A Nyíregyházi Jósa András Múzeum évkönyve 10. - 1967 (Nyíregyháza, 1968)

Kemenczei Tibor: Die Entzifferung der Kerbinschriften des Goldschatzes von Nagyszentmiklós und sein geschichtlicher Hintergrund

Auf No. 3—4. Krüge (Tafel VIII, 1, 2) ist je das gleiche Wort in Runen­schrift eingraviert (Tafel IV, 2, 3). Auf No 5. Krug (Tafel IX, 1) sind in zwei Gruppen Runentexte ein­geritzt (Tafel IV, 4a, 4b). Auf No 6. Krug (Tafel IX, 2) sind die eingeritzten Runentexte in drei Gruppen angeordnet. (Tafel IV, 5a, 5b, 5c). Auf No 8. kSchale (Tafel XII) befindet sich eine punzierte Kerb­schrift (Tafel IV, 6a, 6b). Auf No 9. Schale (Tafel XIII, 1) ist eine punzierte Zeile mit Runen­zeichen (Tafel IV, 7a) und eine punzierte byzantinische Aufschrift mit zahlreichen Variations-Möglichkeiten der Lesart vorhanden. Auf No 10. Schale (Tafel XIII, 2) ist eine punzierte Runenzeile, ein eingeritztes Runen wort (Tafel IV, 7b, 7c), sowie eine Umschrift mit gleichem Text wie bei der vorangehenden byzantinischen Inschrift ersichtlich. Auf No. 11. Becher (Tafel XIV, 1) sind nur zwei Runenzeichen vor­handen (Tafel IV, 8). Auf No 15., 16. Schalen mit Heft (Tafel XV, 1, 2) ist der Runentext bei beiden identisch (Tafel IV, 9, 10). Auf No 17. Trinkhorn (Tafel XV, 3) befindet sich ein punzierter Runentext (Tafel IV, 11). Auf No 21. Schale mit Schnalle (Tafel XVIII ) ist eine punzierte Um­schrift türkischen Textes in griechischen Buchstaben ersichtlich. Auf No 23. Kelch (Tafel XIX, 2) sind punzierte und eingeritzte Ru­nentexte vorhanden. (Tafel IV, 13a, 13b). * Bei den bisherigen Versuchen zur Entzifferung habe ich auf die Lesarten von F. Dietrich, G. Supka, Gy. Mészáros, R. Wladár, Gy. Németh. Fr. Altheim, L. Pataki und das ABC von Gy. Németh und H. Jensen Rücksicht genommen. Auch bei den Runentexten von Nagyszentmiklós gilt die Regel den Text von rechts nach links zu lesen. Das s und das n Runenzeichen hat internatio­nal die gleiche Bedeutung und bleibt bei den verschiedenen Arten der Runen­schrift unverändert. Das Runenzeichen n nahm ich zum Ausgangspunkt zu meiner Entziffe­rung. Zur inneren Kontrolle diente mir der Vergleich der Inschriften der Scha­len No 8. und No 21., als äussere Kontrolle verwendete ich Runeninschriften der Kuban —Don Gegend. Die Lesarten und Erläuterungen der Runentexte habe ich auf den Tafeln IV — XX zusammengefasst. * Auf Abbildung 4 befindet sich meine Zusammenstellung des Runen ABC und der Tonwerte der Runenzeichen von Nagyszentmiklós. Der Goldschatz dürfte ursprünglich 36 Gefässe enthalten haben. Laut der Aussage eines Augenzeugen hat der Finder (Grundbesitzer) etwa 13 Gold­gefässe für seine eigenen Zwecke verwendet oder verkauft. Ursprünglich waren, wie festgestellt werden konnte, die Gefässarten paarweise vorhanden. 76

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