Savaria - A Vas Megyei Múzeumok értesítője 4. (1966-1970) (Szombathely, 1973)

Tóth Melinda: A sárvári vár építéstörténete

Burg. Zu dieser Zeit wurde also in Sáirvár eine mittelalterliche Burg von beträchtlicher Ausdehnung ausgebildet. Die um den alten Keim gruppierten (späteren neuen Gebäude vom wichtigerer iRoile und die davon separiert atdhenden zwei, vielleidhit mehreren kleineren-grösseren Gebäude wiurden von aus Holz- und Lehmbauten stehenden Be­festigungen mit Zäunen umgeben. Diese spätgotische iBurg übernahm Tamás Nádasdy um sie im Zeichen des neuen Stils, der Spät renaissance an steigendem Masse weiter­zulbauen und der Macht seiner Familie, die in ihm gross geworden war, würdig zu machen. Diese V. Bauperiode der (Burg ist in uiniserer Arbeit 'absichtlich hervorgehoben wor­den. Die Burg erreichte ihre Glanzperiode zu dieser Zeit, iMiitte des XVI. Jahrhunderts. Der Besitzer, Tamás INádasdy isit eine der interessantesten (Gestalten der Geschichte des XVI. Jahrhunderts. Er ist Palatin, (königlicher Statthalter ländlicher Hauptkapitän in der Kriegsführung gegen die Türken; die zeitgenöstsisidhen Quellen,, vor allem aber sein ausgebreiteter, grösstenteils ungarsprachiger [Briefwechsel mit seiner Familie und seinen Familiáris stellen ihn uns ails hervorragenden iPolitiker, Soldaten von guter Or­ganisatlonsfähiglkeit, iLamdwirlt mit Konzeption und gebildeten Menschen vor. Das um­fangreiche Quelllcnniaiterial des Nádasdy-Archiv s berichtet über die Reihen seiner Bauarbeiten; Tamás Nádasdy madbt sieh von der zweiten Hälfte der vierziger Jabre ab mit grosser Intensität an die Verschönerung der Zentren seiner verschiedenen Be­sitztümer dran. 1547—49 (baut er das kleinere Kapuvár, dem folgen vom Jahre an Léka (Lodkenhaus) und Sárvár, indem gegen Enide seines iLebens das Burgkastell von Keresztúr (Deutsehikreiutz) und der Bau seines Wiener Hauses in den Vordergrund treten. Der Palatin, der als Hiauptikapitän mit den Festungs- und Burgbauarbeiten in Transdanubiien gegen die Türken vertraut list, beschäftigt auch bei seinen eigenen Bauarbeiten zahlreiche italienische und deutsidhe Meister, und auch er selbst ist der Bauwissenschaft kundig,. Seine Burg in Sárvár ist ein .von allien seinen anderen Be­sitz tumszentren herausgehobener Ort: seine Frau, Orsolya iKanizsay hält sich am liebsten hier auf, von hier führt der begabte und organisaitiansfähige Präfeikt dies Palatins, Fe­renc Semuyey die Angelegenheiten und (Bauarbeiten des (Nadasdy-Besitzitiums. Aus den zahlreichen Briefen von Sennyey tut isich plastisch das grosse Werlk der Verschönerung und dos Ausbaues der iSárvárer Burg, wir erhalten aber lauch Informationen darüber, wie harmonisch die Bauarbeiten auf den Nádasdy-iLandsgütern vor sich gehen, /wie die Meister uniter der Leitung von Sennyey von einer Baustelle zu der anderen wander­ten, wie die Meisten hifesisen, die als (Ratgeber zu den Festiungsarbeiten der Kaniizsays gegen die Türken nach Sárvár und anderswohin hihbefohlen worden waren. In Sárvár begannen die von dem Palatin geleiteten B'urgbauarbeiten im Zeichen der Befestigung. 1532, zur Zeit der türkischen Angriffe gegen Wien wurde die strategische Befestigung brennend nötig. Zu dieser Zeit lässt iNádasdy die 'Stadt mit Miauer umgeben und beignnt mit einer vieljjährigen Arbeit, mit der Rqguliierung der die Burg umgeben­den Flüsse, mit ider enltsprechenden Herausbildung des Festungisgrabens. (über den Bau des Turms berichtet eine Quelle von unsicheren Wert 1542, über einen bedeutenden Umbau der inneren (Burg aber fällt bis 1549—50 ikein Wort. In diesen Jahren kommt aber auch der Umbau an die Reihe und 1552 soll dass Jahr gewesen sein, in dem die grosse Arbeit — meistens unter der Leitung der von iLdka und Kapuvár hierher hinbe­fohlenen, dem (Namen nach mehrmals erwähnten Meister — mit grosser Intensität beginnt. Zuerst sollen die bestehenden Gebäude in gutem Zustand versetzt worden sein: 283

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