Savaria - A Vas Megyei Múzeumok értesítője 4. (1966-1970) (Szombathely, 1973)

Tóth Melinda: A sárvári vár építéstörténete

gefärbten gelben Mörtel ausgebessert. Zur gleichen Zeit werden aber auch neue Öff­nungen ausgebildet, von denen iin erster Linie die aus den geringen Resten des Gebäu­des „ia" wiederheratelllbare Erker iin Betracht kommen ikann. Zu dieser (Zeit wird der nördlidhe Teil dies ,,B"-Ellögels gebaut (besser gesagt wird er aus einem /unbedeutenderen kleinen 'Gebäude vergrössert) , wo auch eiinie beträcbtlidhere öflfnuing, vielleicht eine Eirlker unter dem Maueraniwuirf der inineren Fassade hervon zum Vorschein kam. Im der Geschichte der Burg erfolgte eine gruindstörzende Wendung zu Beginn der Herrschaft von Sigis>miund (Zsigmond), als юг 1390 oder vielleicht noch früher der mit ihm verbündeten Familie Kanizsay die Burg versdhenkt. Diese Familie ist einer der wichtigsten Grossgrumdbositzer vom Tramsdanubien, von ihren Mitgliedern ist Erzhischof Johannes das Mitglied der unmittelbaren Umgebung von Zsigmond, er selbst ist auch ein grosser Bauherr. Obwohl die Kanizsays die Burg infolge der Feindseligkeiten mit Zsigmond auf kurze Zeit verlieren, erobern sie sie zu iBeginn dos XV. Jahrhunderts vorn neuen Besitzer, Eilippo Scholari zjurüek. Sie wind die mittel-itransdainublische Haupt­basis der Kanizsays. Von dieser Zeit an ist der Besitz der Familie in Sárvár — abge­sehen von einer iklaineren tUwlerbreohuing Mitte des Jahrhunderts — ununterbrochen. Í534 übergebt die Burg mit der Hand der piräfizierton Orsolya (Ursula) Kanizsa y in den Besitz von Tamás Náaaisdy. Diese beiniahe anderthalb jahrhundertelange Herrschaft der Kanizsays deutet in Sárvár die weitere Verigrösserung der Burg, vor allem aber 'die Vensdhömerung. Die im Laufe der lokalen Arbeiten zum Vorsdbein gekommenen Teille können nicht \— wegen Mangels an den die Datierung erleichternden Faktoren, wie z. \B. geschnittene Teile — am eine bestimmte (Periode des Zeitalters geknüpft werden, man kann aber anneh­men, dass es sich hier wenigstens mm die Ergebnisse 'von zwei Bauperioden handelt (dritte und vierte iBauperioden) . Da die lange Kanizsay —Herrschaft in keinem Verhält­nis zu der Menge lund den Dimensionen ider heute bestehenden Kanizsay —iBauarbeitern steht, müssen wir unibedingt damit redhnen, dass ein Teil davon — u. a. die mittel­alterliche Biurgkaipiellc — im weiteren abgerissen wurde. Die [Reste eines solchen abge­rissenen Gebäudes sind in dem an dem Berührungksipunlkt der „B" und ,,C"-Flügel vermauerten Raum (freigelegt worden. Der Weitorbau des ,,a" Gdbäaidekernis aber kann auf die zweite Hälfte des XV. Jahrhunderts gesetzlt werden. Das ,,b" Gebäude mit gros­sen Fenstern im dritten Stack von den gleichfalls dreistöckigen „b" und „c" Gebäuden wurde am die Burgmauer gebaut, während die ungefähr ,2,36 M breiten Fensteröffnun­gen des prächtigen Saales von dem zweiten Stockwerk des ,,c" Gebäudes die eharaktc­risichen Formen der Spätgotik vom der Zeit des 'Königs Matthias zeigen, die auch im dem mähen Kőszeg zu sehen sind. Dieser repräsentative neue Teil der Burg soll mit dem Nomen des Woiwoden /von Siebenbürgen, László Kanizsay, des späteren Oher­stallmeistters und Vertrauten von Matthias veirbunden worden sein. Wiahrsdheimlich hat man zu gleicher Zeit denn (Bau des Torturais begonnen. Von den frühen Bauarbeitern sprechen die gotischen Sitznischen des Turmlfusses, es ist alber anzunehmen^ dass diese Arbeit — vielleicht Wiegen der Unsicherheit des sumpfigen 4Bodens — unterbrochen wurde um erst zur Zeit von Tamás Nádasdy vollendet worden au sein. Der kleinere Umbau des „c" Gebäudes, der wahrscheinlich imit der Anlegung der Treppen in Verbindung stand, bedeutete die Verstümmelung der schönen Fassade des Gebäudes. Dieser auch mlaoh den Ereilegumgen emigmatisdh gebliebene 'Umbau von Beginn des XVI. Jahrhunderts war die letzte Bautätigkeit der Kanizsays an der heutigen 282

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