L. Kapitány Orsolya: Somogy megye népmüvészete, 2001

Német nyelvű rezüme (Kovács Renate)

34. Trauzeugenstab. Rekon­struktion. 1979. Somogy ­udvarhely. Jugend angezündete Baumrindenbündel in der Luft geschwenkt werden. Im Sommer gibt es wegen der schweren Arbeit wenige Feste. Der allgemein bekannte, das Ende der Ernte kennzeich­nende Kirmisumzug bzw. der Umzug zur Weinlese wurden erst nach einer ministerlichen Verordnung aus dem Jahre 1901 gebräuchlich. Zu den Wendepunkten des menschlichen Lebens gehört als erster die Taufe, zu der bei den Katholiken ein Paar Taufpaten, bei den Reformierten und den Evangelikern bis zu 10-15 Tauf­paten-Paare eingeladen wurden. Der mit der Hochzeit verbun­dene Kreis der Sitten und Gebräuche ist am umfangreichsten. Zu den besonderen, die meisten Altertümlickeiten bewahrenden Gebräuchen des Belső-Somogy gehören alku (das Feilschen) und szabás (Schnitt). Während des alku wurden noch in den ersten Jahrzehnten des XX. Jahrhunderts von den Eltern vereinbart, für welche Summe die Tochter verheiratet wird. Dieser „Kaufpreis" wurde von den Eltern des Mädchens mit dem szabás vergolten, indem sie dem Bräutigam 10-15 Garnituren Unterwäsche und Hemden aus selbst gewebtem Leinen anfertigten. Die Zierde der Hochzeitstafel war der mit Gebäck geschmückte Geschenke­baum. Die 2-3 Tage dauernde Hochzeitsfeier wurde von spaßigen Einlagen ausgeschmückt. In Csurgónagymarton wurden bei dem Hochzeitsfest Pferd und Storch dargestellt. Die meisten Kostümierten waren auf der Hochzeit der Kroaten in Szentmihályhegy, weiße und schwarze Hexen, Priester, ein­armiger Geiger sowie die Verkörperung des Todes mit der Kürbismaske, die die Hochzeitsgesellschaft unterhielten. Bis Ende des XIX. Jahrhunderts war im Komitat der Brauch verbreitet, dass sich zeitig verabschiedende Gäste an Ketten zur Hochzeithaus zurückgeführt wurden. Die letzte Wende im menschlichen Leben ist der Tod. Als größten Verlust wurde von der Dorfgemeinde der Tod eines jungen Erwachsenen angesehen. Von den Verstorbenen im Heiratsalter wurde im Hochzeitskleid mit der Todeskrone versehen Abschied genommen. Judit Imrő 35. Mädchen mit „komatár. Törökkoppány 1938. Aufnahme von Béla Gunda. 534

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