A Nyíregyházi Jósa András Múzeum évkönyve 12-14. - 1969-1971 (Nyíregyháza, 1972)
Muraközi Ágota: Verzierte Vorhäuser in dem Dorfe Ajak
kat: többféle alapszínű hengerelt fallal. Sablonnal festett a tornác (lásd a 15. képet). Egyik-másik helyen a mennyezet alatti falcsíkban az idősebb háziasszony által kézzel pingált csíkot is felfedezhetünk. Jó példája ez annak a jelenségnek, hogyan szorul ki a régi díszítő eljárás a gyakorlatból, de csíkká zsugorodva még makacsul tovább birkózik az új városi ízléssel. A fiatalok már saját ízlésük szerint veszik birtokba a szobát, de a „cifraság"-ra való hajlamuk még őrzi az idősebb generációnál oly természetesen ható hajdani díszítőkedvet. MURAKÖZI ÁGOTA VERZIERTE VORHÄUSER IN DEM DORFE AJAK Im nördlichen Teil des Komitates Szabolcs-Szatmár, südöstlich von der Stadt Kisvárda liegt die Gemeinde Ajak. Daß diese kleine Gemeinde berühmt wurde, verdankt sie den mit Zieraten geschmückten Vorhäusern und der bis heute noch bewahrten Volkstracht, sowie der reichen Volksüberlieferung. Die erste schriftliche Erwähnung des Ortsnamens Ajak stammt aus 1424. Das Antlitz des Dorfes formen Jahrhunderete hindurch die ungarischen, ruthenischen und slowakischen Ansiedler. Nach der Entwässerung im Jahre 18(50 ging die Bevölkerung des Dorfes von der intensiven Viehzucht auf den Ackerbau über. Im 19. Jh. gehörte ein großer Teil der Felder dem Großgrundbesitz. 1895 betrug die Zahl der Bauernwirtschaften im Dorfe 242. In der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts ließen sich hier mit dem Aufblühen des Tabakanbaues viele aus dem Komitat Heves zugezogene Halbpacht-Gärtner nieder und bauten Tabak an. Die Entwicklung der Warenproduktion, der wirtschaftliche Aufschung, das Erscheinen der Saisonarbeiter, die von außen wirkenden Einfüsse bildeten eine, bis heutzutage behütete Gemeinschaftstracht und eine seltsame Art der Wandmalerei. Die Geschichte der mit der Hand bemalten Vorhäuser in Ajak ist bis zur Jahrhundertwende zurückzuführen. Es leben noch einige jener Bäuerinnen, die diese Art der Wandpiktur — „cifrázás" (Verzierung) im Dorfe schufen. Das alte Bauernhaus in Ajak war dreiteilig. Es bestand aus dem „Haus", „Vorhaus" und der „Kammer" . Den Rauch entzog der offene Kamin im hinterenunbedeckten Teil des Vorhauses. In diesem Teil (kéményalja) war auch die Heizöffnung des „Haus" — Ofen. An diesen lehnte sich im Halbkreis die Ofenbank. Die Tünchung des rauchigen Vorhauses hatte ein praktisches Ziel- den Schmutz wegzubekommen. Vor 60 Jahren hat man zum erstenmal die mehrfarbige, sogenannte FuchsienVerzierung angewandt, welche die frühere primitive ablöste (früher hat man die gelb oder grau getünchte Wand mit dem Weißpinsel angespritzt). Gleichzeitig mit der Fuchsienverzierung kam das blumige Bemalen der Wand mit national farbigen Quadraten in Mode. Aus der Kombination der zwei erwähnten Varianten entstand die heutige berühmte Rosen- Vogel- Wandmalerei. TAVLV Zeit des traditionellen Großreinemachens d. h. entweder im Frühjahr oder später im Herbst vor Einbruch des Frostes, hat man die Vorhäuser getüncht, aber vor einer Hochzeit jedesmal aufgefrischt. Zum Verzieren verwendete man selbstgefertigte Roßhaarpinsel und im Geschäft gekaufte Farbe. In die Farbe wurde Milch eingerührt, um das Rinnen zu vermeiden. Die 2 — 3mal getünchte Wand überdeckte man gelber oder himmelblauer 71