Savaria - A Vas Megyei Múzeumok értesítője 2. (Szombathely, 1964)

Jahresbericht über die Arbeit in den Museen des Komitates Vas im Jahre 1963, Savaria Museum, Szombathely

neueren oberpliozänen Alters auszusuchen, uzw. am Hange des sog. Üjhegy, der mehrere Aufschliessungen hat. In Hatvan haben wir die Gruben der Ziegelfabrik durchgesucht und aus mehreren lehmigen Schichten Abdrücke von Pflanzen heraus­genommen. Eine Arbeit von grösseren Dimensionen haben wir in Megyaszó, einem der seit langem wichtigsten paläobotanischen Fundorte unseres Landes, ausgeübt. Hier haben wir die Fundorte Csordáskút, Fenyőerdő und Répásárok aufgesucht und etwa 400 verkieselte, opalisierte Stamm-, Zweig-, Blatt- und Fruchtüberreste aus der sehr kompakten, verkieselten Sand Steinschicht herausgesucht. Zurückkommend haben wir die Gemeinde Kerecsend südlich von Eger aufgesucht, aus dessen Ziegel­fabrik Pflanzen Überreste ins Museum von Eger kamen. Leider konnten wir, wegen der dicken Wasser Schicht über der Fundort, nichts sammeln. Im Dobó István­Museum in Eger hatte ich die Funde von Kerecsend angeschaut, unter denen ich die für das Oberpliozän charakteristische Salix cinerea gefunden habe, in der Gesell­schaft von mehreren anderen Arten. Es ist eine offene Frage, ob die Abdrücke aus derselben Schicht stammen. Die Bearbeitung wird diese Frage beantworten. Das Fundmaterial haben wir bereits erhalten. Unsere Abteilung nahm auch an den vom Museum in Veszprém organisierten „Bakony-Forschungen" teil. In diesem Rahmen haben wir in der Paläobotanik des Bakony geforscht. Auch im vergangenen Jahr haben wir die Ton-, Sand- und Kiesgruben des Komitates unter Aufsicht gehalten, um die eventuellen Überreste dem Museum retten zu können. So kamen aus Gencsapáti mehrere hundert Überreste von Kleintieren, Fröschen und anderen aus der Eiszeit. In Hosszúpereszteg haben wir das Inventar des Oberpliozäns mit sehr vielen Arten erweitert. So wurde eine artarme Hipparion­Fauna auch hier bekannt. Im vergangenen Jahre ist István Vörös, ehemaliger Volksschullehrer von Egyházasrádóc, der seine Sammlung, Schmetterlinge in 30 und verschiedene Insekten in 2 Schachteln, auf das Savaria-Museum hinterliess. Unsere naturwissenschaftliche Belegsammlung wurde mit 40 Dokumenten reicher. Zum Teil müssten wir auch das Tagebuch des István Chernél, das wir aus dem Archiv von Pannonhalma zum Photographieren übernommen haben, hierher einordnen. Das Werk enthält 1200 Seiten und gibt Aufzeichnungen v. J. 1914. bis zu seinem Tode. Das ganze macht 15 Filmspulen aus. Im Rahmen der Bearbeitung haben wir im Jahresbericht von 1963. der Museen im Komitat Vas unter den Titeln „Oberpliozäne Pflanzenreste aus Sótony" und „An­gaben zum Lebenslauf von István Chernél" geschrieben. Im 5. Supplement des X11I. Bandes der Acta Biologica erschien eine kürzere Beschreibung unter dem Titel „Late pliocene plants from the county Vas". Im Novemberheft 1963. des Természet­tudományi Közlöny schrieben wir einen Artikel über „Das Kőszeger-Gebirge" mit der Ausnutzung der neuesten Forschungsergebnisse. Auf mehreren Gebieten haben wir die Details einiger Themen angenommen, bzw. weitergeführt. „Die ober­pannonische Flora von Megyaszó", „Oberpliozäne Pflanzenreste aus Sé", „Die versteinerten Holzreste des Savaria-Museums". „Die Herbarien des Savaria­Museums", „Pleistozäne und holozäne Holzüberreste aus dem Komitat Vas". Die wichtigste Volksbildungsarbeit des Jahres war das Verfertigen des Dreh­und Textbuches der ständigen Ausstellung des Jurisich Miklós-Museums von Kőszeg, die 3 Räume ausmachte. Die Abteilung nahm auch aus dem Programm, Organisation und Abwicklung der im Mai abgehaltenen Tagen des Naturschutzes im Komitat Vas einen beträchtlichen Teil. Ernő Horváth 376

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