Horváth János: Kunffy Lajos - A somogytúri Kunffy Emlékmúzeum katalógusa (Kaposvár, 2005)

eines der Kunstzentren vom Ende des Jahrhunderts. Ein Jahr lang besuchte er die Privatschule von Simon Hollósy. Hier wurzelte er in sich der Kunstfleiß zu Zeichnendetailarbeit ein. Im Frühling 1891 wurde er an der Klasse vom Lehrer hacki in Münchener Akademie immatrikuliert. Unter dem anziehenden Einfluß der Kunstmeldungen aus Paris wollte er aber nur ein Halbjahr dort bleiben. Im Herbst findet man ihn in Paris als Lehring der Julian-Akademie. Seine Meister sind ausgezeihnete Vertreter der zeitgenossischen französischen Historiemalerei, z.B. Jean Paul Laurens und Benjamin Constant. 3 Jahre lang arbeitete er fleißig und bildete sich. Er schloß Freundschaft mit in Paris lebenden Ungarn, unter ihnen mit seinem Kaposvárer Landsmann, Rippl-Rónai. Er erschien zum erstenmal in Paris, im Salon des Artistes mit seinem Werk „Teegesellschaft", und in demselben Jahr tauchte er auch auf der Ausstellung der Budapester Kunsthalle auf. Auf Initiative seiner Eltern kehrte er 1897 auf anderthalb Jahr heim, um seine juristischen Studien abzuschließen, dann fuhr er nach Paris zurück. An bretonischen Küsten malte er sein dekoratives sezessionistisches Gemälde „Bretonische Küste" (1898). Es ist ein modernes und schönes Werk. (In heutigen Jahren wurde es auf zahlreichen internationalen ausstellungien zur Schau gestellt.) Im Sommer 1899 kehrte er auf das Vargaer Gut seines Vaters zurück und vertiefte sich im Malen des Lebens und der Leute des ldeinen Dorfes. Seine Palette wurde immer bunter und heller. 1900 zog er nach Budapest um, weil ihm die dynamische Kunstatmosphera der Hauptstadt gefiel. Zu dieser Zeit machte Albert Berzeviczy im Parlament gegen neue künstlerische Trendé einen erregten Ausfall. Zu diesem Ausfall ließ Lajos Kunffy eine Reflexion in der Fachschrift „Kunsthalle" erscheinen. In Namen des Zeitgeistes verteiligte er mit einer scharfen Logik die Freiheit der modernen Kunst. Kunffy mit 31 Jahren hatte ideale hochwertige Grundprinzipe. Im Jahre 1901 heiratete er die schöne und gebildete Elle Tiller. Nach ihrer Hochzeitsreise in Italien, die an schönen Erlebnissen sehr reich war, siedelten sie sich in Paris an. Die im familienkreis bzw. An französischen Küsten gemalten Gemälde hatten im Salom d' Automne den besten Empfand. Dieser künstlerische Verein wählte ihm zu seinem juryfreien Mitglieder. Kunffy erwies sich auch auf dem Gebiet der Kulturdiplomatie als erfolgreich. Die Budapester Gesellschaft für bildende Kunst beaftragte ihn mit Organisierung einer Ausstellung aus Werken von amerikanischen und französischen Zeitgenossen. Die französische Seite lohnte diese Arbeit mit Verleihung der Ehrenlegion. Er malte seine besten Gemälde während der zu Hause verbrachten Sommer. 1905 bekam er von seinem Vater das Somogytúrer Landgut von 1000 Joch. In Somogytúr entdeckte sich der Künstler die seine bilderweit belebenden Zigeuner mit langen Haaren, dunkler Gesichtshaut in bunten Kleidern. Der egsotische Effekt, der dank der Lebensweise und Äußerlichkeit der Zigeuner in Malerei von Kunffy erschien, brachte dem Künstler in Paris eine große Polularität. 1906 begann er sein Gemälde „Kinderbeerdigung" zu malen. Dem unfangreichen Gemälde gingen zahlreiche Studien und Skizzen woran: vor dem schilfbedeckten Bauerhaus fällt eine in Trauer Hl

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