Katalin Gellér: Die künstler-kolonie in Gödöllő 1901-1920 (Gödöllő, 2001)
DER KULT UND DIE ERZIEHUNG DES KINDES Die didaktischen Absichten und der moralische Ton, die in den Werken der Gödöllőer zeitweise auftreten, waren keineswegs Merkmale ihres Alltags und des Umgangs mit ihren Kindern, In der kleinen Gesellschaft der Kolonie spielten die Kinder eine besondere Rolle. Sie nahmen an allen Tätigkeiten der Erwachsenen teil. Laura Kriesch fertigte für verschiedene Anlässe zahlreiche in der Manier der englischen Märchenbuchillustratoren präsentierte Märchenreihen und kleine farbige Zeichnungen an. Körösfői-Kriesch malte eine zärtliche Porträtreihe von seinen Kindern („Drei Kinder" [Három gyermek], 1905; „Dudu malt" [Dudu rajzol], 1913; „Tamás ist krank" [Tamás betegen], 1916). Thoroezkai Wigand, Sándor Nagy und Mariska Undi entwarfen auch Kinderzimmereinrichtungen. Rezső Mihály verarbeitete auf einem seiner bedeutendsten, geometrisch konstruierten stilisierten Wandteppiche ein Märchenthema. Sie entwarfen auch Spielzeug: Mariska Undi gewann mit ihrem Spielzeug „Der Wagen des Königssohns Peterlein" [PéAladár Székely: Aladár Körösfői-Kriesch mit seiner Familie 1912 Aladár Körösfői-Kriesch mit seiner Familie. 1899 Die Körösfói-Kriesch-Kinder: Margit. Aladár. Lajos. 1905