L. Kapitány Orsolya: Somogy megye népmüvészete, 2001

Német nyelvű rezüme (Kovács Renate)

beinhaltende Klosterarbeiten im Poliondstil wurden zum Teil als Importware gekauft (Salzburg, Sandl, Buchers). Der andere Teil der Andachtsgegenstände wurde von geschickten Heimwerkern selbst angefertigt (Geduldsgläser). Mária Imre Sitten und Gebräuche Die Volksbräuche erreichten Ende des XIX. Jahrhunderts im Komitat Somogy ihre Blütezeit. Zum Glück können wir auf eine reiche Auswahl an volkskundlichen Aufzeichnungen aus dieser Zeit zurückgreifen. Die Volksbräuche ließen die außergewöhnli­chen Tage des Kalenderjahres und bedeutende Wendepunkte des menschlichen Lebens zu Feiertagen werden. Unsere Studie gibt in Form von jahreszeitlichen Kreisen einen Überblick über diese denkwürdigen Tage. Reich an Bräuchen ist besonders der mit der Adventszeit beginnende Kreis der Winterfeste. Charakterisch für die von Katholiken bewohnten Gebiete sind die Krippenspiele. Die dramatische Vorführung der Geburt Christi erfolgte im nördlichen Teil des Komitats als eine Art Puppentheater. Diese auch im ungarischen Sprachgebiet selten vorkommende Sitte wurde als Puppentanz von Betlehem bekannt. Am Dreikönigstag wurde die Geschichte des Kindermordes zu Betlehem von den drei Königen - von Haus zu Haus ziehend - vorgetragen. Als Abschluss des Kreises der Winterfeste wurden fast überall zu Fasching ein lustiges Treiben mit Masken und Kostümen veranstaltet. Dass dieser Brauch schon sehr alt ist, untermauert die als Abschreckung gedachte, 1480 geschriebene Predikt des Pelbárt Temesvári. Die bedeutendsten Bräuche des Kreises der Frühlingsfeste sind mit Ostern verbunden. Eine große Tradition hat die Wachsverzierung von Eiern, am archaischsten sind die geometrischen Figuren. Die Taufpatinnen beschenkten zu Ostern ihre Patenkinder mit verzierten, bemalten Eiern. Der Sonntag nach Ostern, der „Weiße Sonntag" war der Tag der zeremoniellen Freundschaftsschließung der Mädchen. Mit dem Abschlussfest des Kreises der Frühlingsfeste, dem Pfingstfest ist der Pfingstumzug der Königin verbunden, der von den Volkskundlern in den 1930er Jahren noch als lebendiger Brauch aufgezeichnet wurde. Unter den Sommerfesten ist das Sehens­werteste die Nacht zum Tag des Heiligen István, wenn von der 32. Grabhölzer aus dem reformierten Friedhof in Szen­na. Zeichnung von István Z. Soós, 1950. RRM 12.350. 33. Hochzeitsszene aus dem Heiratsregister der reformier­ten Kirchengemeinde Szoma­jom (heute Kaposfo), 1773. 533

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