Savaria - A Vas Megyei Múzeumok értesítője 5-6. (1971-1972) (Szombathely, 1975)

Jelentés a Vas megyei Múzeumok 1971–1972. évi munkájáról - Savaria Múzeum, Szombathely - Régészeti Osztály (Szentléleky Tihamér)

Probegrabens. Entaprechend der gitterartig geordneten Freilegungsmethode ist nach je drei Metern ein Trennungsmauer von 1 m Dicke zurückgeblieben. An drei Stellen dem Iseum gegenüber, senkrecht zu diesem nord-südlichen Probeg­raben, sind Flächen von 2 m Breite geöffnet worden, dicht an den Rand der basaltbedeckten nord-südlichen römischen Strasse. Die Spuren der Doppel­grenzmauer sind in diesen Gräben gefunden worden, östlich von dieser Doppel­grenzmauer zeigte sich ein weiterer schmaler, etwa 60 cm breiter nord-süd­licher Mauergrund. Die Freilegungen im Jahre 1972 haben zuerst die südliche Strekke dieser schmaleren Grenzmauer festgelegt. Hier ging die Serie der im Gange der früheren Ausgrabungen viereckigen Pfeiler- oder vielleicht Säulen­sockel weiter. Am südlichen Abshnitt der pfeilerbesetzten Linie kam eine Schicht mit Wandgemäldestücken zum Vorschein. Die hineingefallenen Wand­gemäldeflanden lagen noch hie und da unberührt in den Probegräben. Die Struk­tur der Dekoration des Wandgemäldes ist auch festgestellt worden. In hellgelben, druch rote Lisenen aufgeteilten Feldern sind aus pflanzlichen Elementen ge­formte Festons und mit runden Perlreihen geschmückte Medaillonfelder zu se­hen. Das Innere der Medaillons ist figurai geschmückt. Davon sind nur kleinere Spuren mehr auf den Bruchstücken aufzufinden. Die Bruchstücke des Stuck­gesimses lagen ausserordentlich wohlerhalten auf dem freigelegten Gelände. Nach einem profilierten Polster kam eine Tropfenreihe; dann wurde das Ge­sims gegen die bemalten Felder druch einen weiteren Polster abgeschlossen. Im Laufe der Ausgrabungen wurden auch die früheren Schichten erklärt. Am nordöstlichen Abschnitt des freigelegten Terrenums, gegenüber dem heutigen Hotel Isis, sind gerade diese früheren Schichten ungestört erhalten geblieben. Noch vor der intensiveren Bautätigkeit am Ende des 2. Jahrhunderts und am Anfang des 3. Jahrhunderts sind Baureste aus zwei Schichten zum Vorschein gekommen. Der Fussboden dieser Gebäude war aus Terrazzo und ihre Seiten­mauern, allerdings, bis zu den Postamenten, aus Stein gemacht worden. Ein hervorragender Fund dieser Periode war die aus weissem Marmor geschnittene Votivtafel, deren Dreiergruppe in der Mitte den Kaiser, zu seiner Rechten den Hermes und zur Linken den Silvanus zeigen. Der Steinmetz hat sehr gutes ge­leistet; hinter der provinziellen Technik ist seine künstlerische Begabung klar zu spüren. Die erste Periode der Freilegungen im Bezirk des Iseums ist damit zu Ende. Nach der Vorlegung der Dokumentationen sollten wir den endgülti­gen Plan zur Regelung des Terrenums entwerfen. Die bisher freigelegten De­tails zeigen schon, dass die druch vier Gassen umgebene heutige Insula als ein hainartiger Ruinengarten zu erhalten wäre, wo auch die Anordnung der Pflan­zen von den freigelegten und noch freizulegenden, zur Schau zu stellenden archäologischen Resten abhängen würde. Terézia P. Buócz hat im Járdányi Paulovics Ruinengarten zum Zweck der Anfertigung der Detailentwürfe der Denkmalwiederherstellung, im Terrain der I. Phase, an der südöstlichen Ecke des teilweise unterhalb der Romkert Kondi­torei liegenden römerzeitlichen Gebäudes, neben der Strassenkreuzung perio­denbestimmende Freilegungen durchgefürt. Die an der Erdoberfläche liegenden Schichten dieses Gebäudes sind bereits früher ans Licht gebracht worden. Im Laufe der neuen Freilegungen konnten zwei Perioden getrennt werden. Un­terhalb des Steinbaus mit diesen zwei Perioden kamen die Reste eines Holzbaus zum Vorschein. Genauso hat Terézia P. Buócz in Sárvár in der Umgebung der Óvár iden­tifizierende Rettungsgrabungen ausgeführt. Infolge der Freilegung ist bewie­585

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