L. Kapitány Orsolya: Somogy megye népmüvészete, 2001

Német nyelvű rezüme (Kovács Renate)

Die Dörfer des Kis-Balaton, Kis- und Nagyberek nutzten bis etwa 1910 das Sumpfgebiet, die Fischerei und die Schilfernte bedeuteten für sie eine wichtige Einkommensquelle. Unter den in Nagyberek angesiedelten kroatischen Gruppen bestand die Bevölkerung von Buzsák, Táska, Tótszentpál und Varjaskér am längsten auf den kroatischen Traditionen. In Marcali und Umge­bung lebte eine relativ arme Bevölkerungsschicht, der jedoch die Volksdichtung und die Sitten und Tanzbräuche an bedeutenden Tagen besonders wichtig waren. Judit Knézy Volksarchitektur 4. Landschaftlich charakteris­tisches Haus in Buzsák. Das Komitat Somogy fällt in das Gebiet der Holzbauweise von Süd-Transdanubien, wo einige Gebiete (Zselic, südlicher Teil des inneren Somogy-Komitats) auch nach den Königlichen Waldschutzverordnungen (1772) und später den Verordnungen der Grundbesitzer auf den Ständerbau- und Schwellenkranz­Wohnhäusern und Wirtschaftsgebäuden des Dorfes, umfriedet durch Flechtwerk oder Pfähle, bzw. im Fall von Ställen, Scheu­nen, Kellern und Torbogen und sonstigen auf deren Blockbau­weise bestanden. Verzierungen erschienen in erster Linie an Wohnhäusern. Der Aufteilung der Somogy er Wohnhäuser nach zählen die Volkskundeforscher sie zu den mittelungarischen Haustypen. Wir unterscheiden Zimmer, Küche, Kammern, das Zimmer ist rauchfrei, die Feuerstellen in der Küche sind der Brotbackofen und der offene Herd. Der sich im Zimmer befindliche Kachelofen, der sog. „szemeskályha" wurde von der Küche aus geheizt, was sich im XVI-XVII. Jahrhundert im Haushalt der Fronbauern herausbildete. Anstelle der Häuser mit Flechtwänden ohne Schwellenkranz begann man in diesem Jahrhundert schon überall Ständerbau mit Schwellenkranz zu bauen, anstelle der Strohdächer verbreitete sich das hübschere und verziertere Schopfdach, dessen Einrahmungen und Giebel­verzierungen nicht nur zweckmäßig waren, sondern auch das Dach der Wirtschaftsgebäude verschönerten. In nach einer bestimmten Ordnung besiedelten Gemeinden wurde mehr Wert auf eine ästhetische Gestaltung der Häuserfassaden gelegt. Anstelle der Walmdächer wurden Halbwalmdächer erstellt, die Straßen-fassade wurde durch Flechtwerk oder die Giebelbretter durch Zierlatten verziert. An der Vorderseite, den Seitenfronten 5. Wohnhaus im Ständerbau ­Schwellenkranz- Stil mit ge­schnitzten Laubengangsäulen, Csököly. RRM F 12337. Fotograf unbekannt. 517

Next

/
Thumbnails
Contents