Gaál Attila (szerk.): A Wosinszky Mór Múzeum Évkönyve 22. (Szekszárd, 2000)

Beszédes József: Újabb római kori kőemlékek Paks-Dunakömlődről

József Beszédes Neue römische Steindenkmäler von Paks-Dunakömlőd Im Jahre 1999 wurde die archäologische Sammlung des städtischen Museums in Paks durch einen umbeschrifteten Altarstein und ein Jahr später durch einen Palimpsest Meilenstein bereichert. (Abb. 1-4) 1 Der Altarstein wurde von József Péger im Jahre 1976 in Paks, in der Strasse Öreghegy auf der Stelle des heutigen Hauses mit derNumer 16 gefunden. (Abb. 5/a; 5/b) Der Altarstein ist auf drei Seiten bearbeitet. In der Mitte des Aufsatzes ist eine stilisierte Rosette mit sechs Blättern zu sehen. Der Rand des Aufsatzes ist mit gewölbt eingemeisselten, aus paralellen Linien bestehenden Eckakroterien verziert, mit denen auch die Seitenflächen versehen sind. Sowohl die Seitenflächen als auch die Vorderseite des Altars sind unverziert, die Spuren einer geschittenen oder bemalten Schrift konnten nicht entdeckt werden. Altäre mit Eckakroterien dieses Types sind in Pannonién entlang dem Limes, vor allem von Brigetio und Aquincum bekannt. Die Akroterien sind teilweise einzeln stehend, teilweise in Gruppen eingeordnet, deren Zwischenräume mit kleineren Motiven ausgefüllt sind. Von diesen Motiven sind die Rosetten, die verschiedenen Blättermotive, die eine Hausfassade nachahmenden Dreiecke am verbreitesten, aber man kennt auch Tierkopf- und Medusenabbildungen. Die Eckakroterien mit der oben erwähnten Bauform sind durch das ganze 2 und 3 Jahrhundert zu beobachten, am verbreitesten sind sie aber am Ende des 2 und am Anfang des 3 Jahrunderts.So kann auch der Altar von Paks in die erste Hälfte des 3 Jahrhunderts datiert werden. Da - ausser dem Sarkofag auf dem Plébánia Hügel - bis jetzt keine anderen Funde gemacht wurden, die eindeutig darauf deuteten, dass die Ortschaft in der Römerzeit besiedelt war, ist es zu vermutten, dass der originale Standort des Altarsteins nicht in Paks war. Viel wahrscheinlicher ist, dass der Altarstein während der türkischen Herrschaft von der benachbarten ehemaligen römischen Siedlung Lussonium (Dunakömlőd) oder von einer anderen römischen Ortschaft an der Donau nach Paks verschleppt und als Baumaterial verwendet wurde. (Zu dieser Zeit gelangten zum Beispiel die Steinschnitzereien aus der zweiten Kathedrale in Kalocsa nach Paks.) Der Meilenstein wurde von György Horányi, einem Unternehmer in Paks an das Museum gestiftet. (Abb. 6-9.) 2 Laut seiner mündlichen Mitteilung, wurde der Stein im Jahre 1987 zwischen Dunakömlőd und Paks, etwa 500-800 m sündlich der Festung in Lussonium, auf der Westseite der Landstrasse 6 gefunden. (Abb. 10.) Der Stein muss ursprünglich auf dem Hügelrücken gestanden sein und erst bei einem Uferabruch stürzte er bis zu dem östlichen Fuss des Hügels Bottyán-sánc Sánchegy. Der Meilenstein ist aus Kalkstein, die untere Hälfte und der obere Teil sind abgebrochen. Auf der Schriftfläche sind Verwitterungsspuren zu entdecken. Von der einstigen Schrift sind nur einige Buchstabenfragmante erhaltengeblieben, so konnte weder der Name des Kaisers noch die Höhe der Buchstaben festgestellt werden. Die Schrift „a": [ ]iyi ] [ ]DoderO[ ] [ ] ' [ ] 5? [ ] V[ ] Die in der vermutlich ersten Zeile der Schrift erhaltengeblieben Buchstaben IV könnten folgendermassen ergänzt werden: DIVI FILIUS/FILIO. oder IVLIVS/IVLIO. Die erste Variation deutete daraufhin, dass der Stein aus der Antoninischen Zeit oder aus der der adoptiven Kaiser stammt, bei der zweiten Möglichkeit kann der Meilenstein auf die Herrschaftszeit von Maximianus Thrax datiert werden. 1 Inventarnummer A-2000 1.1 Aufbewahrungsort: Ausstellung des Städtischen Museums in Paks; Höhe: 74 cm. Breite beim Aufsatz 36 cm, beim Abacus 40,5 cm, beim Altarstamm 33-34 cm, bei der Basis 40 cm, Dicke beim Aufsatz 37 cm, beim Abacus 39,5 cm. beim Altarstamm 36 cm, bei der Basis 38,5 cm, Material: Kaltstein 2 Inventarnummer: A-2000. 1.2 Erhaltengebliebene Höhe: 101 cm, Durchmesser: 38x27 cm, Aufbewahrungsort: Städtisches Museum in Paks 120

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