Vadas Ferenc (szerk.): A Szekszárdi Béri Balogh Ádám Múzeum Évkönyve 13. (Szekszárd, 1986)

László Bartosiewicz–Alice M. Choyke: Animal exploitation at the site of Csabdi–Télizöldes

wurden aus Siedlungsobjekten der ersten Phase entnommen; die Holzkohlenpro­ben sind unterschiedlicher Herkunft (Verfärbungen, Grabenfüllung und Innenpa­lisade der älteren Wallburg; CHR. NEUGEBAUERMARESCH, 1981, ff.) STRAß IM STRAßERTALE (KG. und OG. Straß im Straßertal, BH. Krems an der Donau, NÖ.): In der Ried „Kohlberg" befindet sich eine nur mehr tw. er­kennbare zweifache Kreisgrabenanlage in unterer Hanglage. Aufgrund von Luft­bildern kann diese annähernd rekonstruiert werden: der Innengraben hat 40 m und der Außengraben 60 m Durchmesser. Nach Terrassierungen und Abbagge­rungen wurden 1981 vom Inst. f. Ur-und Frühgeschichte der Wr. Universität zwei kleinere Bergungen vorgenommen. Die Funde aus den Gräben und aus den (se­kundären) Verfärbungen gehören der älteren Stufe der Lengyel-Kultur an. Die un­tersuchten Keramiken wurden dem äußeren Graben entnommen (G. TRNKA, 1981, 323 f.). KAMEGG (KG. Kamegg, OG. Gars am Kamp, BH. Horn, NÖ.): Am rechten Ufer auf den zum Kamp hin abfallenden Hangterrassen liegt ein großes Rondell mit doppeltem Bering (140 und 80 m). Seit 1981 werden hier wegen drohender Verbauung vom Inst. f. Ur-und Frühgeschichte der Wiener Universität Grabun­gen vorgenommen. Die geborgenen Funde datieren das Erdwerk, bzw. die Sied­lungsspuren in die ältere Stufe der Lengyel-Kultur. Das oberste, humose Schicht­paket der Grabenfüllungen enthielt Materialien der Vëterov-Kultur. Die datierte Holzkohlenprobe stammt aus dem inneren Graben aus 1,8 m Tiefe (zuletzt: G. TRNKA, 1983, 227 f.). Ergebnis: Die neueren C-14 Daten von Guttenbrunn (Notenkopfkeramik), Friebritz (Anfangsphase der Lengyelkultur), Falkenstein-Schanzboden und Ka­megg (ältere Stufe der Lengyelkultur) fügen sich mehr oder minder gut in das bis­her Bekannte ein. Wenngleich die Daten Bln-2872 (Friebritz) und Bln-1985 (Fal­kenstein) etwas jung erscheinen (was natürlich probenbedingt sein kann), so fallen lediglich die Werte VRI-577, 577 a und b ernsthaft aus dem Rahmen. Die aus Ver­färbung 1 (Objekt der älteren Anlage) von Falkenstein-Schanzboden stammende Probe wurde zweigeteilt und sowohl in Berlin wie auch in Wien datiert. Da der Wiener Wert von dem Berliner (Bln-1984: 3845±55) deutlich abwich, wurde die Wiener Probe erneut untersucht. Die Abweichung wurde auf eine mangelhafte Huminsäureseparation zurückgeführt. VRI-577 a ist der Wert nach extremer Ab­trennung der Huminsäuren und VRI-577 b die Datierung der Huminsäuren die­ser Probe (nach H. Felber). Probleme ergeben sich auch bei der Kalibrierung der C-14 Werte, also beim Versuch der Umwandlung konventioneller Radiokarbonjahre in Kalenderjahre. Die bei FELBER und RUTTKAY verwendeten Eichtafeln von Klein et. al. wer­den nicht allgemein akzeptiert. So bevorzugt H. Quitta die sog. Belfast-Kurve, da diese seiner Ansicht nach für europäische Daten die beste Grundlage für eine his­torische Interpretation bietet: „Die bei FELBER und RUTTKAY benutzte Eichta­belle von Klein et al. 1982 gibt mit ihren 2-sigma-Werten, d. h. 95% Wahrschein­lichkeit, der C-14 Messung eine sehr große Spannweite. Meines Erachtens sollen dadurch nicht nur die Fehler in den „Wiggles" (d. h. des sich ändernden C-14 Ge­haltes in der Atmosphäre der Vergangenheit) sondern auch die recht schlechten amerikanischen Calibrationsmessungen statistisch aufgefangen werden. Aus die­sem Grunde bevorzuge ich zur Eichung die in Radiocarbon 1983 veröffentlichte 197

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