Savaria - A Vas Megyei Múzeumok értesítője 4. (1966-1970) (Szombathely, 1973)
Tóth Melinda: A sárvári vár építéstörténete
DIE BAUGESCHICHTE DER BURG VON SÁRVÁR MELINDA TÓTH Eines der 'aim besten wohlerhaltonen, bis z/umi Mittelalter izurückgehenden ungarischen Burgikastelle, idiie Biurg von Sárvár erweckt beute /mit ihren tum 'den 'fünfeckigen Hof gebauten Elügdlm :unld basteiiartigen [Festungswerken den Eindruck einer Burg von dorn XVII, Jahrhundert. Die Gelegenheit ÍZŰT ba;ugeseh'ic\htlic'hen Eireilegung dter Burg — zum Schreiben der vorliegenden Stiudie — ergab sieh im Rahmen ider der Wiiederherateliliung vorangehenden, im Jahre |1966 durchgeführten Umltersiuoliungen. ilm iLaufe dieser fünfmonatelangen Arbeit sind Maiuerumitersuchungen imit Methoden, idiic 'mit den archäologischen Methoden am besten vergleichbar sind, amter Hinzuziehung von Maurern durchgeführt worden, mit deren Hilfe die Haiuptperioden der Bauarbeiten der Burg im grossen lumd ganzen geklärt worden Ikommtte. Die baiugeschichtlicbe Rckomtrulklion, die auf Grund dieser Arbeit angegeben werden ikanin, isoll natürlich nur skizzenhaft sein; es muss besonders dlas falst völlige Edhlen der Qiuellen bezüglich der Burg vom Gebiete der (mittelalterlichen Bauarbeitern festgelegt werden,. Während wir lim dieser Periode über Ikaium mehr geschichtliche Anhaltispuniktie verfügen, als die Personen dier in den Urkunden voirlkoimtmenden Besitzer der Burg, — dank der systematischen Aufdeckung des im Archiv der Besiitzerfaimädie, der Nádasdyis befindlichen baugesehichtliehen Materials, die in dien jüngsten Zeiten vor sich gegangen ist — aiinterstützt die Bauarbeiten von den XVI. — XVII. Jahrhunderten ein reiches Archivisimaterial. Die älteste iGesobichte der Burg von Sárvár konm, wenn sie wahrscheinlich nicht bis zum Ende des XII. Jahrhunderts zurückgeht, wie es früher auf Grund einer falschen Behauptung aingenomiimen /worden war, aruf Grund einer urkundlichen Erwähnung vom Jahre 1!'288 durchaus von Schritt zu Schritt iverfolgt werden. Die damaligem vermutlichen Besitzer der Butrg, die iNlémdtuijiváris (die (Güssiinger) , die mit königlicher Macht herrschenden Besitzer der westlichen Landesiteile usurpierten ашг wahrscheinlich die Burg ides Königs. Die ältesten Teile der heuligen Gebäude der Burg i— die erste Baupemode i — können vielleicht auf diese Zeit dieses XIII. Spätjahrhunderts, besser aber auf den Beginn des XIV. Jahrhunderts gesetzt /wierden: das Meine Gebäude ,,a" — vielleicht ein Turm — laulf der südwestlichen Seite der Burg, die sieh daram amschlicssemde Burgmauer, die die späteren IGebäude als Eassadmaiuer benutzten 'und fast die Ganzheit dos heutigen ,,A"iPllügels. Vom dem Giobäude .,a" vislsen wir vom dieser Zeit ausser iseinem Bestehen fast nichts, mur soviel, dass seinle Stockwerke von dbn des heutigen abweidhen, die Höhe übernahmen ispäler die an diesen iKern ansehliessendeia weiterem iGebäude ,und Räuime, idiie Umgruppierung der Tralkton wurde lediglich im XVII. Jahrhundert durchgeführt. Diese einstige, wahrscheinlich mit weiteren kleinerem, seitdem zugrunde gegangenen, vielleicht aus provisorischem Stoff gebauten Gebäuden ergänzte Biurg verschaffte schliesslich der ,Kömig mach einem weitläufigen Geplänkel miit den iNémetujváriis lim Jahre iQäu, der Sándor (Köcski, der in der 'Zurückerwerb umg die Hauptrolle spielte, zum Burgvogt bestellte. iDie Burg /wird wahrscheinlich zu dieser Zeit Schauplatz ider wiederholten Reparatur von grösserem 'Masse (die II. Periode), die im iLaiulfe ider Streitigkeiten entstandenem Mauerverletzungen werden p— von den früherem Steinbauarbeiten abweichend — mit grösseren Ziegeln tunld einem charakteristisch 28:1