Ikvai Nándor szerk.: Börzsöny néprajza (Studia Comitatensia 5. Szentendre, 1977)
Német nyelvű kivonatok cikkenként
hier bestehenden Leibeigenenmentalität, mit dem eigenartigen, demütigen Betragen, Folgen ebenso ihres ehemaligen Leibeigenendaseins, als ihrer Weltanschauung eines aussichtslosen Lebens (Leben von heute auf morgen). Éva Gulyás: VOLKSGLAUBENSVORSTELLUNGEN IN DER IPOLY-GEGEND Der Aufsatz teilt Volksvermutungen fünf ungarischer Dörfer (Bernecebaráti, Kemence, Vámosmikola, Letkés, Perőosény) mit, welche längs des Flusses Ipoly (Komitat Pest) liegen. Ausführlich macht die Studie die Glaubensvorstellungen über das Verhältnis des Menschen und der übernatürlichen Wesen: die Hexe, das Zauberpferd, der Wetterzauberer, der Drache, das in Glückshaut und mit Zahn geborene Kind oder solcher Mensch, das siebente Kind, der weise Hirt, der Alp, die Haus- bzw. Mauerschlange, der gesandte Wolf, ferner unter den Wassergeschöpfen: der Wassermann, der Wasserstier und das kinnlose Pferd bekannt. Ausserdem enthält die Studie sporadische Beiträge vom weisen Müller, von dem rattenschickenden Mann, vom schwarzen Mann und von dem Riesenfräulein. Daneben stellt der Aufsatz eine Reihe von archaischen Heilmethoden aus der Volksheilkunde, sowie andere bemerkenswerte Vermutungen vor: solche der Perőcsényer in Verbindung mit Mais setzen und den im weiten Kreis bekannten Brauch des Schwingendréhens. Aus Mangel an fachliterarischen Angaben hat die Studie in erster Linie einen beschreibenden Charakter. Sie macht die Glaubensvorstellungen auf analitische Weise bekannt und weist auch auf die lokalen Eigenartigkeiten des Volksglaubens hin. Schliesslich befasst sie sich mit jenen Vermutungen die sich aller Wahrscheinlichkeit nach auf slowakischen Einfluss eingebürgert haben. László Bády: VOLKSHEILKUNDLICHE ANDENKEN IN IPOLYTÖLGYES Der Verfasser beschreibt einige in der ärztlichen Praxis unter dem Volk beobachteten Heilverfahren und Aberglauben. An erster Stelle teilt der Verfasser Angaben aus Ipoly tölgyes mit, deren Mehrzahl Heilungen mittels Heilpflanzen, ein guter Teil davon aber auch abergläubische Verfahren bekanntmacht. Als Vorzug des Aufsatzes kann behauptet werden, dass der Verfasser einen Vergleich zwischen seinen Feststellungen und der ärztlichen Praxis zieht, so dass auf dieser Weise die Kurpfuscherei von der natürlichen Heilung zum Teil getrennt werden kann. Der Aufsatz hat einen datenliefernden Charakter und erlaubt nur kurzen Einblick in die volksheilkundlichen Kenntnisse der Gegend. 43 Studia Comitatensia 5 673