Vadas Ferenc (szerk.): A Wosinszky Mór Múzeum Évkönyve 15. (Szekszárd, 1990)

Die Awaren und ihre Beziehungen zu anderen Völkern - Max Martin: Awarische und germanische Funde in Männergräbern von Linz-Zizlau und Környe. Ein Beitrag zur Chronologie der Awarenzeit

Für die hier nicht eingeordneten „byzantinischen" bzw. nach byzantinischen Vorbildern gearbeiteten Gürtelgarnituren der Formengruppe B (und ihre Mitfun­de) ist m. E. zunächst eine separate zeitliche Gliederung - eine „innere Chronolo­gie" (DAIM u. LIPPERT 1984, 86) - zu erarbeiten. ANMERKUNGEN 1. Vgl. dazu die Rezension durch H. Dannheimer, Bayerische Vorgeschichtsblätter 25,1960,333ff. sowie eine neuere Übersicht bei ZELLER (1977); zu den anthropologischen und osteologischen Untersuchungen vgl. zuletzt KLOIBER (1978). 2. Vgl. dazu etwa HOREDT (1971) und die Rez. durch M. Martin, Zeitschr. Schweizerische Gesell­schaft Ur- und Frühgeschichte 30,1973,1 lOff. und P. Tomka, Antik Tanulmányok 20,1973,227ff. 3. Vgl. z. B. nebst den in Anm.l und 2 angeführten Rezensionen zu Linz-Zizlau MITSCHA-MÄR­HEIM (1963) 148ff., STEIN (1961), STEIN (1968) 235f, HOREDT (1971), von FREEDEN (1985) 16ff., DAIM (1988) 176 und BONA (1988) 111, zu Környe BONA (1971) 300, ferner die weit aus­holende Studie von BOTT (1976) sowie die Bemerkungen bei HOREDT (1985) 168, MENGHIN (1985) 91ff, KISS (1987b) 207ff. und zuletzt BÁLINT (1989) 177ff. 4. Abb. 1 zusammengestellt nach von HESSEN (1971) Taf. 10-14; nicht erhaltene Objekte sind sche­matisch markiert. Der rankenverzierte Rechteckbeschlag könnte bereits als Rückenplatte, wie sie für die nachfolgende Schicht 2 typisch ist, gedient haben; vgl. MARTIN (1976) 224 und Abb. S.22 1 (Nr. 5). 5. Abb. 5 zusammengestellt nach WERNER (1953) und CHRISTLEIN (1966). 6. Abb. 2 zusammengestellt nach von HESSEN (1971) Taf. 3 und 4; nicht erhaltene Objekte sind schematisch markiert. - Ein Neufund aus Castel Vint (Prov. Belluno): von HESSEN (1984) 454f. und Abb. 2,3-6; ebd. Hinweise auf weitere Vorkommen. 7. Abb. 3 nach MARTIN (1976) Abb. S.289; vgl. ebd. 57ff. und Taf. 1,9. 8. Als namengebend wurde hier die (leider nicht in optimalen Zeichnungen publizierte) Gürtelgar­nitur aus dem Schwertgrab 85 von Aradac-Mecka im Banat, auch nach dessen „zentraler" Lage im Verbreitungsgebiet dieser Gürtel, ausgewählt; zum Schwert vgl. KISS (1987 a). - Abb. 7 oben nach LADENBAUER-OREL (1960). 9. Fundorte von Gürtelteilen des Typs Aradac laut WERNER (1974) 127ff. mit Anm. 48: Aradac-Mecka Grab 85; Caricyn-Grad (Iustiniana Prima); Sînpetru-German; Deszk Grab 20; Keszthely-Fenékpuszta Grab 15; Linz-Zizlau Grab 97. - Anzuschließen sind bronzene Preßmodelle für derartige Gürtel aus dem Fund von Felnac (Fönlak): WERNER (1974) 127ff. und Abb. 1 Ib. Ein ähnlich gemuster­tes Preßmodell aus dem Goldschmiedegrab 1 von Kunszentmárton (CSALÁNY 1933, 6 Nr. 14 und Taf. 1,21 ;5,62) ist im Vergleich zu anderen Modellen des Grabes, die flächige Preßmuster auf­weisen, bereits als Altstück zu bezeichnen, dessen oberes Ende noch wie bei den Gürtelteilen vom Typ Sadovec-Arcisa mit Gruppen kurzer Vertikalrillen über Querrille(n) verziert ist. 10. Kartiert sind die in der Tabelle Abb. 8 unter den drei entsprechenden Rubriken eingetragenen Vorkommen sowie der Gürtel aus Grab 94. 11. Kartiert sind die in der Tabelle Abb. 8 eingetragenen Gräber mit Pfeilspitzen, ferner die Gräber 33b und 125 (rhombische Form) sowie die Gräber 14b, 17, 42 und 109 (zweiflügelige Form). 12. Von den acht Gräbern mit vierteiligen Gürtel anderer, meist unbestimmter Form (bzw. Dekora­tion) der Tabelle Abb. 8 sind derzeit, ohne Autopsie, erst Grab 82 und Grab 141 (Langsax!) mit Sicherheit später als die spiral- und tierstilverzierten Gürtel anzusetzen. Hinzu kommt das nur in Abb. 6 kartierte Grab 94 (vgl. Anm. 10). 13. Laut ZELLER (1977) 87 Anm. 63 ist, entgegen Dannheimers Hinweis (vgl. Anm. 1), nicht gesi­chert, ob in Grab 74 wirklich spiral bzw. tierstilverzierte Beschläge gefunden wurden. 14. Der Beginn von Schicht 4, auf die hier nicht einzugehen ist, dürfte laut t. p. q. von 659 für einen der spätesten Gürtel der Schicht 3 in den 670/80er Jahren anzusetzen sein: CHRISTLEIN (1966) 84f. mit Anm. 250.- Das derzeit späteste merowingische Grab mit exakt datierter Münze (bzw. Nachguß einer solchen), deren t. p. q. 692 ist, enthält Gürtelteile der Schicht 4: MARTIN (1986b). 15. In Abb. 9 rechts erscheinen Gürtelteile folgender Gräber von Környe: FG (=Formengruppe) A: Grab 18; FG 2a: Grab 100; FG 2b: Grab 99; FG 3: Grab 78; FG 4: Grab 130. 16. Der Inhalt der Gürteltasche in Grab 77, römische Münzen und Altmetallstücke aus Bronze, könnte genauso aus einer zeitgleichen Männertasche des westlichen Reihengräberkreises stam­men. 75

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