Vadas Ferenc (szerk.): A Szekszárdi Béri Balogh Ádám Múzeum Évkönyve 13. (Szekszárd, 1986)

László Bartosiewicz–Alice M. Choyke: Animal exploitation at the site of Csabdi–Télizöldes

Belfast-Präzisionskurve. Danach wären unsere Bln-Daten aus Falkenstein wie folgt zu kalbrieren: Bln-1984: 3845±55 bc - 4800-4500 BC Bln-1986: 3710+60 bc - 4600-4400 BC Bln-2002: 3785±60 bc - 4750-4550 BC Bln-2598: 3590±75 bc - 4550-4350 BC Dabei hat Bln-1986: 4600-4400 BC eine größere Genauigkeit als die übrigen Daten, weil in diesem Zeitabschnitt die Eichkurve einen eindeutigeren Verlauf nimmt (Zitat aus briefl. Mitteilung von H. Quitta vom 10.7.1985). Bei der Anwendung von jeder der beiden Eichtabellen ergeben sich - wie am Beispiel der Werte von Falkenstein-Schanzboden deutlich wird - Differenzen zu den Termolumineszenzdaten. Eine Übereinstimmung scheint derzeit nur in der Grundtendenz gegeben zu sein, wonach bei beiden Methoden ein deutlicher Pen­delschlag in Richtung „Hoher Datierung" gegeben ist: Die vornotenkopfkeramischen Scherben aus Lichtenwörth und Hainburg ge­hören der 1. Hälfte des 6. Jahrtausends an. Die Komplexe der Notenkopfkeramik aus Guttenbrunn und Hainburg ordnen sich ebenso wie die Proben aus Asparn an der Zaya in die 1. Hälfte des 5. Jahrtausends ein. Zwischen der Spätphase der No­tenkopfkeramik (Hainburg: späte Notenkopfkeramik zusammen mit Zselizer Material und Bükker Import) und der Anfangsphase der Lengyelkultur (Friebritz) ist die zeitliche Nahestellung klar erkennbar (Mitte des 5. Jahrtausends). Der 2. Hälfte des 5. und der Wende zum 4. Jahrtausend zuzurechen sind die Werte von Falkenstein-Schanzboden und Straß. Probleme anderer Natur sind - bei einem bislxcr einzigen C-14 Datum (Bln­2872)- bei den Friebritzer Keramikproben entstanden. Die aus den Grabenfull­schichten stammenden Scherben wurden scheinbar nicht tief genug entnommen, sodaß noch eine Vermischung mit Spätlengyelfunden gegeben gewesen erscheint. Man wird daher bei folgenden Grabungskampagnen die Probenentnahme aus ge­sicherten Zusammenhängen wiederholen müssen (ein Versuch inzwischen Kera­miken aus dem Jahre 1983 neu zu datieren ist wegen Mangel an Kapazitäten im Heidelberger Labor nicht möglich gewesen). Liegen die Friebritzer Daten zu niedrig, so ist bei Hainburg das Gegenteil der Fall, sodaß hier im Epilengyelzusammenhang wohl zufällig auch ältere Objekte gelagert waren, die einzelne Werte verfälschten und den Durchschnittswert ent­scprechend hinaufsetzten. In Zukunft wird man daher bei der Probenentnahme noch mehr Gewicht aufklare archäologische Zusammenhänge, bzw. auch auf ty­pologisch einwandfrei einordenbare Gefäße legen müssen. In weiterer Folge sind auf beiden Gebieten weitere, größere Serien zu gewin­nen. Unabhängig von den sich daraus ergebenden Chancen für eine Einordnung archäologischer Kulturerscheinungen nach Kalenderjahren, sollten auch die Mög­lichkeiten von relativchronologischen Vergleichen innerhalb der beiden Datie­rungsmethoden für sich verstärkt Anwendung finden. 198

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