Hann Ferenc: Paulovics. Kántor Lajos és Kocsis István írásaival (A PMMI kiadványai. Pest Megyei Múzeumok Igazgatósága – Ferenczy Múzeum, Szentendre, 2008)

Kocsis István - Der Altarbild- und Leidenswegmaler László Paulovics (Detaile)

Der Altarbild- und Leidenswegmaler Lás^ó Paulovics ISTVÁN KOCSIS (Meditation vor dem Altarbild und den Bildern des Mysterienspieles von László Paulovics) - Detaile ­Ich betrachte das Altarbild, schaue die Bilder ces Kreuzweges an, und es ist erst eine Stunde vergangen ... Kein einziges Rätsel habe ich bislang gelöst. Manch­mal schlagen meine Beine Wurzeln, und doch gehe ich weiter. ..László Paulovics ist auch gegenwärtig, vielleicht hilft er mir die große Komposition zu verstehen. Ich stelle ihm Fragen, aber er hilft nicht. Er gibt ausweichende Antworten... Ich betrachte das eine Bild des Kreuzweges. Der römische Soldat auf dem Bild trägt einen Stahlhelm aus dem 20. Jahrhundert. - Du hast die Leidensgeschichte des 20. Jahrhunderts gemalt? - frage ich László Paulovics. - Nein - antwortet er. - Dann verstehe ich das nicht... - Du wirst es schon verstehen, du bist doch ein schlauer Bursche. Betrachte es mit den Augen eines Dramaturgen. - Du willst uns doch wohl nicht einflüstern, daß auch die ungarische Ge­schichte ein Mysterienspiel ist? - Du müßtest wissen, daß die ungarische Geschichte ein Mysterienspiel ist, oder nicht. .. Gut, sage ich mir, diese Komposition werde ich verstehen, ich werde schon noch einmal nach Szatmárnémeti kommen, ich werde schon noch in diese Kirche gehen, ich werde schon immer noch einmal diese Komposition betrachten, ich werde sie auch verstehen, ist doch klar, denn ich habe doch jedes Paulovics-Bild verstanden... Selbst seine Schriftsteller-Portraits. - Eins ist sicher, daß das Dein bedeutendstes Werk ist - sage ich, damit ich auch etwas Wichtiges sage. Paulovics zieht seine Schulter hoch. Ich komme zurück, schwöre ich mir. Ich betrachte erneut das Altarbild und die Bilder des Leidensweges. Was ge­schieht hier? Die Zeit und der Raum erweitern sich und ziehen sich gleichzeitig zusammen. .. Ja, ich schaue mir die Bilder an und die Zeit und der Raum ziehen sich zusam­men und dann erweitern sich Zeit und Raum. Ist das 1. und das 20. Jahrhundert

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