Savaria - A Vas Megyei Múzeumok értesítője 4. (1966-1970) (Szombathely, 1973)
Verseghy Klára: A vendvidék zúzmói
DIE FLECHTEN DES VEND-GEBIETES KLARA VERSEGHY Das ethnographische Veniá-iGebiiet verbreitet sich in dem westlichsten Teil Ungarns, südlich und südwestlich vön Szentgotthárd zwischen Rábatótfalu, Alsószölnök, Fclsőszölnök, Kétvölgy, Orfaíu und Farkasfa, ungefähr auf einem Gebiet von 130 km. Geobotanisch gehört es zu den Ost- Alpen (Noricum) des steirischen Florenbezirkes (Stiriacum). (Pöcs 1962, 453). Das Ziel meiner Arbeit war, die Flechten des Gebietes gründlich kennen zu lernen und oekologisch zu untersuchen. Das 260—400 rfl. hohe, aus Gcschiebeschichten bestehende und die Ostausläufer der Alpen bildende kfugelland ist aus tertierem und quartärem Kies, Ton, hie und da aus Lehm Sand und Loss aufgebaut. Das Gebiet von den Pflanzenzonen fällt in die Nadelmisch-Waldzone (Pöos, 1960). Auf Lehm und Tonlbtoldcn sind Eichen mit Buchen gemischte Kiefernwälder zu finden, auf Kies und Sandboden ungemischter, reiner Baumbestand aus Kiefern, Hainbuche, Eiche ist nur an den Talseiten zu finden, Buchen und Kiefernwälder kommen nur an den nördlichen und Eichen an den südlichen Abhängen vor. (Poes, 1962.) FLEGHTENViEGETATION In geschlossenem Kiefernbestand sind an den Bäumen in grosser Menge Pamelia physodes und am unteren Teil des Stammes Cetraria pinaslri zu finden. Dort wo mehr Lieht isit, (dem Wege entlang, aim Waldrand) leben ausser diesen auf den Stämmen der Kiefern Parm. furfuracea, P. caperata, Usnea hirta, seltener Alectoria jubata und Cetraria glauca. Am unteren Teil dos Stammes sind :in grassier iMenge Cladonia digitata und Cl. conioeraea zu finden, aber auch verstreut Psora ostreala. Die rissigen Eichenstämme sind ebenfalls hauptsächlich von Laubf loch len bedeckt. Im Inneren des Waldes ist meistens die Parm. sulcata vorherrschend. Die am Waldrand befindlichen Stämme sind hier auch schon artenreicher: Parm. caperata, P. fuliginosa, P.sulcata, P. dubina, Ramalina farinacea, R. pollinaria, Parmeliopsis ambigua, Lepraria aeruginosa, wenige Lecanora sp. und Lecidea sp., nur auf der nördlichen Exposition ist seltene P. cetraroides zu finden. Die Feleehtenflora der glaltrindigen Buche und Hainbuche ist durchaus anders, Krustenflechten leben an den jungen Bäumen als Pioniere: Graphis scripta, Phlyctis argena, Opegrapha sp., Lecanora sp. Lepraria aeruginosa. An älteren Bäumen erscheinen auch Laub-Ariten zusammen mit anderen Krusitonlfledhiten : P. fuliginosa, P. cetraroides, Pertusaria sp., Lecanora sp. Am Waldrand werden noch grössere Stammflächen von P. caperata, P. physodes bedeckt. Allgemeine Arten kommen in Erlenhäincn an Bachufern vor: P. caperata, P. physodes, ab und zu: Usnea hirta, Alectoria jubata, Evernia prunastri. Bei diesen weist der terricol Flechteniflo'ra einen Roidhtum an montan und seltenen Arten auf. Am Boden der Kiefernwälder sind verbreitet, die: Cladonia verticillata, Cl. cornuto.-radiata, Cl. chlorophaea, Cl. fimbriata, Cl. rangiformis, Cl. pyxidata, 40