Savaria - A Vas Megyei Múzeumok értesítője 5-6. (1971-1972) (Szombathely, 1975)

Jelentés a Vas megyei Múzeumok 1971–1972. évi munkájáról - Savaria Múzeum, Szombathely - Régészeti Osztály (Szentléleky Tihamér)

SAVARIA MUSEUM, SZOMBATHELY ARCHÄOLOGISCHE ABTEILUNG Die Archäologische Tätigkeit wurde im Komitat Vas in den beiden Jahren 1971. und 1972. von Terézia P. Buócz, Mária Károlyi, Magdolna Medgyes und Tihamér Szentléleky ausgeübt. Die Direktion der Museen des Konaitats Vas stützte sich auf die Arbeit auswärtiger Archäologen, als sie die Beihilfe des Endre Tóth, Archäologen des Ungarischen Nationalmuseums 1971. bei der Frejlegung des Bezirks des Iseums, bei den Ausgrabungen in Velem-St. Veit die des Karácson Eőry und Frau von Karácson Eőry, der Diplomingenieure des ALUTERV und des Miklós Szabó, Archäologen des Museums der Bildenden Künste in Anspruch nahm. Alle vier auswärtigen Forscher stammen aus Szom­bathely oder üben bereits seit langer Zeit archäologische Forschungstätigkeit im Komitat Vas aus. Im Járdányi Paulovics István Ruinengarten in Szombathely, Alkotmány­strasse 1, fanden im Jahre 1972. im Auftrage des landesdenkmalschutzamtes schichtenbestimmende Ausgrabungen statt. Die Hauptaufgabe der zweiten Phase des Rekonstruktionsplans ist der Schutz und die Überdeckung der mosaik­bedeckten Aula samt Umgebung des Kaiserpalastes. Die vor und während des Zweiten Weltkriegs vollstreckten Ausgrabungen haben die zur Wiederherstel­lung notwendigen Schichten nur teilweise bestimmt, und auch deren Projek­tendokumentation ist nicht in solcher Form übriggeblieben, dass sie die Eindeu­tigkeit der Erklärung sichern würde. Auch die in den nördlichen Trakten des Palastes ausgeführten Freilegungen haben das Einschätzen der früher hier auf­gefundenen Überreste in ein anderes Licht gestellt. Während der Zeitspanne von mehr als einem Viertel Jahrhundert seit der Abbrechung der Ausgrabungen ist auch der Stand der Oberfläche der freigelegten Überreste in hohem, Masse verschlechtert worden. Die Aufgabe der neueren Freilegungen war das Auf­klären der noch überprüfbaren Schichten für die Wiederherstellung. Unter den in den tieferen Schichten hervorgekommenen römerzeitlichen Resten ragte ein sechseckiger Bau an Bedeutung hervor, an dessen Aussenwand die Flächen eines in geteilten Feldern aufgelegten rotgestreiften Wandgemäldes noch zu beobachten waren, und dessen Innenwand durch Terrazzomörtel bedeckt war. Überbleibsel von Wandgemälden kamen auch an einer anderen römerzeitlichen Mauer in der Nähe des Hexagons hervor. In den Probegräben kam die Linie der Mauer der runden inneren Festung zum Vorschein, die bis zu den Grund­mauern der Kathedrale weiterzuverfolgen war. Hie und da war auch die Schicht mit rotem Terrazzo aus dem Mittelalter bzw. aus dem Anfang der Neuzeit zu sehen. Die Freilegungen haben 'bewiesen, dass sich eine sehr wichtige römerzeitliche Gebäudegruppe unter der heutigen Kathedrale erstreckt hatte. Die Freilegungen wurden von Tihamér Szentléleky geleitet. Es gab eine grosszügigere Rettungsgrabung ebenso unter der Leitung von Tihamér Szentléleky der Fassade des Iseums gegenüber, östlich von der nord­südlich laufenden, mit Basalt bedeckten römischen Strasse. Es wurde hier möglich, den Spuren der Linie der römerzeitlichen Grenzmauer noch fünfzig Meter lang nachzugehen. Gelegentlich der Ausgrabungen in 1971 zeigten sich östlich von dieser Doppelmauer die Grundmauen von drei Gebäuden. Da dieses Terrain bisher noch intakt war, kam es zur Anlegung eines 1 m breiten. 584

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