Horváth János: Kunffy Lajos - A somogytúri Kunffy Emlékmúzeum katalógusa (Kaposvár, 2005)
AUSSTELLUNGSFÜHRER DES KUNFFY GEDENKMUSEUMS IN SOMOGYTÚR Somogytúr liegt im Anziehungsgebiet des Balatons, die Ortschaft durchquert die Hauptstraße Kaposvár und Balatonlelle. Sie ist leicht erreichbar, aus Verkehrs- und Fremdenverkehrsabsichten hat sie eine günstige Lage. Eines der Gebäuden des Gedenkmuseums liegt an der Verkehrsstraße. Die Kurie aus dem 18. Jh. ist das älteste Gebäude der Siedlung. Es ist ein typisches Beispiel der Bauweise der Kleinadeligen des „ungarischen Biedermeiers". Das Museumeinheit besteht aus dem Gebäude der adeligen Kurie und des Ateliers. Das klassizierende Atelier mit dem Säuleneingang, wie ein den Künsten gewidmeter Tempel nach altgriechischem Stil wurde 1909 gebaut. Die zwei Gebäuden sind von einem Schatten gebenden malerischen 700 Qudratklafter Park umgearmt. Auf den Steinsäulen der Wageneinfahrt auf der Straße sind zwei schön geschnitzte Steinvasen, gezeigt, dass man in einen adeligen Schlossgarten kommt. Die Statuen der im Park stehenden Schutzheiligen nach barockem Stil hat selbst der Künstler gerettet. Neben dem Herrenhaus steht die Statue von St.Florian, der Schutzheilige der Feuerwhrleute war. In der Mitte des Parks steht eine Maria Statue mit ihrem Kind, mit der ungarischen Krone auf dem Kopf wie Schutzheilge des Ungarnlandes. Vor dem Atelier stehen zwei Statuen von Nepomuki St. Johann, der Schutzheiliger von Somogytúr ist. An der Wand des Ateliers ist ein Hochbild aus buntem Terrakotta nach italienischem Renaissancestil: die Madonne von Luca della Robbia (ein Nachbild aus dem 20. Jh., Kunffys haben es 1913 während ihrer Italienreise gekauft.). Die Zimmer des mit seiner Intimität anfassenden Gedenkmuseums, die inneren Räumlichkeiten zeigen das Lebenswerk und Lebenslage des Malers Lajos Kunffy zu Hause in seinem Landsitz. Die vielen schönen Kunffy Gemälden sind in dem zu Hause Milieu des Künstlers ausgestellt. Im Museum ist die Rekonstruktion der ehemaligen Hausbenutzung dargestellt, um den persönlichen Reiz des Künstlers zu steigern. Die Museenorganisation des Komitates Somogy hat eine besonders glückliche Lage, da sie die ehemaligen Zuhause drei international bekannte Künstler Mihály Zichy in der Gemeinde Zala, József Rippl-Rónai auf dem Róma Berg in Kaposvár, und Lajos Kunffy in Somogytúr als Gedenkhaus nach originellen Zuständen einrichten konnte. Es war sehr wichtig, die Gemälden in einem Enteriőr auszustellen, das die gesellschaftliche Lage und den daraus stammenden Geschmack und Auffassung des Künstlers darstellt. Dadurch können diese Kulturschöpfungen in einem tieferen, differenzierten kulturgeschichtlichen Zusammenhang interpretiert. Lajos Kunffy, der seine künstlerische Studien in Paris gemacht hat, lebte 17 Jahre lang in der Hauptstadt der Künste. Als jung vermählt lebte er in Paris, als er von seinem Vater 1905 den tausend Katastraljoch Besitz bekommen hat. Der Besitz des Bodens bedeutete eine schöpferische Unabhängigkeit, aber es war ihm entscheidend wichtig, dass das kleine Dorf eine unerschöpfliche Quelle seiner Malerthemen geworden ist.Dort lebten Bauern im Trachtenkleid, Zigeuner in ihren bunten Bekleidung. Die Bilder, die sie darstellen, charakterisieren die Malerei von Kunffy, die in 84