Savaria - A Vas Megyei Múzeumok értesítője 2. (Szombathely, 1964)
Jahresbericht über die Arbeit in den Museen des Komitates Vas im Jahre 1963, Savaria Museum, Szombathely
JAHRESBERICHT ÜBER DIE ARBEIT IN DEN MUSEEN DES KOMITATES VAS IM JAHRE 1963 SAVARIA MUSEUM, SZOMBATHELY NATURWISSENSCHAFTEN Die naturwissenschaftlichen Forschungen im Rahmen der Museen des Komitates Vas gehen hauptsächlich in der Naturhistorischen Abteilung des Savaria-Museums vor sich. Es ist bedauernswert, dass dieses Fachgebiet, wie im ganzen Lande, so auch im Komitat sehr ungenügend mit Fachgelehrten und Hilfspersonal versehen ist. Im Ragmen der Museums-Organisation des Komitates haben, während des Jahres 1963., der Museolog Ernő Horváth, Fachmann in der Paläobotanik am Savaria-Museum und der Ornitholog Joseph Csaba als Honorarius am Jurisits-Museum in Kőszeg eine wissenschaftliche Tätigkeit ausgeübt. Daneben beschäftigten sich zwei Lehrer, nämlich Károly M a dáchy und Miklós S z in e t ár, mit dem Schutz und mit etwaiger Erweiterung des naturwissenschaftlichen Materials des zu begründenden Rába-Museums in Körmend. Das Material des Dorfmuseums von Jánosháza wurde auch reicher. Die das Fachgebiet betreffende wissenschaftliche Sammel- und Bearbeitungstätigkeit geschah vorerst an der Naturhistorischen Abteilung des Savaria-Museums von Szombathely. Planmässige Sammlung und Bearbeitung geschah — hinsichtlich des Fachmannes, der Botaniker, bzw. Paläobotaniker ist — vorerst auf diesem Gebiet. Das übrige kam als Ergebnis von Rettungsarbeiten und als Geschenk in die Sammlung. Das Erforschen der rezenten Flora des Komitates Vas erzielte grösstenteils die Vervollständigung des Herbariums der Sammlung. Unsere Flechtensammlung wurde durch die Lychneologin Klára Verseghy ergiebig erweitert, die während ihrer Reisen durch den Komitat die Pflanzen in je zwei Exemplaren sammelte, und je eines mit Angaben in die Sammlung gesandt hat. Es wurde weiterhin in der Aufsammlung der Arten der seit Jahrhunderten berühmten Gartenkultur des Komitates gearbeitet. Diese Sammlung bedeutet eine grosse Hilfe bei den paläobotanischen Forschungen; sie dient nämlich als Vergleichsmaterial bei der Bearbeitung der fossilen Pflanzen. Das Hauptforschungsgebiet und sogleich der wichtigste Sammelplatz der Abteilung war die Paläobotanik. Zu Beginn des Jahres kam — durch einen langen Umweg — ein grosser verkieselter Holzstamm in die Sammlung; sie kam i. J. 1949. aus der Kiesgrube von Kemenesmagasi heraus. Die im Komitat vor sich gehenden paläobotanischen Forschungen gruppierten sich zu zwei neuerlich aufgedeckten Fundplätzen. Sie liegen auf dem Gebiete von Sé und Dozmat; beide haben eine durch ihre eigene Art das ganze Land betreffende Bedeutung. Der Fundort von Sé gehört ins obere Pliozän, der von Dozmat in die obere Pannon-Schicht. An beiden Orten kamen die Überreste in der Form von Abdrücken vor. Im Rahmen der ,,A" -und ,,B"-Themen gingen paläobothanische Forschungen auch ausserhalb des Komitates vor. Im Juni haben wir auf dem Fundort bei Hidegség (Kom. Sopron) eine kleinere Anzahl von Abdrücken gesammelt, die, denen von Sé entsprechend, ins Oberpliozän gehören. Als wir nach Hause kamen, konnten wir in der Nähe von Szeleste einen Fundort von Abdrücken gleichen Alters finden. In der ersten Hälfte von Juli hat die Abteilung auf den Gebieten der Komitate Pest, Heves und Zemplén paläobotanische Forschungen gehabt. In der Umgebung von Aszód ist es uns gelungen, ausser des bereits früher bekannten Fundortes „Hunnak" einen 375