Gaál Attila (szerk.): A Wosinszky Mór Múzeum Évkönyve 21. (Szekszárd, 1999)
Vízi Márta–Miklós Zsuzsa: Előzetes jelentés a középkori Ete mezőváros területén végzett kutatásokról
kürzeste und am besten erkennbare. Hier kann man die Flecke vier gegenüberstehender Häuser sehen. Die Länge der Häuser ist etwa 50-60 m. Parallel zu dieser Straße, etwa 70 m westlich ist die nächste Nebenstraße, die 50 m breit, und ungefähr 270 m lang ist. Diese Straße dehnt sich auf die südliche Seite der Hauptstraße, und erstreckt sich bis zum Hügelrand, bis zum toten Flußarm von Sárvíz. Die Spuren der Häuser sind hier nicht mehr gut zu erkennen. Auf einigen Fotos kann man zwar ein paar schwache Verfärbungen feststellen aber deren Größe nicht abmessen. Die dritte Nebenstraße ist nur auf wenigen Fotos zu erkennen. Sie ist schmaler als, die anderen zwei, etwa 20-25m breit, 270m lang, mündet in das westliche Ende der Hauptstraße, und dehnt sich bis zum Überschwemmungsgebiet. Auf dem Acker erscheinen die Häuser als helle gelbliche Flecke. Sie haben eine quadratische bzw. rechteckige Form, die Ecken sind abgerundet, die Breite ist 10, 15, 25 m, die Länge 10-30 m. Die meisten Häuser befinden sich in der Hauptstraße, und liegen rechtwinkelig dazu. Die nördliche Hausreihe ist etwas kürzer, als die sücliche. Dies ist damit zu erklären, daß die Nordseite des Hügels an dieser Stelle sumpfig wird. Die dunklen Streifen auf dem am 29. 3. 1985 von VITUKI gemachten Fotos weisen wahrscheinlich auf die Grundstückgrenzen hin. Aufgrund dieser Aufnahmen konnte ein Grundstück 25-30 m breit sein. Die Länge war an die Geländeverhältnisse angepaßt verschieden lang. Die Länge der Grundstücke wurde auf der Nord-und Südseite der Hauptstraße vom Hügelfuß und von einem sumpfigen Gebiet begrenzt, in den Nebenstraßen dagegen von der Entfernung der Straßen voneinander. Die Häuserflecke erscheinen noch intensiver auf den Fotos, die während der Anfangsphase des Maiswachstums, bzw. bei einer Pflanzenlänge von 20-30 cm aufgenommen wurden. Einige Maissorten zeigen sogar auch bei vollem Wachstum, wo einmal die Häuser standen: Einerseits dadurch, daß die Flora an diesen Stellen dünner ist, anderseits dadurch, daß sie hier eine rostrote Farbe hat. Vom archäologischen Standpunkt gesehen, können die besten Luftaufnahmen im Mai, wenn der Mais 10-20 cm groß ist, und ab Mitte September kurz vor dem vollen Wachstum gemacht werden. Abhängig davon, unter welchen Bedingungen die Fotos gehmacht worden waren, war die Zahl der festgestellten Hausflecke verschieden. Diese Zahl liegt zwischen 29 und 39. Die Kirche der Ortschaft konnte nur auf wenigen Fotos erkannt werden, und auch dann nur als ein schwacher, heller Fleck. Erst nachdem die Verfasser die Stelle der Kirche bei einer Geländebegehung gefunden hatten, konnte die Kirche mit einem der Flecke auf den Fotos identifiziert werden. Im Jahre 1996 wurde die Forschung auf einer Fläche von 330 m 2 fortgesetzt.Im Osten der Gemeinde, in der Nähe vom höchsten Punkt wurden zwei Forschungsgräben gemacht. Bei dieser Ausgrabung wurden partiell 5 Wohnhäuser freigelegt, außerdem noch 3 Backöfen, mehrere Feuerstellen, Gräben, Wirtschaftsgebäude, bzw. kleinere und größere Müllgruben gefunden. In einem der Müllgruben wurden die Reste eines Kachelofens entdeckt. Im Oktober und November 1997 wurde die Kirche freigelegt. Im Jahre 1998 grub man ein Hafnerhaus aus: Aus der Einschüttung des halb in den Boden gesenkten Hauses mit Pfahlkonstruktion und einem Innenraum von 4,10 x 4,50 m kamen zahlreiche Keramikstücke und Kachelofenreste zum Vorschein. Obenan fand man in 3 Reihen liegend 80-90 teilweise sogar heilgebliebene Krüge aus dem 16. Jahrhundert. Die im Jahre 1997 freigelegte Kirche hat eine Apsis mit einem trapezförmigen Grundriss, eine Außenlänge von 28,8 m, eine Innenlänge von 26,6 m, eine Außenbreite von 9,2 m, und eine Innenbreite von 6,7 m. Sowohl auf der Nord- als auch auf der Südseite der Kirche ist eine Kapelle zu finden. Im Winkel zwischen dem Presbyterium und der östlichen Mauer der Kapelle auf der Südseite der Kirche wurden Grüfte erbaut. Erhalten geblieben sind nur die Grundmauern der Kirche, an mehreren Stellen sogar nur die Grundgräben der Mauer. Im nördlichen Innenwinkel der Apsis ist die einzige Stelle in der Kirche, wo auch Mauern in einer Höhe von etwa 10 m erhalten geblieben sind. Die Bodenfläche wurde leider auch zerstört: nur die gefundenen Bodenziegel weisen darauf hin, wie sie einmal aussah. Aufgrund des Grundrisses und der archäologischen Beobachtungen können 5 Bauperioden festgestellt werden. (Abb.7.) I. Ein rechteckiges Kirchenschiff mit einer wahrscheinlich quadratischen Apsis. (Abb. 7. 1. ) IL Die Kirche wurde auf der Westseite mit einem Chor und möglicherweise auch einem Turm über dem Chor ausgebaut. Einer der Pfeiler des Chors wurde im 6. Graben gefunden. Die Innenlänge der Kirche betrug in dieser Periode 17,20 m. (Abb. 7. 2. ) 236