Gaál Zsuzsanna - K. Németh András (szerk.): A Wosinszky Mór Múzeum évkönyve 36. (Szekszárd, 2014)
Gaál Attila: 17-18. századi gyűrűk, pecsétgyűrűk és pecsétnyomók Tolna megyéből
und nach dem Bestehensdatum der Újpalánk-Burg stammen wahrscheinlich aus einer Zeitperiode zwischen der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts und den ersten Jahrzehnten des 18. Jahrhunderts. Eine noch einfachere, aus Bronze gefertigte Variante dieser steinigen Silberringe bildet der Ring N°4., aus derer Einfassung die Einlage (vielleicht auch Stein?) fehlt, aber er soll nach anderen Kennzeichen auch zu der balkanischen Gruppe gehören. Der Ring N°2. ist eine sehr einfache Variante der obigen Silberringe, wo sogar die Imitatione des Steines auch aus Bronze gegossen wurde. DeramGebietdertürkischenPlankenburgÚjpalánkgefundenegeschnittenePerlmuttschmuckmit dem Falkenmotiv kann ein verlorenes Zubehörstück der seltener türkischen Perlmuttschmucksringe sein. Er ist ein kleiner, jedoch ein schöner Fundgegenstand der Beizjagd, welche eine beliebte Jagd der damaligen ungarischen und türkischen Vornehmen war N°13. An einem der obengeschriebenen geschnittenen Druckblattring mit osmanischen Zeichen (N°6.) findet man einen Ritz mit vereinfachten Pflanzenmotiven (?). Der andere Ring ist so abgetragen, dass die Ritzreste nur schwierig erkenntlich ist, deshalb sind nur seine Formelemente beachtenswert (N°7.). Der dritte Ring ist ein echter Siegelring, welcher aus Bronze gefertigt ist und zu der einfacheren Gruppe der aus Silber gegossenen und auf ihrem Druckblatt arabische Inschriften besitzenden Ringe (N°8.) gehört. Der Ritz der Satzzeichen des am Gebiet der Újpalanker Burg gefundenen Rings und der Aufbau des Druckblattes deuten auf einen erfahrenen Goldschmiedmeister hin. Seine raumausfüllenden und kleinen Rosetten ähnlichen Dekormerkmale sind auch auf mehreren Karneolsteinringen aus der zweiter Hälfte des 17. Jahrhunderts zu entdecken.5 Seine Größe, ovale Form, radiel geritzte Hinterseite und sein gezackter Rand zeigt eine augenfällige Ähnlichkeit mit dem in der Gegend von Vukovar gefundenen (?) Bronzering des Nationalmuseums. Eine Jahrzahl findet man nicht auf den Ringen, beide Gravierungen geben nur den Namen seines Eigentümers an. Der Ring aus Újpalánk war im Besitz des „Sklaven, Ali (bin) Szülejman”, der ander Ring aus Vukovar mußte einem Privatmann gehören, der keine wichtige Position ausübte und benutzte seinen Siegelring zu seiner eigenen Identifizierung und als seine eigene Unterzeichnung.6 Auf dem mit einem immer verbreiteten Kopf angegossenen Silberring der Zavaros-Sammlung (N°10.) sind diese osmanische Motive nicht zu entdecken. Seine Form hat ungewöhnliche, sogar moderne Auswirkung, die am abgeschlagenen Druckblatt parallel angeordnete und der arabischen Schrift ähnlichen Ritze können auch abgeschlagene, unlesbare Satzzeichen, aber auch die Überreste von fiktiven Einritzen.7 Stempelsiegel mit arabischer Inschrift Diese schön verarbeitete silberne Stempelsiegel gehören zu den Meisterstücken der türkischen Goldschmiedmeister, welche versteckt - am Hals gehängt - getragen wurden. Géza Fehér machte insgesamt dreizehn ähnliche Stempelsiegel aus der türkischen Sammlung des Ungarischen Nationalmuseums bekannt, welche meistens Privatleuten gehörten und deren Aufschrift nur den Namen des Eigentümers, sowie ein kurzes Stoßgebet oder religiösen Text enthielt. Es ist typisch auch bei den Stempelsiegel des Komitates Tolnau, bei dem Fundstück aus Pincehely ist sogar nicht einmal den ganzen Text auszudeuten, nur der Name des Eigentümers läßt sich herausnehmen. Die lateinische Auflösung der arabischen Aufschrift des mit der Zavaros-Sammlung gekauften Stempelsiegel (N°12.) „El-fäkir Mahmud bin Ahmed el-väsik bi’l-melikul-samed”, lautet übersetzt: 5 HORVÁTH 1936, 210. 48. Abbildung 2-3. auf zwei in Taban vorgekommenen Karneolsteinringen mit der Jahreszahl 1668, sowie beim GERELYES 1994, 29-30. 12. Bild c, 13. Bild b-c. 6 FEHÉR 1959, 193. XXVI. t. 2; GERELYES 2006, 205 (31). 7 Nach der Meinung von Balázs Sudár „...vielleicht war es eine Schrift, aber es ist so abgeschlagen, daß es nicht lesbar oder herausnehmbar ist." (E-mail vom 29. April 2015.) 403