Gaál Zsuzsanna - K. Németh András (szerk.): A Wosinszky Mór Múzeum évkönyve 37. (Szekszárd, 2015)
Kodolányi Judit: „ne bánd, hogy szód nem értik” - Babits Mihály és Illyés Gyula barátsága
JUDIT KODOLÁNYI „...bereue es nicht, wenn dein Wort nicht verstanden wird” - Freundschaft von Mihály Babits und Gyula Illyés Diese Studie stellt den Begriff der Ungreifbarkeit und Unerkennbarkeit in den Mittelpunkt und so übersieht die Beziehung zwischen den berühmten Dichtern und Schriftstellern Mihály Babits und Gyula Illyés, undzwar in erster Linie aufgrund der von den Freunden über den anderen geschriebenen Kritiken, Essays und Briefe. Babits und Illyés stammten beide aus Komitat Tolnau, gestaltete sich aber ihr Lebensweg wegen ihres unterschiedlichen Gesellschaftslebens anders, bevor sie einander kennenlernten. Als Dichter trafen sie sich zuerst am Ende der 1920-er Jahren, Mihály Babits bewertete Illyés schon in der früheren Phase seiner Lebensbahn, als Redakteur der Zeitschrift „Nyugat” (West) hoch, der die Dichtung seines älteren Zeitgenossen mehrmals genauso mit positiver Kritik würdigte. Sie nahten einander langsam, sowohl als Kollegen, als auch als Freund, aber in den 1930-er Jahren hatten sie schon einen regelmäßigen Kontakt, wofür nach einzelnen Auslegungen eine typische Beziehung zwischen Meister und Lehrling bezeichnend war. Illyés war sowohl allein, als auch mit seiner ersten Frau oft zu Besuch im Haus der Babits Familie in Esztergom und fahren auch gemeinsam in die Ortschaften ihrer Kindheit im Komitat Tolnau, welche in ihren Leben sehr wichtige Erlebnisse bedeuteten und auch als Erleuchtungsquelle funktionierte. Das Erlebnis dieser freundlichen Geselligkeiten und Treffen wird von vielen Photos und Briefen im Nachlaß der beiden Dichter niederlegt. Nach der Verschlechterung der Krankheit von Mihály Babits am Ende der 1930-er Jahre übernahm Gyula Illyés eine immer größere Rolle bei der Redaktion der Zeitschrift „Nyugat”. Nach dem Tod von Babits vom Jahre 1941 übernahm er auf den Wunsch von Babits die Schriftleitung der Zeitschrift „Magyar Csillag” (Ungarischer Stern) - Nachfolger der Zeitschrift Nyugat - und er stellte dann auch das „Gedenkbuch Babits” zusammen, welches Band die Schriften der besten Dichter der zeitgenössischen ungarischen Literatur enthielt. In diesem repräsentativen Band erschienen sogar drei Schriften von Gyula Illyés, unter ihnen eine mit dem Titel: Der Unbekannte. In dieser Schrift bezeichnet er die Ungreifbarkeit und Unerkennbarkeit der Persönlichkeit von Babits als so einen Charakterzug, welcher sich sowohl in seiner Kunst manifestierte, als auch ihre persönliche Beziehung bestimmte. Im Lebenswerk von Gyula Illyés läßt sich von den vielen Erwähnungen über Babits - welche in den geschriebenen Essays, Tagebüchern und Erinnerungen erscheinen - bemerken, daß sich im Gedankengut von Illyés die Reflexion und Erinnerung an Babits in seinem ganzen Lebenswerk widerspiegelt. 392