in erster Reihe Gürtel, Brustpanzer, Schilde, Helme, Lederta­schen, vielleicht auch Schuhwerk in Betracht. Verzierung mit Bronzenägelchen ist auch von Ke­ramik reichlich bekannt, so in Ungarn z.B. auf Urnen von Budapest-Vöröshadsereg-Straße 31 oder in Este (Prov. Veneto), wo sie auf Gefäßen der Stufen Este II und III vorkommen, 32 also jünger sind als unsere Funde vom Ság-Berg. Den in Linsentechnik verzierten Bronzegefäßen mö­gen als Vorbilder offenbar mit Bronzenägelchen beschlagene Lederarbeiten gedient haben, wo­bei diese älter sind, jedoch auch nebeneinander existiert haben können. Die in Este entdeckte Keramik mit Bronzenägelchen ist sicher jünger als unser Fund V oder das gleichzeitige Ur­nengrab von Somlyó. Auch Tüllenbeile mit Pseudolappen (Taf. 2, 8—9, 12) gehören zu den Bronzen der Fliegen­höhle. Sie haben auch dort keilförmige Leisten zwischen den Pseudolappen. 33 Wie schon be­merkt, sind solche Tüllenbeile selten in Funden des Kurd-Horizontes. Die Griffdornmesser der Funde II und III (Taf. 4, 30, 32, 34 und Taf. 11, 15) repräsentieren zweierlei Typen, sowie man dies nach besser erhaltenen Stücken konstatieren kann. Die des Fun­des II sind Typus Velem-Szent-Vid (nach J. Rihovsky). 34 Er basiert seine Datierung auf Brandgräber von Milovice, wo ein solches Messer zusammen mit einer Jenisovice/Kirkendrup­Tasse, halbmondförmigem Rasiermesser Typus Herrenbaumgarten entdeckt wurde. Dies ent­spräche der Stufe Klentnice I bis Anfang Klentnice II. Das Messer des Fundes III ist ein Typus Hadersdorf (nach Rihovsky). 35 Diese Messer datiert der Autor an den Anfang der Podoler Phase, bzw. Stufe Klentnice II. Das Depot von Seeboden mit einem solchen Messer stammt aus der „späteren Urnenfelderzeit". Vorläufig sieht Rihovsky keine Möglichkeit, die älteren und die jüngeren typologisch zu unterscheiden. Die Fundassoziation der Depots II und III deutet auf Gleichzeitigkeit, so sei an die Arm­bänder in beiden erinnert. Wesentlich jünger mögen auch jene Griffdornmesser nicht gewesen sein, die einen langen Griffdorn und darauf einen ringförmigen Wulst haben ; häufig sind sie auch schön verziert. J. Rihovsky unterscheidet zwei Typen : Typ Leopoldsberg mit geschweiftem Rücken und Typ Baumgarten mit geradem Rücken, wobei er den ersten Typ als älter bezeichnet und Typ Baumgarten in den jüngeren Abschnitt der Urnenfelderkultur verweist. 36 Ob man in jedem Fall subtile chronologische Unterscheidungen machen kann, ist nicht si­91

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