Gaál Attila (szerk.): A Wosinszky Mór Múzeum Évkönyve 21. (Szekszárd, 1999)
Vízi Márta–Miklós Zsuzsa: Előzetes jelentés a középkori Ete mezőváros területén végzett kutatásokról
III. An der nördlichen Seite der quadratischen Apsis wurde eine Sakristei mit einem rechteckigen Grundriss erbaut. Aufgrund eines quadratischen, abgestuften Mauerstückes und dem dazu gehörenden nordsüdlichen Grundgraben ist es uns gelungen die Ostmauer der Apsis zu bestimmen. (Abb. 8. 1. ) Die Westseite konnte dagegen aufgrund der im 7. Graben vorgefundenen Flecke festgestellt werden. (Abb. 7. 3. ) IV. Nach dem Abbruch des früheren Presbyteriums wandelte sich die Kirche in eine Hallenkirche mit einem viereckigem Presbyterium um. Auf der Außenseite des Presbyteriums wurden 5 Stützpfeiler gefunden. Bei der Freilegung kamen aus dem Schutt zahlreiche geschnitzte Ziegel zum Vorschein, die wahrscheinlich aus dem Gewölbe stammten. Auf der Südseite der Kirche wurde mit der Beibehaltung der östlichen Mauer der früheren Sakristei eine trapezförmige Sakristei um die nordöstliche und nordwestliche Ecke mit einem Stützpfeiler gebaut. (Phase A) Später wurde die Kirche vergrößert, indem die Mauer zur Sakristei abgebrochen wurde. (Phase B) V. Die Sakristei auf der Nordseite der gotischen Hallenkirche wurde westliche Richtung der ganzen Kirche entlang erweitert. (Abb. 7. 5. ) Die Außenmauer scheint abgebaut worden zu sein, und so entstand eine westlich weiter werdende Kapelle, mit einer Innenlänge von 21,6m und mit einer Breite von 4 m. Auch auf der Südseite wurde eine Kapelle mit einer Länge von 10, 3 m und mit einer Innenbreite von 2,5 m aufgebaut. Die Spur der Tür konnte infolge der fehlenden Mauern nicht gefunden werden. (Phase A) Auf der Südseite wurde der Winkel zwischen dem Presbyterium und der Ostmauer der Kapelle bebaut. Hier wurde ein trapezförmiger Gebäudeteil hinzugefügt, in dem 2 Grüfte zu finden waren. (Phase B) Ein südostlicher Abschnitt der Umfassungsmauer um die Kirche wurde in einem Abstand von 6-11 m von der Apsis entfernt gefunden. Sie wurde im Südwesten, im Graben 12 ungefähr 12 m von der südwestlichen Ecke der Kirche entdeckt. So ist es zu vermuten, daß die Mauer die Kirche in einer ovalen Form umrahmte. Auf den anderen Seiten wurden keine Freilegungen durchgeführt. Auf den Luftaufnahmen konnte die Mauer nicht erkannt werden. Um die Kirche herum und im Inneren des Gebäudes wurden 54 Gräber ausgegraben. Einige Gräber reichen unter die Apsis und die Mauer der nördlichen Kapelle hinein also sie sind älter, als die Apsis und die Kapelle. Diese Gräber hatten leider keine Beigaben. Die Gräber sind In Richtung aus Südwest nach Nordost gelegen. Die meisten Gräber waren ausgeplündert. Die Skelette lagen ausgestreckt auf dem Rücken. In einigen Fällen konnte man Sargspuren entdecken. Die Grabgruben waren rechteckig mit abgerundeten Ecken. Die Mehrzahl der freigelegten Gräber waren ohne Beigaben. In fünf Gräbern (7. 14. 23. 24. 39. ) wurden Fibeln, in zwei (35. 46. ) Spuren von Jungfernkranzen gefunden. Drei Gräber (20. 25. 26. ) enthielten Jungfernkranzbänder bzw. ein Teil davon, zwei (3. 27. ) einen Knopf. In je einem Grab wurde eine Schnalle (23) und ein Gegenstand aus Eisen (34) bzw. ein Beschlag aus Bronze gefunden (32). Während der Freilegung der Kirche kamen zahlreiche Streufunde zum Vorschein, Fensterrahmenreste aus Blei, Glasscherben, Ringe, Siegelringe, Messerhefte, Jungfernkranzbeschläge, Gürtel und Fibeln. Mehrere Bucheckenbeschläge deuten auf Bücher hin, die der Kirche gehörten. In der Nordkapelle wurde eine Klingel aus Bronze gefunden. Unter den Funden hat ein Kreuz eine besondere Bedeutung, das 39 cm hoch ist. (Abb. 11-14.) Der Corpus ist 11, 2 cm lang, gegossen und von innen hohl. Die nicht fertig ausgearbeiteten Arme sind leicht gewölbt. Der Kopf ist leicht nach vorne geneigt, die Augen sind halb geöffnet. Das Kreuz kann auf die Zeit Ende des 13. Jahrhunderts, auf Anfang des 14. Jahrhunderts datiert werden. Bei der Freilegung der Kirche kamen zwei Wohnhäuser aus der Früharpadenzeit (10-11. Jh. ) zum Vorschein, die schon vor dem Kirchenbau zerstört wurden. Die besondere Bedeutung des Hauses 5. ist, daß es einen Ofen mit Schornstein hatte. Das Mittelalterliche Ete hat aus achäologischer Sicht den Vorteil, daß es nach seiner Zerstörung nie aufgebaut wurde. Der ganze Fundort ist geackert, damit gut übersehbar und es besteht auch die Möglichkeit, erstklassige Luftaufnahmen zu machen. Andererseits wird der ganze Fundort durch die landwirtschaftliche Produktion stark gefährdet, deshalb wäre erwünschenswert, die Forschungsarbeiten möglichst zu beschleunigen. 237