A Nyíregyházi Jósa András Múzeum évkönyve 15-17. - 1972-1974 (Nyíregyháza, 1982)
Novák László: Das Verhältnis der traditionellen Bauernwirtschaft und der Lastentragung
Die Arten und Mittel des Lasttragens in Nyírbátor und seiner Umgebung Das Lasttragen knüpft sich eng zu der wirtschaftlichen Tätigkeit des Bauern. Als er seine landwirtschaftlichen Werkzeuge, seine Lebensmittel, Naturalien trägt, übt er Lasttragen aus. Der grosse Teil des Lasttragens vollzog sich in den angrenzenden Gebieten des Ortes Nyírbátor, in dem äusseren, vorwiegend unter landwirtschaftliche Bearbeitung genommenen Bewegungskreis. Den landwirtschaftlichen Arbeiten entsprechend übt der Bauer das ganze Jahr hiduroh Lasttragen aus. Die wohlhabenden Landwirte fahren im Winter das ausgeforstete Holz aus dem Wald mit Wagen nach Hause (1. Bild), während die ärmeren es fortwährend, nach Bedarf auf dem Rücken tragen (2. Bild). Schon gegen Ende des Winters nimmt die Ausfuhr des Düngers auf die Felder und in die Weingarten ihren Anfang (3. Bild). Zwischen die Traubenstöcke kann man den Dünger nur mit der Trage (4. Bild) ausstreuen. Nach der Düngung — wie es das Wetter ermöglicht — beginnt man den Frühlingsanbau, das mit Pflug durchgeführt und dieser letztere im Wagenkasten aufs Feld gefahren wird (5. Bild). Bei der Saatbestellung verfährt man gleiohenmassen mit dem Saatgut (5. Bild), was aus Saatsack ausgesät wird (9. Bild). Gegen Ende des Frühjahrs — im Juni — beginnt die Arbeit auf der Wiese. Bei der Mahd nehmen die Männer den Sensenstein und den Amboss in einer Art Beutel mit, der bakó genannt wirt (12. Bild). Beim Anhäufeln die Holzgabel, bei der Mahd die Sense — wenn man zu Fuss geht — nimmt man auf dem Schulter mit 14—15. Bild). Der Werktätige packt zu Hause das Proviant in den Brotsack und so nimmt er es auf den Arbeitsplatz mit. In den 50-er Jahren trugen noch die Wirte die Haarbeutel (6. Bild), aber nur die vermögenden, weil es die ärmeren nicht kaufen konnten. Statt dessen wird heute von den Männern die Lederseitentasche getragen (7. Bild). Neben dem Lebensmittel nimmt man auch regelmässig Wasser mit. In der ersten Hälfte unseres Jahrhunderts hat man dazu eine Kürbisart (13. Bild), Tonkrug (7, 14. Bild) benutzt, heute nimmt man neben den Metallgefässen auch die Korbflasche (15. Bild) in Anspruch. Die ärmeren Leute — vor der Befreiung — benötigten auch die Arbeit ihrer Frauen, obwohl sie kleine Kinder hatten, die sie dann mitgenommen haben. Mit einem Leinlaken oder mit einem Tuch haben sie die Kinder an sich gebunden (10—11. Bild). Bei der Kartoffel-, Mais- und Traubenernte benutzt man Flechtkörbe von verschiedener Grösse (17—-18. Bild). Die Kartoffel wird oft auf dem Feld eingemietet, und während der Winterzeit wird es nach Hause getragen (16. Bild). Bei der Traubenernte benutzt man zweierlei Körbe (18. Bild), und die Rückentrage (20. Bild). Bis 1960 trieben die Landwirte das Vieh und die Pferde auf die Wiese bei Bátorliget, liessen sie vom Frühjahr bis Herbst dort weiden, und monatlich versorgten sie die Tiere mit Salz (19. Bild). In dem zweiten Bewegungskreis, innerhalb des Ortes gehen die Frauen mit verschiedenen Lastträgern auf den Markt. In Nyírbátor tragen heute das Bündel nur noch die Zigeuner (21. Bild), aber die Provinzlerfrauen holen ihre Waren für den 105