Gaál Attila (szerk.): A Wosinszky Mór Múzeum Évkönyve 28. (Szekszárd, 2006)

Zalai-Gaál István: A lengyeli kultúra tengeri kagylóékszerei a Dél-Dunántúlon

58,8% (10) der muschelschmuckführenden Bestattungen von Mórágy wurden Erwachsene und in 41,1% (7) Kinder beigesetzt. Hier wurden auch das Geschlecht der Kinderskelette bestimmt, so kann man feststellen, daß 70,5% (12) aller Skelette weiblichen und nicht mehr als 29,4% (5) von männlichen Geschlechts sind. Innerhalb des mit Muschelschmuck versehenen Populationsfragmentes nimmt der Anteil der Inf. I Mädchen 11,7% ein und die Proportion der Inf. I Knaben beträgt nur 5,8% (1). In der Lebensalterkategorie Inf. 2 wurde Seemuschelschmuck ausschließlich nur Mädchen beigegeben. Fast in der Hälfte (41,1%, 7) der muschelschmuckführenden Bestattungen wurden erwachsene Frauen bestattet, das heißt, daß die Proportion der weiblichen Toten in Mórágy bei allen Lebensalterkategorien größer ist als die der männlichen Individuen. In der vorliegenden Arbeit veröffentlichten wir Funde, die - wie erwähnt - bis in das Jahr 1996 geborgen wurden. Während der im Jahre 2006 begonnenen Rettungsgrabungen auf der Spurlinie der M6-Autobahn im Komitat Tolna wurde ein neues augedehntes Gräberfeld der Lengyel-Kultur (und eine ganze Reihe von Langhäusern) entdeckt, wobei ein großer Anteil der etwa 300 Hockergräber auch mit Seemuschelschmuck ausgestattet worden ist. Es traten auch neue Typen des Spondylusschmucks auf und bei einigen Skeletten traf man auch auf Süßwassermuschelschmuck (Lithoglyphus naticoides, Zebrina dentrita). Die Veröffentlichung und Analyse der neuen Funde und Befunde stellen die Aufgabe einer späteren Arbeit dar. 88

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